Oder aber ein eigener Lexikonbereich Geschiebe (Glaziale Geschiebe), wo dann die einzelnen Typen durchaus eigene Seiten haben könnten.
Ein Kommentar
Es scheint, dass wir hier - in diesem von uns gestalteten Medium - gezielt oder unbewusst aneinander vorbeiarbeiten und aneinander vorbeireden. Es geht um die komplexe Thematik einer "Gesteinsdatenbank", die, wie es den Anschein hat, von jedem Beteiligten anders definiert wird.
Für mich als Pragmatiker ist eine Gesteinsdatenbank identisch mit den von der IUGS definierten Begriffen, Definitionen und Zusammenhängen, bzw. einem Kontext.
Dies entspricht, mit Abstrichen, der Regie der IMA in der Mineralogie, welche für uns alle weltweit Verbindlichkeiten und Terminologie geschaffen hat und welcher wir uns willig fügen.
Was wir von der IMA kommentarlos als verbindlich und für richtig befunden akzeptieren, tun wir leider nicht im Falle der Gesteine. Wenngleich dies mit einem Konsens zu bewerkstelligen wäre, betrachtet hier jeder "seine" Gesteinsdatenbank nach seiner Religion oder nach Gusto.
Die sogenannte Gesteinsdatenbank im Mineralienatlas hat, nach einigen Geburtswehen, ein individuelles Eigenleben entwickelt. Leider nicht im Sinne einer wissenschaftlich brauchbaren Datenbank, sondern mit Wucherungen, Tumoren, Interpretationen, Misch-Masch-Begriffen und fern-vom-Schuss-Definitionen. Es werden echte (anerkannte) Gesteine mit Geschieben, Fossilien, Leitfossilien und – wie hier als Auslöser erwähnt – sogar stratigraphischen Einheiten vermischt. Das erzeugt natürlich Volumen, jedoch keine Gesteinsdatenbank im Sinne der Petrographie.
Weder Geschiebe, noch stratigraphische Einheiten noch Leitfossilien gehören in eine Gesteinsdatenbank. Einmal jedoch angelegt, ist es (nach Parkinson), schwierig bis unmöglich, die wuchernden Strukturen auf ihr Sollmaß zurückzustutzen, bzw. Unzugehörigkeiten zu entfernen. Es spricht i.ü. nichts dagegen, für Geschiebe und stratigraphiche Einheiten gesonderte Datenbänke anzulegen. Ich kann diesen Gedanken von smoeller nur dankbar unterstützen, so er denn realsierbar wäre.
Es wäre empfehlenswert, das Ziel, nämlich eine brauchbare, international vergleichbare, auf wissenschaftlichem Stand befindliche echte Gesteinsdatenbank sowohl neu zu definieren als auch den bereits bestehenden Gesteinsurwald zu lichten. Das brächte dem Mineralienatlas Vertrauen und einen echten Gewinn. Eine Basis ist ja vorhanden, nur fehlt es am Schnitt der Wucherungen und der dazugehörigen Konsequenz zum weiteren Ausbau.
Gruß
collector