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aktuelles LAPIS-Heft / Griesferner-Gletscher, Gefahrenhinweis zur Fundstelle
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Anatas:
Im aktuellen LAPIS-Heft findet sich ein Bericht über die Südtiroler Fundstelle im Pfitschtal, den Griesferner Gletscher.
Den Bericht halte ich für sehr gelungen - mit (wie immer) ausgezeichneten Fotos von Matteo Chinellato.
Leider hat der ital. Autor es in seinem Bericht (dieser dürfte ca. 5 Jahre alt sein) versäumt, auf die besondere
Gefährlichkeit dieser Fundstelle hinzuweisen ! Bereits 2009 habe ich zu dieser Fundstelle im Atlas den Vermerk:
"z. Zt. Lebensgefährlich" geschrieben.
Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige), Region / Südtirol (Bozen), Provinz / Wipptal / Pfitsch (Pfitschtal) / Griesferner Gletscher
1996 arbeiteten wir ca. 4 Stunden lang an dieser Fundstelle - als wir diese für ca. 1 Minute verlassen hatten,
(Essen bzw. Austreten) krachte ein ca. 5 m hoher Felsbrocken auf die Stelle und begrub alles unter sich. Mehr
Glück und Schutzengel kann man kaum verlangen. Ein weiterer Besuch endete für mich im Krankenhaus (Finger)
und die letzten zwei Besuche wurden dann abgebrochen, weil es uns dort nicht ganz geheuer war.
Der Griesferner bleibt für mich immer in doppelter Erinnerung - zum einen als Lieferant der schönsten Anatase
zum anderen als der gefährlichste Fundort in meiner inzwischen 37jährigen Sammeltätigkeit.
Die Fundstelle besteht aus Grüngestein das mit Calcit-Adern durchzogen ist, welche - wenn angelöst (Humin-Säuren)
für die Instabilität dort verantwortlich sind - denn es sickert Wasser ein und der Frost arbeitet weiter.
Vor allem die leicht schräge Schichtung des Grüngesteines dort trägt nicht zur Stabilität bei.
Anbei ein Foto von unserem letzten Besuch. Mit einem mitgebrachten Zerr-Gurt haben wir einen gefährlichen Brocken
weggenommen, aber leider dadurch die Sicherheit nicht verbessert. Sollte der markierte Brocken inzwischen weg sein,
werden darüber zwei weitere fast freihängende Brocken für Gefahr sorgen - und dies dürfte sich so fort setzen.
bogeyman:
Servus,
zu diesem Thema möchte ich mich auch äussern.
Ich kenne die Fundstelle ebenfalls, war bereits mehrmals dort und kann Gerhard nur zustimmen.
Bei jedem Besuch flogen uns Steine (Felsbrocken!!) um die Ohren, sodass wir die Suche bei den letzten Besuchen nur noch auf die untere Halde beschränkten.
Über die Nordwände von Hochferner und Griesferner donnerten in kurzen Abständen teils kleinwagen-große Fels- und Eisbrocken!!
Die Landschaft dort ist eine Wucht und auch die Mineralien, die dort vorkommen sind wirklich schön, aber es ist (wie Gerhard bereits schrieb) sehr gefährlich.
Der Anstieg ist mit ca. 3 Stunden auch nicht ohne, sodass ein Besuch gut überlegt sein sollte.
Es gibt in der Nähe noch andere Fundstellen, die vielleicht keine schönen Anatas-Kristalle bergen, aber bei weitem nicht so gefährlich sind.
Viele Grüße
Sascha
woelsendorfer:
Guten morgen Gerhard,
ich habe mir mal erlaubt deinen Text unter
Italien/Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige), Region/Südtirol (Bozen), Provinz/Wipptal/Pfitsch (Pfitschtal)/Griesferner Gletscher
unter Zugangsbeschränkungen wie folgt zu ergänzen:
--- Zitat ---Die Fundstelle besteht aus Grüngestein das mit Calcit-Adern durchzogen ist, welche - wenn angelöst (Humin-Säuren) für die Instabilität dort verantwortlich sind - denn es sickert Wasser ein und der Frost arbeitet weiter. Vor allem die leicht schräge Schichtung des Grüngesteines dort trägt nicht zur Stabilität bei.
--- Ende Zitat ---
.
Tendenziell könnten bei deinem Ursprungstext evtl. einige Sammler auf die Idee kommen, dass du sie bei dem Fundort nicht haben möchtest, wegen der tollen Funde. Man weiss ja nie wie einige denken :).
Glück Auf !
Micha
Anatas:
Hallo Micha,
vielen Dank - die Ergänzung im Fundstellenbereich finde ich gut - hatte ich glatt übersehen.
--- Zitat von: woelsendorfer am 07 Dec 13, 01:19 ---
Tendenziell könnten bei deinem Ursprungstext evtl. einige Sammler auf die Idee kommen, dass du sie bei dem Fundort nicht haben möchtest, wegen der tollen Funde. Man weiss ja nie wie einige denken :).
Glück Auf !
Micha
--- Ende Zitat ---
Das war mein größtes Problem beim Verfassen dieses Beitrages - diesen so zu schreiben, dass man wirklich und nachhaltig
auf die bestehenden Gefahr hinweist, aber eben nicht diesen Eindruck vermittelt ...
Glück Auf Gerhard
woelsendorfer:
Hallo Gerhard,
keine Ursache :)
Den Link dazu habe ich allerdings nicht bei meiner Nachricht hinzugefügt:
Italien/Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige), Region/Südtirol (Bozen), Provinz/Wipptal/Pfitsch (Pfitschtal)/Griesferner Gletscher
http://www.mineralienatlas.de/?l=8356
Glück Auf !
Micha
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