Servus Gerdchen,
es ist in der Zwischenzeit einiges zum Thema: "Reinigung mit Natriumdithionit" geschrieben worden.
Ich darf die Antworten auf Deine Fragen nochmals kurz zusammenfassen:
(1) Benoetigte Chemikalien:
Natriumdithionit, Trinatriumcitrat-hexahydrat (keine Citronensaeure !) sowie Natriumhydrogencarbonat. Du kannst die Loesung mit normalem Leitungswasser ansetzen - entmineralisiertes Wasser ist immer besser.
Natriumcitrat und Natriumhydrogencarbonat werden in grossen Mengen in der Lebensmittelindustrie eingesetzt - das Gefahrenpotential wuerde ich als eher niedrig einschaetzen. Der Umgang mit Natriumdithionit verlangt ein wenig mehr Vorsicht: die Chemikalie muss trocken (!) aufbewahrt werden; Dithionit wird z. B. durch Saeuren recht heftig unter Entwicklung von Schwefeldioxid zersetzt. Mit ein wenig Umsicht (Handschuhe und SCHUTZBRILLE) ist die Handhabung jedoch unproblematisch.
(2) Bezugsquelle: MIKON oder der Chemikalienhandel
(3) Anwendungsbereich: gepufferte Natriumdithionit-lsg. ist ein kraeftiges Reduktionsmittel und kann daher vorteilhaft ueberall da eingesetzt werden, wo reduzierbare, wasserloesliche Verbindungen gebildet werden: typischerweise zur Entfernung von "Rost", Limonit, Manganoxiden. Ich verwende Dithionit auch haeufig zur Reinigung von Mineralen, die mit Erde/Wurzelwerk im Kontakt waren.
In deinem speziellen Fall waere es wichtig zu wissen, woraus der weisse Ueberzug besteht (Gips, Aragonit, Hydrozinkit, Anglesit ??... Cerussit hattest Du ja schon ausgeschlossen). Im Zweifelsfall hilft nur Probieren.
Das Rezept (d.h. die Mischungsverhaeltnisse) kann ich Dir gerne zuschicken (es sind die gleichen, die Du auch im Internet findest) - hierzu muesstest Du mir deine e-mail-Anschrift mitteilen.
GA
Harald