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Mineralien als Ziffernblatt in Armbanduhren
Penz:
Hallo zusammen
Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Einbau von Mineralien in Armbanduhren.
Beiliegend Bilder von Landschaftsmergel, stabilisierten Mamuthzahns und Serpentin.
Da ich aber von Mineralien aber wenig Ahnung habe meine Frage an euch Spezialisten.
Welche Mineralien erfüllen alle folgende Eigenschaften?
- Opak
- Kompakt und ohne Poren
- Mehrfarbig
- leicht erhältlich in Größen über 40mm Durchmesser
Ich habe z.B. schon mit Malachit und Chrysokoll experimentiert, aber diese Mineralien sind zu brüchig.
Buntkalke gehen ganz gut, sind farblich aber nciht unbedingt der Hammer.
Wenn ihr Mineralempfehlungen für mich habt, dann bitte-danke
LG TÜVtler
Brodi69:
Hallo TÜVtler
Der Einbau von Gesteinen oder Mineralien in Armbanduhren hat schon die Tissot (Rock Watch) fast zur Verzweiflung gebracht. Erst mal aber ein Kompliment für deine gezeigten Stücke... da bekomme ich gleich Kaufinteresse... aber das ist ein anderes Thema. Zu den Gesteinen oder Mineralien: Viele Mineralien sind in kristallisierter Form spaltbar, was sich auch oft im Namen wiederfindet (Kalkspat, Feldspat etc.), daher werden diese Mineralien oder Gesteine, in denen diese in grösseren kristallinen Partien vorkommen ungeeignet sein. Sedimente sind oft zwar farblich ansprechend, manchmal aber zu wenig verfestigt, als dass sie geeignet sind. Wobei hier auch verkieselte Gesteine, harte Kalkbänke oder methamorphe Gesteine wie Marmor teilweise sehr gut geeignet sind. Gneise und kristalline Gesteine können geeignet sein, haben aber oft auch Feldspatanteile, die wieder eine Brüchigkeit begründen.
Fazit: Generelle Aussagen sind kaum möglich, jedoch sind Aufzählungen möglicher Gesteine denkbar, die Liste würde jedoch sehr lang und du brauchst denke ich zu jedem Mineral oder Gestein einen Fundort... oder Bezugsquelle. Aus den Erfahrungen der Tissot bleibt dir letztlich aber nur das Austesten der Gesteine, ob sie geeignet sind. Viele Gesteine lassen sich aber stabilisieren und so verwenden. Was ich dir anbieten könnte sind ein paar wenige Jaspise, opake Achate, Hochdruckperidotit mit Pyropen (bedingt geeignet) anbieten, als Sammler aber nur in kleinen Mengen.
Grüessli
Christian
Wegschmeißit:
Hallo TÜVtler
Ich hab da mal ´ne ganz andere Frage: Was kostet so eine Uhr?
Gruß Dirk
heli:
Wenn ich mir so ansehe aus was für Materialien Steinobjekte (bei uns scheinen z. Z. vor allem Steinteller und -schüsseln sehr modern zu sein) gemacht werden, sollte es genügend Möglichkeiten geben. Allerdings sind diese Gesteine durchwegs stabilisiert um einerseits das Risiko des Zerspringens und andererseits ein Abbrechen am Rand zu reduzieren, was alleine schon durch die Belastung (Druck, Hitze) beim Schneiden und Schleifen passieren kann.
Aber auch viele Schmucksteine sind behandelt um die Stabilität zu erhöhen.
Da ich in diesem Bereich nicht tätig sind, kann ich dir leider nicht sagen, welche Mittel (vor allem Harze) hier im Einsatz sind.
Da müsste sich einer der Spezialisten aus der Ecke Steinbearbeitung melden.
Pit:
Hallo,
auch wenn das vielleicht nix besonderes ist, aber diverse Quarz-/Chalcedonvarietäten sind bestimmt gut nutzbar, wie Achat, Jaspis, Heliotrop, Chrysopras, Amethystquarz etc. Auch verkieseltes Holz kann sehr nett aussehen. Das meiste ist auch in Menge und Größe passend und mit ordentlicher Qualität erhältlich.
Abgesehen davon mal als Idee, warum nicht mal einen Glimmer wie Muskovit etc. spalten und in dünner Schicht verarbeiten, das stelle ich mir interessant vor (lässt sich halt nur nicht schleifen und polieren, und ist in zu dünner Schicht transparent).
Ciao, Peter
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