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Magnetischer schwarzer Stein / Kieselholz ohne FO

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Smiley:
Hallo zusammen,
ich weiß leider nicht mehr woher ich diesen Stein habe. Er war eine Zeit lang in meinem Aquarium, bis ich ihn vor einigen Jahren heraus nahm, weil sich unglaublich viele Algen in den Ritzen festgesetzt hatten und ihn ständig überwucherten. Seine ursprüngliche Farbe ist auch schwarz.
Mir ist aufgefallen, dass er ungewöhnlich schwer und magnetisch ist. Aufgrund der Schichtung habe ich immer gehofft, dass es sich um versteinertes Holz handeln könnte. Vermutlich ist es aber wahrscheinlicher, dass es erstarrte Lava mit magnetischen Einschlüssen ist?
Was sagen die Experten dazu?

oliverOliver:
also meiner Meinung nach ist das eindeutig fossiles Holz.
Grund für den Magnetismus ? - hmm, ...
vermutlich ists nicht nur verkieselt, sondern es spielten bei der Fossilisation auch eisenhältige Lösungen eine Rolle ....
Limonit ist ja da oft dabei, manchmal anscheinend/angeblich auch Siderit -- aber ob das für einen deutlichen Magnetismus ausreicht ?

Smiley:
Vielen Dank für die Antwort =)

Ich habe ein wenig in den Ritzen gekratzt und tatsächlich: Es kamen braune Fasern zum Vorschein!
Dass er magnetisch ist habe ich per Zufall herausgefunden, weil mein magnetischer Scheibenreiniger an ihm kleben geblieben ist.
Ich bin mir nicht sicher ob man es auf den Fotos erkennen kann... aus den Ritzen wachsen kleine Kristalle heraus. Sind die aus Limonit/Siderit und somit für den Magnetismus verantwortlich?

Wie könnte man herausfinden von welcher Pflanze das Stück stammt? Wie lange dauert der Prozess der Fossilisation in etwa?
So könnte man zumindest ausschließen, was damals noch nicht gelebt hat.

oliverOliver:
die kleinen "Glitzerer" sind Quarz-xx - ziemlich typisch für tertiäre - also relativ junge - Kieselhölzer (können aber auch bei älteren gelegentlich auftreten),
passt aber zum Erscheinungsbild - würde auf ein tertiäres Kieselholz (also Paläo- od. Neogen) tippen.
Art ? ist nach Foto nicht zu bestimmen (allgemein, nicht nur von mir nicht - ich hab diesbezüglich ohnehin keine Ahnung) - da brauchen auch Spezialisten Dünnschliffe dafür .....

p.s.:
die "braunen Fasern" passen zu meiner Einschätzung - vielleicht (bis vermutlich) stammt das Kieselholz aus einem Braunkohleabbau - da gibt es dann öfters am selben Stück sowohl gut verkieselte Bereiche, als auch - meist außen dran - nur schwach inkohlte Holzfasern .....
Und auch dass es "ursprünglich schwarz" war, würde für einen Fund aus einer Kohlegrube sprechen.

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