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Kleiner Einblick in das Mineralienmuseum Kupferdreh
Klinoklas:
Hallo Maik,
ich weiß, dass bei meinem letzten Besuch auch regionales aus dem Kohlebergbau dort zu sehen war.
Die Stufen sind auch teilweise garnicht ohne. Bleiglanz, Zinkblende, Markasit, Millerit, Calcit und Baryt
zum Beispiel gab es in fantastischen Stufen im Ruhrbergbau.
Die abgebildete Stufe ist aber ganz sicher Elmwood. Wie das Amen in der Kirche.
Natürlich gibt es die auch in dem Museum Kupferdreh. ;)
Gruß
René
woelsendorfer:
Hallo,
da ich in der Vergangenheit eine große Ruhrgebietssammlung hatte hier mal einen Kommentar von mir zu dem Thema.
Bis Ende der 90iger Jahre war ich hin und wieder im Mineralienmuseum in Essen Kupferdreh und ein Besuch lohnte sich immer (wieder) … zumal man diesen Besuch mit einem Tagesausflug an dem schönen Baldeneysee, der unweit des Museums liegt, verbinden kann und beides, mit Kinder, auf dem Fahrrad, sicher auch ein Erlebnis für alle Beteiligten sein wird.
Wie sich das Museum nach dem Umbau entwickelt hat kann ich hier leider nicht beschreiben, da ich vor längerer Zeit ins Ausland, nach Bayern :), ausgewandert bin.
--- Zitat ---in der Zeit des Kohleabbaus nichts gefunden wurde?
--- Ende Zitat ---
Allgemein dazu, grober Überblick:
Die Steinkohlenzechen des Ruhrreviers, dazu gehört auch das Gebiet am Niederrhein und in Ostwestfalen haben immer wieder Mineralienfunde geliefert. Mineralien kamen in erster Linie auf den Steinkohlenzechen vor die u.a. Fettkohle gefördert hatten, das waren die Zechen zwischen dem Fluss Ruhr, im Süden des Ruhrgebietes gelegen, daher der Name Ruhrgebiet und dem Fluss Lippe, der nördlich des Ruhrgebietes liegt. Südlich der Ruhr gab es die sogenannte Mager- und Eßkohle und nördlich der Lippe die Gas-, Gasflamm- und Flammkohlenschichten die abgebaut wurden.
Im Abbau der Fettkohle kamen Mineralien im Hangenden und Liegenden vor, also über und unter dem Fettkohlenflöz.
Weiterhin wurden in den sogenannten Gebirgsverschiebungen untertägig sehr viele Mineralien gefunden. Ich nenne hier mal als Beispiel den Tertiussprung (bekannt für die berühmten Tannenbaummarkasite) auf der Zeche Friedrich der Große, den Primus Sprung (große Bergkristallstufen zum Teil überzogen mit Markasit und Zinkblende) auf der Zeche Unser Fritz, das Hülsdauer Blatt (riesige Barytsärge) von Zeche Westerholt.
Neben der Steinkohle wurde auf verschiedenen Bergwerken auch Erz gefördert. Zu nennen sind hier in erster Linie die Zechen Christian Levin in Essen und die Erzschächte der Gewerkschaft Stein V, eine Tochter der Gewerkschaft Auguste Victoria in Marl.
Diese Erzschichten kamen auf viele andere Bergwerke ebenfalls vor, aus Kostengründen hat man von einem Abbau allerdings Abstand gehalten. Bekannt sind z.B. die Verleihungen auf Erz und Zink auf dem Steinkohlenbergwerk Westerholt in Gelsenkirchen-Buer, welches beim durchörtern (durchfahren) dieser Schichten sehr viele erstklassige Bleiglanz und Zinkblendestufen geliefert hat.
Fluoritfunde sind mir ebenfalls bekannt geworden und zwar fand man im Bergematerial auf der Pattberghalde in Moers-Repelen, der Zeche Rheinland, kleinste Fluoritwürfelchen. Zum gleichen Zeitpunkt wurden hier auch himmelblaue Barytkristalle gefunden.
--- Zitat ---ist nahezu der komplette Fund an Mineralien aus dieser Zeit in Privatbesitz
--- Ende Zitat ---
Einen guten Sammlungsbestand hat das Museum in Essen Kupferdreh, wie viel davon ausgestellt ist kann ich nicht sagen. Weiterhin gab es immer gute Ausstellungen im Poppelsdorfer Schloß in Bonn und im Dortmunder Naturkundemuseum.
Bergleute die untertägig Mineralien gesammelt haben sind bis weit in die 60iger Jahre eher selten zu finden, da der Bergmann in der Steinkohle bei den damaligen Abbaumethoden froh war täglich das Tageslicht wieder lebend zu erblicken und geborgenes Stufenmaterial längst nicht die Preise erzielten wie in den berühmten deutschen Erzlagerstätten.
Zu den abgebildeten Fotos möchte ich mich nicht weiter äußern, nur so viel, dass die Stufen auf den Fotos 3, 4, 6 und 7 (vermutlich) nicht aus dem Ruhrbergbau stammen.
Netten Gruß
Micha
mineralienguenni:
Hallo
Ich war heute in diesem Museum und ich muss ehrlich sagen,meine Begeisterung hielt sich doch sehr in Grenzen.Ich hatte mir doch mehr erhofft.Es sind zwar einige wirklich tolle Stufen dabei,aber insgesamt für ein" Mineralien Museum" doch etwas wenig.Man hat in fünf Minuten wirklich alle Mineralien gesehen.Übrigens stammen die Stufen fast alle aus den USA.Eine Amethystdruse aus Uruguay und eine große Platte mit Kappenquarzen aus dem Sauerland.Ich hatte auch gehofft Stufen aus der Region zu sehen.Wenn man bedenkt,daß ich aus Duisburg teilweise mit Berufsverkehr allein für hin und rückfahrt insgesamt über drei Stunden unterwegs war,brauche ich das nicht nochmal.
Aber das ist meine Meinung,anderen gefällt es vielleicht besser.
Glück auf
Günter
Klinoklas:
Hallo,
Es gibt auch Menschen die schaffen das National History
Museum oder British Museum in London in einer Stunde.
Ich könnte mich da 1 Woche einnisten und hätte sicher nur
die Hälfte gesehen. (Wenn überhaupt)
Im Mineralienmuseum in Essen Kupferdreh bin ich aber seit
dem Umbau nicht mehr gewesen, deshalb kann ich nichts
dazu sagen wie es dort heute ist.
Aber ich weiß, dass ich früher viel länger als 5 Minuten
da drin war. Und dass es auch regionale Mineralien gab.
Wie gesagt, es war nie eine Terra Mineralia, aber immer
sehr nett.
Damals!
Gruß
René
woelsendorfer:
Glück auf Günter,
ob das Ruhrlandmuseum in Essen Stadtmitte mittlerweile abgerissen ist, ist mir nicht bekannt.
Kupferdreh war (ist?) eine Außenstelle des Ruhrlandmuseums gewesen.
Ob der Mineralienbestand vom Ruhrlandmuseum zur Zeche Zollverein in Essen ausgelagert wurde und dort mittlerweile ausgestellt ist, laut Wiki war eine Auststellung in der ehemaligen Wäsche (Aufbereitung) Schacht 12 geplant, müsste rauszufinden sein.
Das (ehemalige) Ruhrlandmuseum hat (hatte) zumindest einen sehr guten Bestand an Mineralien aus dem Ruhrkarbon.
Glück auf
Micha
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