Gesteine / Rocks / Rocas > Schweiz / Switzerland
aus dem Nagelfluh, Chrüzegg, ZH, CH
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vanderheide:
Hallo Miteinander,
Jemand hat mir den folgenden Stein von der Wanderung mitgebracht. Beim Schleifen entstand eine rotbräunliche Brühe. Die Farbe des Steines ist eher bräunlich. Er zeigt keine Textur, ist völlig homogen, hat kein grosser Wiederstand (Härte im mittleren Bereich)... ein Sediment, vielleicht mit Eisen angereichert? Ist wahrscheinlich schwer zu bestimmen.
Gruss
Hans
smoeller:
Hallo,
Ich denke, es dürfte Radiolarit sein, also ein ehemaliges Tiefseesediment. Kommt in der Schweiz nich allzu selten vor.
Glück Auf!
Sebastian
felsenmammut:
Glück Auf!
womöglich handelt es sich bei dem Fund um einen Vertreter der Karbonatgesteine (z.B. Kalkstein oder Dolomit). Diese können mitunter Eisen als Eisenoxid/hydroxid enthalten und eben braun aussehen. Ein feinkristallines, isotropes Gefüge ist durchaus geläufig. Ein Karbonattest, bevorzugt mit Salzsäure, ersatzweise auch mit Essigsäure/Essigessenz, könnte die Vermutung untermauern oder widerlegen. Der Karbonattest kann auch an dem abgeschliffenen Gesteinsmehl durchgeführt werden. Ein Kieselkalk wäre auch noch denkbar, würde dann einen positiven Karbonattest ergeben und Fensterglas ritzen können.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
Brodi69:
Hallo Hans
Ich stimme Sebastian zu. Auch wenn "Nagerfluh" aus allem Möglichen bestehen kann, deutet der Fundort auf Radiolarit hin, da dieser in den mittleren bis östlichen Voralpen häufiger vorkommt, als im Westen... Anstehend findest Du das Gestein z.B. im Kt. Glarus bei Schwanden Richtung Elm zu Hauf...
Grüessli
Christian
vanderheide:
Vielen Dank für die Hinweise. Radiolarit ist mir einfach nicht in den Sinn gekommen. Ich habe vor Jahren mal einen geschliffen, der hatte etwas Textur, aber von der Farbe und der Konsistenz ziemlich ähnlich.
Ich habe HCL geträufelt - es gab keine Reaktion. Ich habe versucht Glas zu ritzen. Es hat feine Striche hinterlassen, aber keineswegs so geritzt wie zB Bergkristall.
Gruss
Hans
Bild: mein Radiolarit im Vergleich
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