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Autor Thema: Diskussion zur Gliederung der Gesteinsseiten bzw Formationen  (Gelesen 15234 mal)

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Offline Lexikon

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« Letzte Änderung: 09 Sep 18, 22:11 von Stefan »

Offline Collector

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Löwenstein-Formation
« Antwort #1 am: 11 Jan 14, 23:57 »
Soweit ich verstehe, sind die Löwenstein-, Burg- Stubensandsteinformationen keine Gesteine oder deren Varietäten, sondern, wie schon im Namen angegeben, geologische Formationen. Sie gehören nicht in eine Gesteinsdatenbank.

Hier sollte mal ein Fachmann sein Wissen einbringen.
collector

Offline Erik

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #2 am: 12 Jan 14, 08:20 »
Da gebe ich Peter absolut Recht; mir ist das auch und vor allem bei den Geschieben aufgefallen. Irgendwelche Lokalnamen wie "Biskopåsen-Konglomerat" haben in der Gesteinsdatenbank gar nichts verloren, da bräuchte man etwas eigenes. Ein Konglomerat ist ein Konglomerat, fertig...

Gruß, Erik

Offline Collector

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #3 am: 13 Jan 14, 11:28 »

......da bräuchte man etwas eigenes....

Hallo Erik

da gebe ich Dir völlig Recht.  Vielleicht hat der Admin eine Idee, wie man dieses Thema behandeln könnte. 

Gruß
collector

Offline smoeller

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #4 am: 13 Jan 14, 12:12 »
Hallo,

Evtl. sollten wir noch einen Bereich Stratigraphie im Lexikon aufmachen. Da kann man dann die Formationen unterbringen und gleich (sofern dies bekannt ist) dem jeweiligen Zeitabschnitt zuordnen. Das wäre hier etwa Mesozoikum->Trias->Keuper (bzw. die entsprechende Stufe der internationalen Stratigraphie, aber der Hinweis auf Keuper sollte erhalten bleiben)->Unterkeuper (bzw. Mittelkeuper)->entsprechender Formationsname.

In die anschließende Beschreibung auf der Lexikonseite der Formation gehört dann u.a. auch der räumliche Bezug, denn manche Formationen existieren nur in bestimmten Regionen, und die exakte zeitliche Zuordnung (in Mio. Jahren vor heute).

Darunter kann man dann die vorkommenden Gesteine (am Besten mit Bildern!) aufführen.

Ansonsten denke ich, dass typische Varietäten (z.B. Rapakivi-Granit) durchaus auch auf der Seite Granit Erwähnung finden könnten, allerdings eben nicht als eigene Gesteinsart, sondern als bestimmte Varietät.

Oder aber ein eigener Lexikonbereich Geschiebe (Glaziale Geschiebe), wo dann die einzelnen Typen durchaus eigene Seiten haben könnten.

Glück Auf!
Sebastian

Offline oliverOliver

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #5 am: 13 Jan 14, 12:17 »
Ansonsten denke ich, dass typische Varietäten (z.B. Rapakivi-Granit) durchaus auch auf der Seite Granit Erwähnung finden könnten, allerdings eben nicht als eigene Gesteinsart, sondern als bestimmte Varietät.

sehe ich auch so.

Oder aber ein eigener Lexikonbereich Geschiebe (Glaziale Geschiebe), wo dann die einzelnen Typen durchaus eigene Seiten haben könnten.

find ich weniger gut - sollte schon bei den Gesteinen allgemein bleiben, das zersplittert sonst zu sehr. Und Geschiebe ist ja immer nur eine Erosionsform des Ausgangsgesteins.

Offline Philip Blümner

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #6 am: 13 Jan 14, 12:56 »
Hallo,

Evtl. sollten wir noch einen Bereich Stratigraphie im Lexikon aufmachen. Da kann man dann die Formationen unterbringen und gleich (sofern dies bekannt ist) dem jeweiligen Zeitabschnitt zuordnen. Das wäre hier etwa Mesozoikum->Trias->Keuper (bzw. die entsprechende Stufe der internationalen Stratigraphie, aber der Hinweis auf Keuper sollte erhalten bleiben)->Unterkeuper (bzw. Mittelkeuper)->entsprechender Formationsname.

In die anschließende Beschreibung auf der Lexikonseite der Formation gehört dann u.a. auch der räumliche Bezug, denn manche Formationen existieren nur in bestimmten Regionen, und die exakte zeitliche Zuordnung (in Mio. Jahren vor heute).

Bzgl. der Fossilien wäre das gar nicht mal schlecht!

Gruß Philip

Offline Collector

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #7 am: 13 Jan 14, 20:11 »


Oder aber ein eigener Lexikonbereich Geschiebe (Glaziale Geschiebe), wo dann die einzelnen Typen durchaus eigene Seiten haben könnten.

Ein Kommentar

Es scheint, dass wir hier - in diesem von uns gestalteten Medium - gezielt oder unbewusst aneinander vorbeiarbeiten und aneinander vorbeireden. Es geht um die komplexe Thematik einer "Gesteinsdatenbank", die, wie es den Anschein hat, von jedem Beteiligten anders definiert wird.

Für mich als Pragmatiker ist eine Gesteinsdatenbank identisch mit den von der IUGS definierten Begriffen, Definitionen und Zusammenhängen, bzw. einem Kontext.
Dies entspricht, mit Abstrichen, der Regie der IMA in der Mineralogie, welche für uns alle weltweit Verbindlichkeiten und Terminologie geschaffen hat und welcher wir uns willig fügen.

Was wir von der IMA kommentarlos als verbindlich und für richtig befunden akzeptieren, tun wir leider nicht im Falle der Gesteine. Wenngleich dies mit einem Konsens zu bewerkstelligen wäre, betrachtet hier jeder "seine" Gesteinsdatenbank nach seiner Religion oder nach Gusto.
Die sogenannte Gesteinsdatenbank im Mineralienatlas hat, nach einigen Geburtswehen, ein individuelles Eigenleben entwickelt. Leider nicht im Sinne einer wissenschaftlich brauchbaren Datenbank, sondern mit Wucherungen, Tumoren,  Interpretationen, Misch-Masch-Begriffen und fern-vom-Schuss-Definitionen.   Es werden echte (anerkannte) Gesteine mit Geschieben, Fossilien, Leitfossilien und – wie hier als Auslöser erwähnt – sogar stratigraphischen Einheiten vermischt.  Das erzeugt natürlich Volumen, jedoch keine Gesteinsdatenbank im Sinne der Petrographie.

Weder Geschiebe, noch stratigraphische Einheiten noch Leitfossilien gehören in eine Gesteinsdatenbank.  Einmal jedoch angelegt,  ist es (nach Parkinson), schwierig bis unmöglich, die wuchernden Strukturen auf ihr Sollmaß zurückzustutzen, bzw. Unzugehörigkeiten zu entfernen. Es spricht i.ü. nichts dagegen, für Geschiebe und stratigraphiche Einheiten gesonderte Datenbänke anzulegen. Ich kann diesen Gedanken von smoeller nur dankbar unterstützen, so er denn realsierbar wäre.

Es wäre empfehlenswert, das Ziel, nämlich eine brauchbare, international vergleichbare, auf wissenschaftlichem Stand befindliche echte Gesteinsdatenbank sowohl neu zu definieren als auch den bereits bestehenden Gesteinsurwald zu lichten. Das brächte dem Mineralienatlas Vertrauen und einen echten Gewinn. Eine Basis ist ja vorhanden, nur fehlt es am Schnitt der Wucherungen und der dazugehörigen Konsequenz zum weiteren Ausbau.

Gruß
collector

Offline Collector

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #8 am: 14 Jan 14, 23:38 »
Was meint der Admin dazu ? 

Schweigen im Walde - zu viel Arbeit und Stress im Neuen Jahr ?

Gruß von einem stressfreien Freund.
collector

Offline oliverOliver

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #9 am: 15 Jan 14, 09:09 »
kein Admin, nur ein Mod,  ;D - aber eine Meinung dazu hab ich schon:

Eine eigene Abteilung für Sratigrafie / Formationen fände ich auch sinnvoll. Da stimme ich Sebastian, Philip und Peter voll zu.
Bei den Geschieben hingegen bin ich nach wie vor der Meinung, dass diese den "Ausgangsgesteinen" zugeordnet werden sollten.
Man kann ja da dann z.B. vermerken "auch häufig als Geschiebe" od. auch "tritt nur als Geschiebe auf", bzw. bei Fototexten "nn in Form eines glazialen Geschiebes" anführen.

Offline Collector

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #10 am: 16 Jan 14, 19:38 »
Hallo Oliver,

wenn es unter den Geologen einmal einen Konsens gibt, ist das oftmals eine Sensation.   Deine Meinung zu Geschieben respektiert; meine Meinung bleibt explizit "Nein" .  Granit ist Granit ist Granit und Sölldammen-Granit oder Kummersoldammennurpjörr-Granit ist Granit.  Alles sind Granite. Und in einer Gesteinsdatenbank steht nur Granit.

Wir haben komischerweise alle akzeptert, dass es nur ein Mineral Azurit gibt, kein Altenmittlau-Azurit, kein Tsumeb-Azurit und schon garnicht Kerrouchen-Azurit.  WArum müsen wir dann in einer petrographisch korrekten Gesteinsdatenbank einen Kuldemommsenfjord-Granit als Gestein akzeptieren ?

Wegener hat 50 Jahre gebraucht, um seine Fachkollegen von der Richtigkeit seiner Plattentheorie zu überzeugen.   Zum Thema Plumes gibt es mittlerweile 120 Ansichten ohne Konsens.  Deshalb ist es nicht verwerflich, dass es auch noch Verfechter einer Theorie gibt, welche besagt, dass Geschiebe als gesonderte Gesteine zu betrachten sind.

Das Skelett einer international gültigen Gesteinssystematik habe ich bereits vor 4 Jahren in den Atlas gestellt.  Da finden sich alle bis dato bekannten Magmatite, Metamorphite und Sedimentite.  Aber keine Geschiebe, da deren Charakteristika ganz anderen Kriterien unterliegen.

Ich habe keine Probleme damit, die um Geschiebe aufgeblähte Gesteinssystematik à la Mineralienatlas anzuschaun - akzeptieren kann ich sie jedoch nicht, da sie zwar viel Volumen besitzt, jedoch vom wissenschaftlichen Standard abweicht.

In diesem Sinne
collector
« Letzte Änderung: 17 Jan 14, 00:22 von Collector »

Offline oliverOliver

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #11 am: 17 Jan 14, 09:47 »
Hallo Peter,

ich glaube wir reden da aneinander vorbei –
Dass die Gesteinsdatenbank so nicht korrekt ist, steht außer Frage !
(Das betrifft ja nicht nur die Geschiebe – unten noch ein paar Beispiele)
Dass ein „nn-Granit“ nicht gleichberechtigt neben „Granit“ stehen kann, ist auch völlig klar.

Ich wäre aber trotzdem eher für irgendeine Art von „hierarchischer“ Gliederung (evtl. die von Smoeller vorgeschlagenen „Varietäten“, oder das manchmal verwendete „Typen“, evtl. auch ganz allgemein „Erscheinungsformen des Gesteins“ etc.).
Ein Anfang wäre da ja schon gemacht, mit dem Auswahlkästchen „Alle Gesteine / nur offizielle Gesteine“ in der Liste. Leider wurde das auch nicht konsequent eingehalten.
So gibt es z.B. in der Liste „Melker Sand“ – Gestein wäre da Quarzsand, zudem ist die Bezeichnung überholt („Melker Sande“ und „Pielacher Tegel“ wurden zur Melk-Fm zusammengefasst). Oder z.B. der „Überbegriff“ Molasse – was der bei den Gesteinen zu suchen hat …..

Um nochmals auf die Geschiebe zurückzukommen – ich will ja keinem Geschiebesammler eine eigene Geschiebe-Abteilung vorenthalten – aber wie geht das weiter ?
Wenn dort dann unterschiedliche Gesteinsvarietäten gelistet werden – was ist dann (um bei den Graniten zu bleiben) z.B. mit den Graniten („Granittypen“) des Moldanubikums (Eisgarner Granit, Weinsberger Granit, Schremser Granit, Mauthausener Granit, etc.) ?
Kriegen die dann etwa auch eine eigene Abteilung ?
Ich würde da eine „hierarchische“ Zuteilung der Typen, Varietäten etc. zum Gestein Granit deutlich bevorzugen.
Ist aber nur ein Vorschlag, vielleicht hat ja noch jemand Ideen dazu.

Offline Collector

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #12 am: 17 Jan 14, 16:14 »
Hallo Oliver

nochmals meine Meinung: Nein - ich kann Deinem Vorschlag einer "Quasi-Hierarchie"  nicht zustimmen.
Um beim Granit zu bleiben: Es gibt Granit als Gestein. Es gibt nur 4 Granittypen: A-, I-, S- und M-Granit.  Es gibt zahlreiche echte Granitvarietäten, wie Alkalifeldspatgranit.  Das alles - richtig angeordnet, führt zu einer anerkannten hierarchischen Ordnung.
Der gemeinsame Nenner: Die chemische Zusammensetzung

Geschiebe sind weder das Gestein per se, noch Typen, noch Varietäten. Es sind einfach nur transportierte Gesteine (erratic rocks), deren Name darauf hindeutet, woher dieser transportierte Gesteinsbrocken mal irgendwann kam.  Und als solche gehören sie nicht in eine Gesteinsdatenbank.
Der gemeinsame Nenner: Der Ort, woher die Geschiebe stammen (könnten).

Wer möchte, kann sich natürlich selbst eine separate Geschiebedatei einrichten. Da kann dann nebem dem Ratarata-Granit aus Norwegen auch der Lac Garden-Granit aus Canada, der Chu-Lan-Go-Granit aus Sichuan, der Patrijowitsch-Granit aus Yakutien und so an die 100 andere Granit-Geschiebe aus aller Welt, wo immer es Eiszeiten und Gletscher gab,  aufgelistet werden.

Wie gesagt, das ist meine Sicht der Dinge.

Wie es ausschaut, reden nur wir beide über dieses Thema; könnten wir also auch telefonisch oder per PM machen, da es wohl niemand außer uns interessiert, bzw. weil es hier im Atlas wohl bedauerlich nur sehr wenige gibt, die fachlich qualifiziert sind, hier qualifizierte Beiträge zu leisten.

Da in meiner Sicht (wiederhole: meine Meinung) die Gesteinsseiten im Atlas ein totales durcheinandergewürfeltes Sammelsurium, nur keine Gesteinsdatenbank darstellen - und wo es wohl aufgrund der sehr unterschiedlichen "Auffassungen" (leider aber kein Wissen) und des enormen Aufwandes, hier ein System reinzubringen, kaum zu Änderungen kommen wird, klinke ich mich aus dem Thema aus.

collector

Offline balvan

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #13 am: 17 Jan 14, 18:29 »
Das ist richtig wie Collektor schreiben.Wenn ich gehen in Baumarkt und machen Foto von Fliese von Granit kann ich viele Variante von Granit Seite gestalten.Wenn ich gehen in Stadt und machen Foto von Kirche oder altes Haus kann ich viele Variante von Seite Marmor gestalten.Alle Architekt haben Verkaufsmuster von viele Steinbruch aus unser Welt.
Hier kann nur Foto von Stein in Hauptseite gebracht werden.Dann alles unnutz wegmachen.
Petr.

Offline Jochen1Knochen

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Re: Löwenstein-Formation
« Antwort #14 am: 18 Jan 14, 19:57 »
Hallo!
Mir würde da noch dazu einfallen,daß der Urheber dieser Geschiebeseiten diese zusammenfassend als geologisches Porträit darbieten könnte.Da in den Seiten doch einige Arbeit drinsteckt wäre es das bestimmt wert,eiszeitlich etwas zu gestalten.
Gruß Jens

 

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