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Eisen/Arsen/Schwefel

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uwe:
Danke Sebastian, das war die Aussage die mich interessiert hat.

Gruß und Frohe Weihnacht
Uwe

balvan:
Ich verstehe nicht.


--- Zitat von: smoeller am 24 Dec 13, 10:01 ---Es gibt keine durchgehende Mischbarkeit, denn bei der Zusammensetzung FeAsS (Arsenopyrit) findet eine andere (monokline) Anordnung der Atome statt.

--- Ende Zitat ---

Geyerit zwischen durch Arsenopyrit und Lollingit.Keine Mischbarkeit hier.Dann ist Geyerit eigenstandig also.Extra Mineral aber nicht erforschen in Universitat.
Petr.

openpit:
Hallo,

zwischen Pyrit, Arsenopyrit und Löllingit bestehen keine isomorphen Reihen, lediglich ein diadocher Ersatz. Hingegen kommen häufig enge Verwachsungen der genannten Spezies vor, welche unter anderem aus der Entmischung von HP- und HT-Phasen hervorgehen können. So beschreibt unter anderem CLARK [1960, Economic Geology, pp. 1345 und pp. 1631] ebensolche.
Wo „Geyerit“ einzuordnen ist, ist mir nicht bekannt, da ich diesen bis dato nicht kannte, möglicherweise stellt er aber eine der genannten Verwachsungen dar.

Glück Auf!
Micha

smoeller:
Hallo,

Geyerit ist nicht eigenständig. Ist ein Löllingit , bei dem ein Teil des Arsens durch Schwefel diadoch ersetzt ist. Wie weit das geht, entzieht sich meiner Kenntnis. Offenbar ist weit vor dem halben Ersatz As durch S (also Arsenopyrit) Schluß, denn dann passen die Radien der Schwefelionen nicht mehr zur Struktur des Löllingits, es bildet sich eine andere (monokline) Struktur heraus, die des Arsenopyrits. Bei noch mehr Schwefel entsteht irgendwann eine weitere rhombische Struktur, die des Markasits.
Die engen Verwachsungen sprechen für Mischungslücken zwischen Löllingit und Arsenopyrit einerseits und Arsenopyrit und Markasit/Pyrit andererseits. Ähnliches findet man übrigens zwischen CaCO3 (Calcit) und MgCO3 (Magnesit), dazwischen liegt nur ein einziger Bereich mit der Zusammensetzung CaMg(CO3)2 (Dolomit), die übrigen Bereiche sind bei Raumtemperatur als ein homogener, einheitlicher Mischkristall weitestgehend inexistent. Nur bis zu einem bestimmten Grad kann der Calcit Mg aufnehmen. Höhere Mg-Gehalte als diese Grenze sind immer Verwachsungen von Calcit und Dolomit. Genauso wohl auch bei den Sulfiden. Bei höheren Temperaturen allerdings steigt die Mischbarkeit. Es entstehen dann Mischkristalle, die z.B. zwischen Arsenopyrit und Markasit liegen. Beim Abkühlen zerfallen diese unter Bildung eines fast reinen Arsenopyrits und eines schwach arsenhaltigen Markasits, wobei die Zusammensetzung des ursprünglichen Mischkristalls die Volumenanteile der beiden Mineralarten bestimmt. So entstehen die Verwachsungen.

Glück Auf!
Sebastian

uwe:
Das war wieder interessant, danke!

Aber was bedeutet diadoch? Beim googlen kommt da ein Feldherr Alexander des Großen heraus oder ein diesbezügliches Spiel. Dieser Feldherr kann aber sicher nichts mit der Struktur von Kristallen zu tun haben  ;).

Gruß
Uwe

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