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Steinsäge 250mm Umdrehungszahl
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ducku:
Hallo,
ich habe einen gebrauchten "Jean Wirtz Cuto 20" Sägeautomaten vor dem Sperrmüll gerettet und meinen Mineralienschneide-Bedürfnissen angepasst. Das Sägeblatt ist 250mm im Durchmesser, wobei ich ein diamantgesintertes Blatt gekauft habe. Die Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors ist 2880U/min, bei ziemlich üppigen 2,2kW. Es gibt eine Kühlung in Form von zwei auf das Blatt gerichteten Düsen, die das Kühlmittel direkt auf das Blatt bzw. auf den Schnitt spritzen.
Nun meine Frage: Ist die Geschwindikeit zu hoch? Meine andere 250mm-Säge fährt nämlich "nur" mit 1440 U/min, bei Wannenkühlung. Mit einem nachträglich (teuren) Frequenzumformer könnte ich natürlich die Geschwindigkeit runterregulieren, aber ich frage mich, ob das notwendig ist. Noch zur Info, das Schnittgut wird händisch mit einer Kurbel an das Blatt geführt.
lg,
Ducku
Gerhard:
Hallo Florian
So einfach lässt sich Deine Frage nicht beantworten.
Das sägen von Steinen und Mineralien hängt von verschiedenen Faktoren ab,wie Vorschub,Schnitttiefe ,Typ der Trenn-
scheibe ,Steinmerkmale u.a.
Mal so im allgemeinen geht man von der Schnittgeschwindigkeit aus.
so beträgt sie bei Achat 15-30 m/s
Jaspis 6-15 m/s
Fluorit 50-70 m/s um einige zu nennen.
Bei einer Schnittgeschwindigkeit von 20m/s würde die Drehzahlgeschwindigkeit bei einem Sägeblatt -250 mm-
etwa 1300 U/min betragen
bei einem Sägeblatt von 150 mm = 1900U/min
300 mm= 1270U/min
Gruss Gerhard
ducku:
Hallo Gerhard,
um ein paar Fakten zu schaffen: Der Vorschub ist manuell über eine Kurbel und Spindel. Die Schnitttiefe ist maximal 9,5 cm, die Trennscheibe ist eine normale gesinterte Trennscheibe mit Diamantrand (von H&B). Meist schneide ich Quarze aller Art. Ich denke aber, dass bei einer durchschnittlichen Schnittgeschwindigkeit von 15m/s für Quarz mein Motor zu schnell ist. Das habe ich schon befürchtet, denn bauartbedingt kann ich die Umdrehungsgeschwindigkeit nur noch mit einem Frequenzumformer reduzieren.
lg,
Florian
Gerhard:
Hallo Florian
Du hast ja nun einige Details Deiner Säge mitgeteilt. Die Maschine ist ja gedacht für Schnitte in der Metalltrennung
mittels Sic Trennscheiben. Die Aufnahmewelle für die Scheiben beträgt 32 mm ?.Und die Maschine verfügt über
eine stabile Spannvorrichtung.?
Du verfügst Sägeblätter der Firma H&B .Die Blattstärke hast Du nicht mitgeteilt. Es gibt 2 Blattstärken von H&B
Für den schnellen Schnitt in der Blattstärke 0,75 mm
langsamen Schnitt 1,5 mm
also dünne Blätter höhere Geschwindigkeit mit erhöhtem Vorschub,aber in Abhängigkeit von der Steinhöhe
dicke Blätter geringere Geschwindigkeiten mit kleinerem Vorschub
Für diese Sägeblätter werden in der Regel die genannten Drehzahlen empfohlen. Ich denke das Du mit Deinem
Sägeblatt einen Versuch durchführen solltest. Einen erhöhten Verschleiß der Segmente musst Du einkalkulieren.
Dennoch wird die Scheibe gut trennen.
Nun gibt es ja auch Diamantsägeblätter von 2-3mm Blattstärke,die eingesetzt werden in Tischsägen.Trennschleifer usw.
Da wird ja mit Drehzahlen von 3000 und mehr geschnitten. Für diese Blätter gibt es die veschiedensten Qualitätsmerkmale.
Die wichtigsten sind weiches Segmentmaterial für hartes Gestein (und auch die Diamanteinbettung)
hartes Segmentmaterial für weiches Gestein
So kann man z.B auch mit mit diesen Insustriesägeblättern(mit und ohne geschlossenen Rand) gut sägen.
Ich selber säge auch mit solchen Scheiben. Scheiben mit geschlossenen Rand sägen sauber und ausbruchfrei.
Aber Diamantblätter z.B für Granit gehen nur bedingt,da die meisten Granite eine Mohshärte von 4bis 6 haben.
Damit ist das Trägermaterial der Diamanten zu hart und die Diamanten werden abgeschliffen.
Ein gutes Sägeblatt für Beton (Altbeton) zeigt gutes Schneidverhalten.
Vielleicht kannst Du die Welle abdrehen lassen auf die Maße der Scheiben
Ich denke ,das Du mit den grob umschriebenen Erläuterungen klarkommst
Gruss Gerhard
ducku:
Hallo Gerhard,
danke für die Ausführungen. Ich habe ein schmales Blatt gekauft (0.75mm). Die Bohrung habe ich mit 32mm gleich bei der Bestellung mit angegeben, sodass ich nur noch den Flansch etwas nachdrehen musst, also von der dicken Metall-Trennscheibe auf das dünne Diamant-Blatt. Aber das war in drei Minuten auf der Drehbank erledigt. Die Spannvorrichtung ist selbst geschweisst, aber wirklich stabil. Da habe ich keine Sorge.
Nun gut, ich werde es einfach mal probieren. Ansonsten müsste ich viel Geld in einen Frequenzumformer investieren, was ich aber nicht vor hatte.
lg
Florian
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