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Autor Thema: St. Lorenz Gegentrum  (Gelesen 23289 mal)

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Offline Storm

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #30 am: 22 Nov 14, 18:01 »
Ich weiß auch nicht,was dies ist.  ???

Online openpit

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #31 am: 22 Nov 14, 18:13 »
Hallo Roman,

die grünen Partien auf 0318 sind wohl Fluorit. Der Galenit auf dem Stück scheint kein purer zu sein, sondern als fein verteilte Aggregate in Quarz vorzuliegen, wie er dort häufiger vorkommt.

22 17-00-51 ist Baryt, sofern Du die weißen plattigen Aggregate meinst, welche bildbeherrschend sind. Aufgrund der geringen Schärfe kann ich jedenfalls nichts anderes erkennen.

Glück Auf!
Micha

Offline Storm

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #32 am: 22 Nov 14, 18:22 »
Hallo Micha,
danke für die schnelle Antwort.
Entschuldige bitte das unscharfe Bild!
Ich habe eben dieses Teil unter langwelliges UV-Licht gehalten,und einige Stellen fingen an,gelb zu leuchten.
Auch Flourid?

Gruß,Roman

Offline Storm

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #33 am: 22 Nov 14, 18:23 »
Na toll. :-[
Und ich dachte,das Foto ist freigestellt.

Online openpit

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #34 am: 22 Nov 14, 18:35 »
Wenn es fluoresziert, so ist Fluorit wahrscheinlich. Ich habe Material von dort aber noch nie unter UV betrachtet. Das Bild 0320 zeigt jedenfalls Fluorite neben Quarz.

Na toll. :-[
Und ich dachte,das Foto ist freigestellt.
Was meinst Du damit?

Offline Storm

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #35 am: 22 Nov 14, 18:38 »
Einige Stellen leuchten unter dem UV-Licht intensiv ,sagen wir mal,orange-gelb.
Mit dem Freistellen meinte ich,den schwarzen Rahmen.
Ich wollte das Bild ohne dem reinsetzen.

Offline Storm

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #36 am: 23 Nov 14, 11:44 »
Hab ich doch gestern,nach dem Säubern der Funde,dies entdeckt.
Also das Grüne. Ist definitiv kein Moos.
Was kann das sein?  ???


Offline harzgeist

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #37 am: 23 Nov 14, 18:05 »
Hallo Roman,

ich möchte vorweg schicken, dass ich mit dem Fundpunkt nicht sonderlich gut vertraut bin, war das letzte mal vor ca. 35 Jahren dort. Also kann ich hier nur allgemein was sagen.

Zu Deinem letzten Beitrag:
Bei der grünen Kruste auf dem 1. der drei Fotos scheint es sich um Pyromorphit bzw. Mimetesit zu handeln.
Die weißlichen Krusten auf den anderen beiden Fotos sind (für mich) so nicht zu identifizieren. Säuretest? Härte? Löslichkeit in NaOH ?

Zur Fluoreszenz:
Die Fluoreszenz(farbe) wird durch Spurenelemente verursacht und kann sehr verschieden sein oder auch ganz ausbleiben. Bis auf Ausnahmen lassen sich keine Rückschlüsse auf die Mineralart ziehen
Eine GELBE Fluorezenz konnte ich bei Fluorit noch nicht beobachten. Nur blau bzw. violett oder manchmal auch gar keine.
Baryt zeigt schon mal (insbesondere klare Kristalle) eine gelbe Fluoreszenz, meistens aber keine Reaktion.
Bei Calcit sind von weißlich gelb bis dunkel rot fast alle Farben möglich.
(Die kräftig gelbe Reaktion vieler Uranminerale ist ja bekannt, kommt aber hier nicht in frage)

Zum hexagonalen Kristall ("Fluorapatit"):
Da möchte ich doch mal vor einem übereilten Schnellschuss warnen und folgendes zu bedenken geben:
Thorsten (Steinfried) weist auf den fehlenden Oberflächenglanz hin. Sämtliche Fotos zum Fluorapatit hier im Atlas zeigen Pseudomorphosen, die (deshalb?) keine glänzenden Flächen besitzen. Dein Kristall zeigt dagegen sehr wohl einen starken Glanz!
Meiner Ansicht nach sind Pyromorphit und Mimetesit zwei ganz heiße Favoriten, die sich vom eng verwandten Apatit durch die geringere Härte leicht unterscheiden lassen, untereinander aber nur durch eine Analyse. Form und Farbe sind keine Identifikationsmerkmale und können allenfalls einen Hinweis auf eine gewisse Wahrscheinlichkeit geben. Es gibt sowohl grüne tönnchenförmige Mimetesite wie auch farblose Pyromorphite. Ebenso kann der Habitus der Kristalle sehr unterschiedlich sein. Die Palette reicht von plattig bis nadelig/faserig mit allen Zwischenformen. Sowohl Pyromorphit als auch Mimetesit kommen am Fundort vor, wobei dieser durch ersteren sogar bekannt (geworden) ist.
Diese Kristalle dürfte Deinen recht ähnlich sein: http://www.mindat.org/photo-613616.html
Weitere Fotos, die die gesamte Farben- und Formenvielfalt dieser Mineralgruppe -vom gleichen Fundort- zeigen, auch hier:
http://www.mindat.org/loc-21658.html

Zu Deiner geschnittenen und noch nicht polierten Stufe mit der Zinkblende:
Zinkblebe zu einer annehmbaren Politur zu verhelfen, ist sehr schwer, ich möchte sagen, die Königsdiziplin.
Entweder Du wendest Dich damit an einen erfahrenen Profi (der sicherlich auch seinen Preis hat) oder Du siehst das pragmatisch und lackierst die Stufe (vorerst einmal) auf der Schnittfläche, womit gleichzeitig auch der Markasit eine gewisse Versiegelung erhalten würde. Erfahrungsgemäß sind bei Markasit/Pyrit solche Schnittflächen (ob poliert oder auch nicht) besonders anfällig gegen Korrosion. Farbloser Nagellack, ggf. etwas verdünnt, sollte sich ganz gut eignen und ist auch leicht wieder zu entfernen.

Glück Auf
Thomas

Offline Storm

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #38 am: 25 Nov 14, 07:51 »
Hallo Thomas,
danke für deine ausführliche Antwort. Ist wirklich super.
Da ich noch, sagen wir mal, blutiger Anfänger bin, ist mir jede Hilfe recht.
Wie das Leuchten radioaktiver Mineralien angeht, weiß ich, dass es mehr ins grün/gelb über geht.
Z.B. Autunit. Das Mineral, welches ich aber da fand, leuchtet unter langwelligem UV-Licht orange.
Ich setz die Tage mal ein Bild rein.
Bei dem Apatit bin ich mir wirklich nicht sicher. Die Form hat das Kristall aber.
Thema Lackieren.
Käme ich da nicht besser, wenn ich Klarlack einfach spritze?
Ich hab ja beide Teile. Mehr, als versauen geht nicht.
Einen Versuch wäre es wert.

Glück auf und beste Grüße,

Roman

Offline harzgeist

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #39 am: 26 Nov 14, 02:46 »
Hallo Roman,

wie schon gesagt, nur anhand der Fluoreszenzfarbe kann man keine Bestimmung vornehmen. Wichtiger wäre es deshalb, Du würdest uns ein Bild des fraglichen Minerals bei normalem Licht zeigen, wo man Kristalle (wenn vorhanden), Spaltflächen, Glanz, den Verlauf eventueller Risse (innerhalb diesen Minerals) usw. möglichst genau erkennen kann. Wichtig ist auch eine Größenangabe !! Das gilt aber generell hier auf diesen Seiten, nicht nur für Dich. Eventuell hilft ja auch ein Vergleich mit Dir bereits bekannten Mineralien, z.B. Calcit, Fluorit, Baryt, Quarz, Bleiglanz, Pyrit, Kupferkies usw. Dazu gehört auch die Beobachtung (das "Gefühl"), wenn die Probe mit einer Nadel angekratzt wird. Es muss nicht immer eine exakte Härtebestimmung sein!

Im Fall Deiner hexagonalen Kristalle wirst Du um eine genauere Härtebestimmung nicht drum rum kommen: Fluorapatit hat eine Härte von 5, Mimetesit / Pyromorphit von 3 1/2 bis 4. Fluorit hat eine Härte von genau 4 (Referenzmineral in der Härteskala). Da ich annehme, dass Deine Kristalle recht klein sind, kannst Du so vorgehen: Mit einer Nadel brichst Du vorsichtig ein winziges Stück heraus, (natürlich nicht vom schönsten Kristall). 1/2 mm reicht völlig, aber achte darauf, dass kein anderes Mineral mit dabei ist. Und lege Dir was drunter (dunkles Papier), damit Du das Krümelchen auch wieder findest. Wenn Du nun mit dem stumpfen Ende eines Bleistiftes drauf tippst, bleibt es wahrscheinlich daran haften. Wenn nicht, feuchte den Stift leicht an. Nun kannst Du damit auf der glatten (Spalt-)Fläche von einem Stück Fluorit reiben.
Apatit sollte deutliche Spuren hinterlassen, Mimetesit bzw. Pyromorphit keine oder nur ganz schwache.

Im übrigen denke ich, dass solche flachtafeligen Kristalle (egal als was es sich erweisen sollte) nicht ganz so häufig sind, also schon was besonderes. Andere (säulige) Formen sollten auch am Lorenz Gegentrum weitaus häufiger sein. Aber, wie schon erwähnt, ich bin kein Kenner dieses Fundortes. Diese Mineralgruppe tritt -jedenfalls hier- außerordentlich vielgestaltig auf. Alles bunt gemixt auf einer ganz kleinen Halde. Ob das auch dort so ist, weiß ich natürlich nicht. Aber sieh Dir mal diese und auch die folgenden Seiten an. Es müssen nicht immer die "typischen Pyros" sein. Wenn Du mal sowas am Gegentrum findest (Du bist ja wohl öfter dort), hast Du gleich eine "Richtung".
http://www.mindat.org/gallery.php?cform_is_valid=1&loc=21658&min=32349&cf_pager_page=1

Für Deine Zinkblende kannst Du selbstverständlich auch ein Lackspay verwenden. Wenn Du es mehrmals aufträgst, kannst Du es nach völliger(!) Trocknung sogar vielleicht sogar mit feinem Nass-Schleifpapier schleifen und polieren. Sieht dann nicht mehr so "künstlich" aus.

Glück Auf
Thomas

Offline Storm

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #40 am: 09 Dec 14, 16:32 »
Hallo Thomas,
hier entlich mal drei Bilder des fraglichen Minerals.
An einigen Stellen flouresziert es,unter langwelligem UV-Licht (Schwarzlichtröhre),intensiv orange.
Ich weiß nicht,ob man etwas erkennen kann,da ja das Tageslicht momentan nicht besonders ist.

Das Stück ist 9 x 6 cm groß.

Entschuldige bitte Bild 3!!!
Dort leuchtet es aber am meisten.

Desweiteren habe ich die Zinkblende mit Klarlack gespritzt. Sieht echt gut aus.
Danke für den Tip.

Glück Auf
Roman


Offline harzgeist

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #41 am: 10 Dec 14, 17:40 »
Hallo Roman,

kurze Antwort: Ich seh' nix :o

Mal im Ernst: Wenn's Deine Technik erlaubt, mach doch mal ein Bild von einem Detail unter UV und zum Vergleich genau(!) das gleiche Bild bei normalem Licht. Bei UV sind natürlich sehr lange Belichtungszeiten und deshalb ein Stativ erforderlich. Notfalls die Kamera irgendwie anders fixieren. Dann hätte man wenigstens einen Vergleich, um zu sehen was da denn überhaupt fluoresziert.

Für wahrscheinlich halte ich Calcit und Baryt (Unterschedung durch Säuretest). Baryt unterscheidet sich von Fluorit (den glaube ich erkannt zu haben) u.a. durch die Härte, ist weicher. Einfach mal mit ner Nadel dran kratzen (an beiden natürlich), wirst das dann später auch "gefühlsmäßig" einschätzen können.

Was sagen denn die Kenner des Fundortes? Hat da einer schon mal die angesprochene Fluoreszenz beobachtet?

Gruß
Thomas

Offline CRYSTALLOGIC

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #42 am: 10 Dec 14, 20:15 »
...Was sagen denn die Kenner des Fundortes? Hat da einer schon mal die angesprochene Fluoreszenz beobachtet?...

Hallo,

unter LW-UV fluoreszieren bei meinem Material von dort einige Baryt(e) kräftig gelb (nicht orange!) und zwar ausschließlich die eher kleinen xx (bis5mm), alle größeren, oder derben Partien dagegen nicht. Manche Apatit xx M (nicht die Psm.nach Pyromorphit) fluoreszieren ähnlich stark, aber in einem etwas dunklerem Gelb-Ton (nicht orange!). Fluorit, Aragonit, Cerussit von dort, sind bei mir durchweg inaktiv (unter LW-UW).
Am häufigsten findet man fluoreszierende Partien dort, wo man sie, rein optisch, selbst unter starker Vergrößerung, nicht vom umgebenen Material (meist Quarz) zu unterscheiden vermag, also in Form von Ansammlungen winzigster Einschlüsse oder eben auch der Quarz ´selbst´.

Also, wie schon erwähnt wurde, ohne bessere Fotos mit erkennbaren signifikanten Details, oder aber die Beschreibung solcher, läßt sich hier wohl nicht mehr viel machen.

Gruß
« Letzte Änderung: 10 Dec 14, 20:27 von CRYSTALLOGIC »

Offline Storm

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #43 am: 14 Dec 14, 16:24 »
Danke für eure Hilfe.
Leider habe ich nicht die entsprechende Ausrüstung, um den Fund unter UV-Licht zu fotografieren.

Beste Grüße, Roman

Offline Storm

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Re: St. Lorenz Gegentrum
« Antwort #44 am: 28 Feb 15, 17:14 »
Ein Hallo aus Mittelsachsen,
ich habe wieder mal eine Bitte an euch.
Und zwar fand ich,bei meiner letzten Tour,auf der Halde,dies.
Ich habe leider keinen Plan,was es sein könnte,da es nur unter der Lupe zu erkennen ist.
Bin für jede Hilfe und jeden Ratschlag dankbar.

Beste Grüße,Roman

 

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