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  • Vortrag: Graptolithen im Museum für Naturkunde Gera, DE: 15 Mar 14

Autor Thema: Vortrag zu Graptolithen im Museum für Naturkunde Gera  (Gelesen 1604 mal)

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Offline Hrouda

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Weltbekannter Fossilienforscher mit Vortrag zu Gast im Museum für Naturkunde Gera
Am Samstag, dem 15. März, lädt das Museum für Naturkunde Gera um 15.00 Uhr zum Vortrag „Wie auf Stein geschrieben - Schriftsteine, die vielgestaltigen Bewohner des Silur-Meeres“. Dazu nach Gera geholt wird der weltweit anerkannte Wissenschaftler Prof. Dr. Jörg Maletz, welcher derzeit an der Freien Universität Berlin tätig ist. Als er 2010 zu einem Arbeitsbesuch schon einmal in Gera war, lehrte der Paläontologe noch in Kanada. Prof. Maletz ist ein international renommierter Kenner von Graptolithen-Fossilien, die volkstümlich wegen ihrer Erscheinung „Schriftsteine“ genannt werden. Ihre „versteinerten“ Überreste werden zwar vielerorts auf der Erde, aber besonders häufig in Ostthüringen und Westsachsen gefunden. Millionen Exemplare ruhen z. B. gepresst in den Schiefern unter dem Raum Ronneburg, wo sie vor mehr als 400 Millionen Jahren das Silur-Meer bevölkerten. Dort schwebten die Tiere in grazilen Wohnbauten in den oberen Wasserschichten. Die unvorstellbar lange Zeit bis heute überdauert haben nur ihre Hüllen, die durch ihre weiße Farbe und skurrile Gestalt auf dem schwarzen Schiefergestein aussehen wie von Menschenhand mit Kreide gemalt oder geschrieben. Die Funde von Graptolithen-Fossilien in Mitteldeutschland sind zwar populär, jedoch existierten die seltsamen wirbellosen Tiere nicht nur während der Silur-Zeit. Die Fülle an Formen macht ihre Bestimmung sehr kompliziert. Daran versucht haben sich jedoch trotzdem die bekannten Geraer Heimatforscher Robert Eisel und Rudolf Hundt. Letzterer sammelte während seines Lebens sogar über 40.000 Exemplare.
Prof. Maletz wird die einheimischen Graptolithen-Funde auf Grundlage neuester Erkenntnisse in ihre gesamte Evolution einordnen. Spannende Fragen zum Leben, Körperbau und zu den konzentrierten Vorkommen fossiler Graptolithen im Großraum Gera werden dabei ebenso behandelt. Im Anschluss können in der Sonderausstellung „440.000.000 Jahre Leben“ echte Graptolithen aus der ehemaligen Sammlung Hundt betrachtet werden. Besucher, die Graptolithen selbst gefunden haben, können gern ausgewählte Exemplare zur Begutachtung mitbringen.
« Letzte Änderung: 06 Mar 14, 15:15 von Stefan »