Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Zeugen des Bergbaus / evidence of mining

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Konni:
Hallo zusammen,

@titanomagnetit, unser zuständiger Bezirksarchäologe hat mich ja damit beauftragt, das herauszufinden. Um hier in Großalmerode und Umgebung durchzusteigen, braucht man in erster Linie ungeheure Ortskenntnis, da ja nahezu alles 3 Mal umgegraben wurde. Ich versuche seit über 10 Jahren jeden Haufen und jedes Loch systematisch zuzuordnen, um die Sachen zu finden, über die man noch nichts weiß. Das eine oder andere Bodendenkmal hier geht schon auf mein Konto. Ich versuche, meine Kenntnisse in Archäologie weiter zu vertiefen, aber das reicht hier einfach nicht. Vieles kann man an der Flora und Pilzen ablesen, aber ich merke immer wieder, dass ich Mineralogie und Geologie einfach auch brauche, fange aber gerade erst an, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich finde es faszienierend aber auch extrem schwierig.

Nachdem ich heute mal um das leerstehende ehemalige Wirtsgebäude zuletzt nur noch Wohnhaus und alles verwildert) rumgestrunzt bin, habe ich tatsächlich einen Eingang zu so einem tiefen Felsenkeller gefunden. Ich hatte leider keine Lampe mit und Handyakku war auch leer. Am hintersten Ende des Kellers (der Eingang war direkt neben dem Haus) war ein zugemauerter Durchgang, aber die Mauer war kaputt und dahinter ging es weiter in den Berg. Von diesem Gang zweigt wieder ein zugemauerter Gang ab. Ganz hinten kam von oben Licht durch meinen Schacht, vom Keller aus war aber nur ein kleines Löchlein zu diesem Schacht und jede Menge Material war schon reingerieselt. Ich konnte aber erkennen, dass sich eine Art Kuppelhöhle dahinter befindet. Ich werde jetzt erst mal den Besitzer den Grundstücks rausfinden und um Erlaubnis bitten, das ganze mal genau unter die Lupe zu nehmen. Egal ob nur Bierkeller oder andere Bestimmung, es ist auf jeden Fall spannend. Und eines haben die Almeröder schon immer gemacht, nämlich die Gegebenheiten für sich zu nutzen. Es ist also nicht unmöglich, dass ein findiger Wirt einen alten Stollen gefunden und dann zum Bierkeller umfunktioniert hat. Das eigentliche Bierlager ist hinterm Rathhaus im Felsen. Der Schacht geht ca. 9-10m tief runter in den Muschelkalk, das habe ich mit einem Seil gemessen. Der Gang durch den Felsen vom Keller aus ist 4-5 m lang. Von dem oberen Steinbruch, der unterer Keuper ist, da bin ich mir jetzt sicher, habe ich bis dahin ca. 140 Höhenmeter durch den Muschelkalk zurückgelegt und komme in der Talsohle beim oberen Buntsandstein an. Der Steinbruch hat mit dem Schacht nichts zu tun, da bin ich sicher. Ich werde herausfinden, ob die Felsenhöhle genau an der  Trennschicht oberer Buntsandstein Muschelkalk ist und ob da Gänge abzweigen.

Fotos folgen

Liebe Grüße
Konni

Konni:
O. K., dann denkt Euch bitte jedes Mal, wenn ich Stollen geschrieben habe, Schacht. Danke ;)
Brunnen ist völlig abwegig, man ist direkt neben Quelle und Bach, also warum einen Brunnen durch den Felsen schlagen. Auf dem Grundwasser ist man da noch nicht. Den hätte man wohl eher unterhalb des Hauses angelegt. Einbrüche gibt es hier zuhauf. Die gehen nicht kreisrund durch 10m Felsen in gleichmäßigem Durchmesser.

???  :-\

Konni

balvan:
Doline!Bilder googlen! ;)
Höhle ist Möglichkeit.
Petr.

Konni:
Könnte vielleicht sein. dann müßte der Kalkstein durch Wasser ausgespült worden sein. Das sieht man doch mit Sicherheit. Es nützt alles nichts, ich muß da rein und Fotos machen.

Schönen Abend
Konni

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