Hallo zusammen,
es ist hier bereits das meiste gesagt (geschrieben) worden, was mehr oder weniger wichtig für den Besuch eines Steinbruches ist, trotzdem möchte ich noch eine Kleinigkeit dazufügen:
Während meiner Zeit als aktives Mitglied im Freiburger Mineralienverein (VFMG), war ich für Exskursionen zuständig.
Unter anderem waren wir auch in mehreren Steinbrüchen tätig. Abgesehen von der Verantwortung als Exkursionsleiter, war ich immer mehr als froh, wenn alles glatt lief und niemand zu Schaden gekommen ist.
Es gab dabei mehrere Varianten, wenn es um die Zusage der Besitzer ging:
In Frankreich waren wir in einem Bruch, in dem der Besitzer selbst sammelt und auch verkauft. Hier gab es keine Einschränkungen, wir durften sogar mit den PKW direkt vor Ort fahren, was bezgl. des Mineralientransports sehr gut war.
- Ob und welche gestzlichen Vorschriften das Betreten von Steinbrüchen in Frankreich regeln, weiss ich nicht.
Im mittleren Schwarzwald bekam ich die Erlaubniss vom Besitzer und dem Betriebsleiter, letztlich musste ich nur noch beim Betriebsleiter anrufen, dann war Er auch am Sammeltag morgens vor Ort und hat uns eingewiesen. Dabei erzählte Er u.a. , dass selbst, wenn alle Exkursionsteilnehmer mit Ihrer Unterschrift einen sog. Haftungsausschluss des Betreibers unterzeichnen (dieser wurde vom Verein gedruckt), und etwas passiert, der Betreiber trotzdem haftet, weil normalerweise niemand ausser den Mitarbeitern in den Bruch darf, - und der Besitzer durch geeignete Bauliche Massnahmen >> Zaun, Gitter etc. sicherzustellen hat, dass unbefugte nicht in denSteinbruch gelangen können, - es sei denn, sie klettern über den Zaun. Somit hat der Besitzer schon bei Erteilung einer Erlaubniss den "schwarzen Peter" auf der Hand.
Auch von anderen Unannehmlichkeiten mit Sammlern hat der Betriebsleiter berichtet:
Einer der hauptsächlichen Gründe, warum wir Sammler so - teilweise verhasst sind, ist der, dass es öfters vorkommt, dass kaputtes Werkzeug, Cola oder Bierdosen und andere metallische Gegenstände achtlos liegenbleiben, oder mal ein Meissel oder Hammer irgendwo reinrutscht und nicht mehr gefunden wird.
Dies hat zur Folge, dass die Brecher sehr beschädigt werden können, - was natürlich einen längeren Produktionsausfall und hohe Kosten mit sich bringt. Im Falle der kleineren metallischen Teile wie Dosen, abgebrochene Meisselspitzen etc. stoppen Sensoren an Bändern, die zur Sicherheit
nach Schäden durch Baggerzähne und leider auch von Sammlerwerkzeug an Brechern, entstanden sind, den Transport von Haufwerk in die Brecher. Dann muss das Band nach dem Metallteil abgesucht werden und der Betriebsleiter sagte mir, dass der Hauptgrund solcher unplanmässigen Stopps meist von Sammlern verursacht wird. >>>> Hierbei sind alle Sammler angesprochen, durch Ihr Verhalten die Situation nicht noch mehr zu stressen.
Im dritten Fall hatte ich die Erlaubniss vom Besitzer, weil der ehemalige Betriebsleiter selbst sammelt und Er die Exkursionen im Steinbruch selbst unter die Fittiche nimmt. Allerdings hat der Besitzer unmissverständlich erklärt, dass, wenn der ehemalige Betriebsleiter,der leider auch nicht mehr der jüngste ist, mal nicht mehr kann, es aus ist mit dem Sammeln in dem Steinbruch.
Dies waren meine Aspekte zum Thema Sammeln in Steinbrüchen
Grüsse,
Bernd
