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zweifarbiger Lepidolith - Kristallisation

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Embarak:
Erstmal danke für eure Erklärungen.
@Uwe: Das mit dem Mn wüsste ich gern genauer.
Weder in der Summenformel von Polylithionit noch in der von Trilithionit ist Mn aufgeführt.
Sind es nur ungeordnete Verunreinigungen, die nicht im Kristallgitter sind, die für Farbgebungen verantwortlich sind ?   ???

Norbert

Sebastian:
Hallo Norbert,
siehe auch Wikipedia, Mn2+ verursacht als Spurenelement die rosa Farbe.
Ähnlich wie beim Fluorit, Quarz etc. sind nicht die Elemente die das Kristallgitter aufbauen für die Farbe veranwortlich, sondern geringe Gehalte an Spurenelementen. Lepidolith ist also wie Quarz etc. allochromatisch.
Gruß Sebastian

cmd.powell:
Hi

Ist es wirklich Mn2+, welches die in meinen Augen doch recht intensive Farbe des Lepidoliths hervorruft, oder doch eher Mn3+ ? In Spuren (da bekanntlich nicht Formelbestandteil) sollte Mn2+ nur eine eher schwache Rosafärbung hervorrufen, Mn3+ ist jedoch intensiv rot.

Uwe Kolitsch:
http://minerals.gps.caltech.edu/files/visible/mica/index.htm
http://www.minersoc.org/pages/Archive-CM/Volume_17/17-4-477.pdf
http://cjes.geoscienceworld.org/content/5/1/31.abstract

Embarak:
Hallo,

Ein Nachtrag: Auf der Berliner Mineralis-Börse im letzten November war ich mit Gunnar Färber ins Gespräch gekommen,
da er ebenfalls eine Stufe der fraglichen Stücke angeboten hatte. Ich überließ ihm eins meiner Stücke zur Analyse.
Inzwischen liegen die Ergebnisse vor.


--- Zitat ---...mit etwas Verspätung habe ich jetzt die Daten für den Glimmer den Sie mir auf der Messe in Berlin gegeben haben.
Beides ist Polylithionit, sowohl der helle Kern und die violette Außenzone...

--- Ende Zitat ---

Die genauen Angaben siehe unten als screenshot.
Auf meine Nachfrage, ob damit die oben erwähnten Analysen von Luiz Menezes bestätigt seien, antwortet er:


--- Zitat ---es gibt entweder Polylithionit oder Trilithionit. Den Namen Lepidolit gibt es offiziell seit Jahren nicht mehr. Es ist aber nicht einfach,
Polylithionit von Trilithionit zu unterscheiden. (2 bzw. 3 Lithium Atome in der Struktur). Aber Trilithionit is sehr viel seltener als Polylithionit,
damit kann man davon ausgehen das es Polylithionit ist.

Man kann aber das Lithium in allen auf EDS und WDS basierenden Verfahren  nicht sehen (Lithium hat nur eine Atomschale).
Darum lässt sich Polylithionit von Trilithionit nur über die Struktur unterscheiden, bzw. Laserapplikation, oder nasschemisch.

Das Ergebnis von Luis wäre damit bestätig = zwei Generationen von Polylithionit, dem ehemaligen Lepidolit.

Sie können mein Ergebnis im Forum veröffentlichen, bzw. damit weiterführen.

Beste Grüße
Gunnar Färber

--- Ende Zitat ---

und auch beste Grüße von mir
Norbert

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