Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Zeugen des Bergbaus / evidence of mining

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guefz:
Hallo,

fein verteiltes Eisen gibt es in vielen Gesteinen und sorgt dann für diese rostige Farbe. Abbauwürdig ist das dann aber noch lange nicht, die rostige Farbe gibt es schon bei ganz geringen Konzentrationen.

bis denn

Günter

Konni:
Guten Morgen,

vielen Dank für Eure Kommentare. Ja, Eisen ist hier überall drin. Was hier bekannt ist an Bergbau habe ich erfasst. Im Moment untersuche ich eine Stelle, an der bisher nichts bekannt ist und Kohle oder Ton oder Sand wurde da nicht abgebaut. Ich habe aber ein tiefes "Stollenloch" und diese Kalktuffquelle. Zwei Dörfer weiter weiß ich, dass Kupfer abgebaut wurde. Außerdem sind die Besitzverhältnisse der Flur sehr eingenartig, aber leider nicht nachvollziebar, da es keinerlei ältere Unterlagen gibt. Ich versuche, Puzzleteile zusammenzutragen. Deshalb interessiert mich, ob überhaupt mineralogisch die Möglichkeit besteht, dass dort irgendwas gewonnen wurde.

Noch erwähnenswert ist vielleicht, dass oberhalb des evtl. Stollens ein Sandsteinbruch ist, der Sandstein meiner Meinung nach aber viel zu weich und bröselig ist zum verbauen. Außerdem ist mir die Halde im Vergleich zu dem, was abgebaut wurde, viel zu groß. Es sieht so aus, als wäre man nicht auf den Sandstein, sondern auf das grünliche bröselige Zeug darunter scharf gewesen. Das Problem ist, dass ich keine Ahnung habe, wie das aussehen könnte, wonach ich suche.

Schönen Sonntag
Konni

Jochen1Knochen:
Hallo!
Wenn der Steinbruch schon alt ist,dann wird der lange offenliegende Stein der Verwitterung anfallen und dann ist es auch nicht ungewöhnlich,daß es bröselig erscheint.
Der vermeintliche Stolleneingang kann auch eine Sprengstoffkammer für den Bruch gewesen sein.
Warst du in dem Fall schon mal im Archiv des Landesamtes für Umwelt und Geologie in Hessen?
Die sollten eigentlich die nötigen Unterlagen der Betriebsperiode des Steinbruches besitzen und auch die genaue Geologie sollte dort zu erfahren sein.
Gruß Jens

Konni:
Hallo,

Nein, vielen Dank, bisher hab ichs nur im Staatsarchiv in Marburg versucht. Dem werde ich nachgehen, mal sehen, ob ich was finde.

Liebe Grüße
Konni

smoeller:
Hallo,

Versuche erstmal, die genaue Schicht heraus zu bekommen. Dann kann man weitersehen, ob in den Schichten irgendwelche größeren Erzanreicherungen bekannt sind.

Möglich wäre hier der Übergang oberer Muschelkalk zu unterem Keuper. Oder oberer Buntsandstein (Röt) in unteren Muschelkalk (dann müsste aber grau auf rot folgen). Nach der gegebenen Beschreibung bliebe eigentlich nur ersteres übrig. Aus dem oberen Muschelkalk wäre mir kein Erzvorkommen bekannt, wohl aber gibt es Kupfererze im Keuper und auch im oberen Buntsandstein.

Was allerdings viel wahrscheinlicher ist: Es handelt sich um einen Abbau von Kalkstein oder Mergel. Diese wurden vor dem Aufkommen von Kunstdünger im 19. Jhd. zur Verbesserung von Böden in Gebieten mit überwiegend Sandstein (wie es in Nordhessen viele im Bereich des Buntsandsteins gibt) oder auch zur Herstellung von Branntkalk für Mörtel und Tünche verwendet. Die meisten Gesteine des unteren Keupers, insbesondere diese bunten Mergel, sind meines Wissens zu weich für irgendwelche Bauzwecke. Höchstens ebenfalls als Dünger oder für Wegebau.

Glück Auf!
Sebastian

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