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Diskussion zur Gliederung der Gesteinsseiten bzw Formationen
Collector:
Hallo Jens
exzellente Idee !
Das Thema Geschiebe - resp. mit allen "eiszeitlichen" Anlagen, aufgebaut als ein Geologisch-petrografisches Portrait - das wäre doch was Lesenswertes. Bdei entsprewchender spannender Aufmachung und Skript auch bestimmt was für die Nicht-Geschiebe-Leute.
Mal sehen, was die Admins, Mods und Geschiebe-Sammler dazu meinen.
Dessenungeachtet: Bei der Gestaltung der Atlas-Gesteinsdatenbank, so hat sich das gezeigt, muss so einiges getan werden. Dazu bedarf es aber Admin-Entscheidungen und die stehen hier aus.
Gruß
collector
Collector:
bitte die Diskussion nicht in der Versenkung verschwinden lassen.....
collector
Jörg:
Hallo Leute,
habe mich in letzter Zeit aus priv. und gesundheitlichen Gründen etwas rar gemacht.
Doch zum eigentlichen Thema.
--- Zitat von: Erik am 12 Jan 14, 08:20 ---Da gebe ich Peter absolut Recht; mir ist das auch und vor allem bei den Geschieben aufgefallen. Irgendwelche Lokalnamen wie "Biskopåsen-Konglomerat" haben in der Gesteinsdatenbank gar nichts verloren, da bräuchte man etwas eigenes. Ein Konglomerat ist ein Konglomerat, fertig...
Gruß, Erik
--- Ende Zitat ---
@Erik:
Sorry, aber selten so einen Blödsinn gehört :o
Biskopåsen-Konglomerat ist kein Lokalname, sondern er beschreibt das Konglomerat vom Bisko Påsen, welches nur dort ansteht.
Dann könnt Ihr für Basalt ja auch nur "Basalt" schreiben - Fertig aus.
Warum dann bei denen auch noch andere Varianten aufführen?
Wollt Ihr Basanit oder Ankaramit auch streichen, weils ja quasi ne Variante von Basalt ist.
Ach ja, Trachyt gehört ja auch noch in die Richtung: Streichen.
Rhyolith ist natürlich auch Dummsinn.
Ist ja auch son Zeug, was aus dem Vulkan kommt.
Und wo wir schon dabei sind: Vulkanite und Plutonite sind sich ja auch ähnlich.
Ich würde also anregen alle Themen im MA komplett zu löschen, und nur noch 2 Seiten zu belassen:
"Liebe User, alle Steine die ihr gefunden habt, sind 1. Sedimentite oder 2. Magmatite.
Und dann vielleicht nur kurz beschreiben:
zu 1. Ist so´n verteinertes Zeug vom Fußboden, zu 2. Kommt aus der Tiefe.
Meckermodus aus
Nee. das kann doch nicht Euer Ernst sein, dass hier geologische Termini ausgehebelt werden sollen.
Wenn hier ein Quartärgeologe mitliest, wird er (nach einem Heulanfall) sicherlich bestätigen, dass sich die Geologie, zumindest die Quartärgeologie wissenschaftlich mit Geschieben befasst; auch hier sollten die alten Formationsbezeichnungen Gültigkeit behalten.
Denn hinter jeder Formationsbezeichnung (sprich Eigenname), verbirgt sich ein Gestein mit einmaligem Chemismus, bzw. und/oder Gefüge.
Granit und Gneis werden ja auch nicht in einen Topf geworfen, weil sie von den Bestandteilen das Gleiche sind ...
Biskopåsen-Konglomerat (ich bleibe da mal exemplarisch bei) ist die wissenschaftliche Bezeichnung für ein unverwechselbares Konglomerat aus einem bekannten Anstehenden, basta aus.
Denke, dass ein wissenschaftlich festgelegter (und bekannter) Gesteinsname nicht aus der Datenbank fallen sollte.
Biskopåsen-Konglomerat ist wie gesagt ein wissenschaftlicher Terminus.
Wenn z.B. "Mondstein" in keine Datenbank gehört, da würde ich sofort ja sagen, aber so ...
@Jens und Collector:
Da ich das Biskopåsen-Konglomerat hier eingestellt hatte, fühle ich mich u.a. mal mit angesprochen, bezüglich des quartärgeologischen Portraits.
Ja, das wäre echt eine Überlegung wert. Doch bei mir hapert es aktuell heftig mit der Zeit (Mutter nach Schlaganfall mit 92 Jahren schwerpflegebedürftig - rund um die Uhr - bei uns im Haus).
Musste auch die Exkursionen in Dk für dieses Jahr kanzeln :'(
Idee ist allerdings gut.
Soweit meine Meinung dazu.
Beste Grüße in die Runde
Jörg
Nachtrag an alle, welche die Geschiebekunde (Quartärgeologie) mit ihren Fachtermini nicht als geowissenschaftliche Disziplin anerkennen:
Ihr wisst doch, was die im Mittelalter mit Ketzern gemacht haben 8)
Jörg:
@OliverOliver:
--- Zitat von: oliverOliver am 13 Jan 14, 12:17 ---
--- Zitat von: smoeller am 13 Jan 14, 12:12 ---Ansonsten denke ich, dass typische Varietäten (z.B. Rapakivi-Granit) durchaus auch auf der Seite Granit Erwähnung finden könnten, allerdings eben nicht als eigene Gesteinsart, sondern als bestimmte Varietät.
--- Ende Zitat ---
... Und Geschiebe ist ja immer nur eine Erosionsform des Ausgangsgesteins.
--- Ende Zitat ---
Richtig im Ansatz und doch falsch.
Die Namen eines Geschiebes beziehen sich immer auf das bekannte Anstehendgestein.
Namensgebung eines Geschiebefundes nur bei bekanntem und unverwechselbarem Anstehenden.
Insgesamt oben genanntes impliziert, dass "Rapakivi-Granit" für eine Aufnahme in die Gesteinsdatenbank ok wäre.
Das Geschiebe mit Namen "Aland-Rapakivi" jedoch nicht.
Der Aland-Rapakivi ist jedoch ein absolut unverwechselbares Rapakivigestein, welches von allen anderen Rapakivis abweicht.
Ich denke, dass das Problem in der Namensgebung für Geschiebe als Formationsnamen liegt.
Das ist in der Geschiebekunde eine ganz andere Baustelle, als wenn ich den Begriff "Löwenstein-Formation" wähle, für Gesteine, die sonst an anderen Lokalitäten vorkommen.
Das ist in der Geschiebekunde nicht so.
Ein Geschiebename ist gleich zu setzen mit einer Bezeichnung für eine besondere Gesteinsvariante, welche petrographisch von allen sonst bekannten Gesteinen abweicht.
Ich hoffe, ich konnte das noch mal verdeutlichen.
Beste Grüße
Jörg
Stefan:
Mineralienatlas Lexikon Gesteine
Gelegentlich kommt meist gut gemeinte Kritik an unserem Lexikon in Bezug auf die Gesteine. Dies ist sehr wünschenswert und auch hilfreich und gewollt. Da einige der Punkte aber darauf hindeuten, dass es eventuell Grundlegende Verständnisunterschide gibt, möchte ich hier eine Diskussion zu den Gesteinen anregen und auch die Philosophie etwas näher bringen.
Wie bei Gestein bereits beschrieben folgen wir möglichst diesen Pfaden:
Wir versuchen in unserer Gesteins-Aufstellung eine logische, systematische, hierarchische und nachvollziehbare Gesteinsklassifizierung umzusetzen, die so nah wie möglich an die Empfehlungen der IUGS angelehnt ist. Bei der Benennung der Gesteine werden u.a. Änderungsvorschläge des BGS (British Geological Survey) mit umgesetzt.
Nachzulesen hier:
http://www.bgs.ac.uk/bgsrcs/
Der Versuch einen Baum der Gesteine aufzubauen ist nie vollkommen.
Varietäten, Geschiebe
Wir unterscheiden auch nicht nach Varietäten und "echten" Gesteinen. Das tut im Übrigen kaum jemand in der Literatur. Fast alle Varietäten werden ebenso mit Ihrem Varietätennamen als Gestein angesprochen. Wir werden dem dadurch gerecht, dass Varietäten unter dem jeweiligen Gesteinen im Baum eingehängt werden. Die Diskussion wann ist ein Gestein eine Varietät und wann ein eigenständiges Gestein ist damit obsolet. Etwaige Informationen und Ergänzungen können bei jeder Varietät und auch Gestein im beschreibenden Text eingefügt werden. Das verschafft Klarheit. Der Baum gibt insg. nur einen Überblick was gehört in welche Menge.
Gesteine die unterschiedlichen Ursprungs sein können
Es gibt Gesteine die unterschiedlich enstehen können oder deren Zusammensetzung eine Eingruppierung in mehrere Gruppierungen erlaubt. Zum Beispiel Metasedimente sind sowohl "Metamorphe Gesteine" als auch "Sedimentäre Gesteine". Dies stellt für unsere Baumstruktur keinerlei Problem dar. Das Gestein oder die Gesteinsgruppe / Überbegriff wird einfach beiden Gruppen zugeordnet. So auch bei Minette einem Magmatisch und Sedimentärem Gestein.
Hier grafisch dargestellt als Beispiel: Minette, Kaolin (kann mit der Maus bewegt werden falls sich was überlagert)
Insgesamt bietet unser System umfangreiche Möglichkeiten die Gesteine abzubilden.
Die IUGS ist sicher einer der großen Massstäbe mit denen wir Messen müssen. Dies ist aber nur dort möglich wo Informationen zugänglich sind. Die BGS (British Geological Survey) stellt öffentlich zahlreiche Dokumente bezüglich der Klassifizierung von Gesteinen zur Verfügung. Abweichungen zum Schema der IUGS werden dargstellt und die Arbeit ist von der IUGS abgeleitet. Diese Schemas nutzen wir u.a. für die Struktur unseres "Baumes".
Anregungen
Ich höre hier und da sicher gut gemeinte Kritik, dass dies und jenes nicht passen würde. Dem möchte ich nicht widersprechen, aber auch nicht vorbehaltlos beipflichten. Meist sind die Kommentare so weit gefasst, dass es nicht möglich ist im Detail darauf einzugehen und Veränderungen herbei zu führen. Veränderung heißt nachweisbare und nachvollziehbare Quellen. Texte und Passagen zum nachlesen. Und auch konstruktive Vorschläge gehören dazu.
Ich könnte sicher noch mehr ausführen, aber das soll ja kein Monolog werden.
Indiesem Sinne möchte ich jeden Einladen unser Lexikon besser zu machen.
Besten Gruß
Stefan
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