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Unterscheidung: Bernstein - Weißer Phosphor?
Valyra:
Hallöchen,
ich hoffe, ich bin hier richtig und meine Frage erscheint nicht zu naiv.. aber ehrlich gesagt mache ich mir schon Sorgen.
Ich bin ganz neu hier nach greifswald gezogen und möchte - nun da ich an der Ostsee bin - auch mal gerne nach Bernstein am Strand suchen. Jedoch ist mir bewusst, dass durch die brandbomben der britischen Luftwaffe im WW2 mittlerweile auch einiges an weißem Phosphor angeschwemmt wird und dass dieser Bernstein sehr ähneln kann. Dazu muss ich sagen, dass ich von Bildern zwar weiß, wie Bernstein in Natura aussieht, einen rohen, ungeschliffenen habe ich persönlich jedoch nie in der Hand gehabt.. noch nicht, hoffe ich.
Daher meine Frage an euch: gibt es einen zuverlässigen, UNGEFÄHRLICHEN Test, den ich direkt am Fundort machen könnte (außer das stück auf sand trocknen lassen und sehen was passiert, wenn ich was finden sollte)?
Ich habe gelesen, um Bernstein zu erkennen/von "anderen" Steinen/Mineralien zu unterscheiden könne man ihn gegen die Zähne klopfen. Bernstein mache ein anderes Geräusch (dumpf eben, nicht wie Flint). Aber ich nehme an, ihr könnt verstehen, dass ich das Risiko nicht zur Unterscheidung von Phosphor eingehen will und werde.. ^^! (Als NaWi bin ich mir durchaus der Tatsache bewusst, dass man sich sowieso niemals irgendwas, was man in der Natur findet, in den Mund steckt.. davon mal ganz abgesehen.. ;D )
Naja, ich wäre jedenfalls dankbar, wenn jemand eine Idee oder Erfahrungen hätte..
Liebe Grüße von der Ostsee,
Valyra
Kachat:
Hallo Valyra,
vorneweg...ich habe bis jetzt leider selber noch keinen Bernstein finden können,auch habe ich noch kein Stück Phosphor in der Hand gehalten. Ich könnte mir aber vorstellen, daß richtiger Bernstein sich zumindest von der Beschaffenheit der Oberfläche und von der Härte her vom Phosphor unterscheidet. Es könnte auch sein, das man rein vom Geruch her merkt, was man da gerade in der Hand hält.
Vielleicht meldet sich ja hier noch jemand, der mit Phosphorstücken schon Erfahrung gemacht hat
Also würde ich mir intensiv in Museen oder von Bildern alle möglichen Formen und Oberflächen von Bernsteinen versuchen zu merken, um so schon mal dem "Beifund" Phosphor entgegenwirken zu können.
Mann ließt ja gelegentlich von schlimmen Verbrennungen, welche sich Sammler zugezogen haben.
Aus den Berichten ist meist zu entnehmen, daß die Fundstücke sich in den Jacken-(Hosen)taschen der Sammler entzündet haben,nachdem Sie getrocknet waren.
Also sollte man seine Fundstücke vielleicht versuchen extern in einem Behältnis mitzunehemen,wo zur Not so ein Stück Phosphor ohne Schaden anzurichten abfackeln kann.
Desweiteren gibt es Handschuhe, bzw. macht es auch eine kleine Zange(z.Bsp.Grillzange oder ähnliches),um einen direkten Kontakt beim Aufheben zu vermeiden.
Grüße aus Sachsen
Valyra:
Hallo! :)
Vielen Dank schon mal.
Ja, ich dachte auch daran, etwas gefundenes erst einmal auf Sand trocknen zu lassen. Wenns anfängt zu brennen. dann wars kein Bernstein.. und Sand zum Löschen ist ja genug vorhanden am Sandstrand..
Ich habe eine Webseite gefunden mit Tips. Aber ich würde einen Fund ungern zerstören müssen (einschmelzen oder abfackeln zB). UV-Licht hilft auch bei der Identifikation, heißt es da, da Bernstein je nach beschaffenheit blau oder dunkelgrün fluoresziert. Problem: Phosphor tut so ungefähr das gleiche.. also nur zur Abhebung von anderen Funden geeignet..
Ich könnte allerdings ein Glas mit Salzwasser mitführen.. für nen Dichtetest. Nur ob das Praktikabel ist?
Hier jedenfalls mal die Website: http://www.usedom-net.de/natur/wie-bernstein-erkennen.html
EDIT: Man sollte sich die chem. Eigenschaften von P schon genauer ansehen, wenn man so eine Frage stellt. :D Einfach am Strand trocknen lassen, funktioniert nicht (sonst würde es vermutlich eh andauernd überall brennen, wo das zeug liegt) Der Flammpunkt von weißem P liegt bei etwa 30°C!! Externes Gefäß ist also so oder so angeraten.
Goldi85:
Das wirst du auf den ersten Blick nicht unterscheiden können... Nimm doch einfach einen Eimer zum sammeln mit, leg alle Fundstücke rein und lass sie darin trocknen. Wenn Phosphor dabei war, bist du wenigstens sicher.
Gruß Daniel
Valyra:
Okay.. wenn es keinen "Schnelltest" vor Ort gibt, ohne ein potentielles Fundstück Bernstein zu beschädigen, ist das mit Sicherheit die sicherste Lösung. Das stimmt..
Danke für die Antworten.
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