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Stein mit brauner Schicht / Konglomerat

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Lothar M:
Hallo,

im oberen Bereich der Weinberge oberhalb von Oestrich Winkel im Rheingau habe ich eine größere Anzahl
von Steinen gefunden, die mir dadurch aufgefallen sind, dass diese mit einer braunen Schicht überzogen bzw
dass mehrere Steine mit dieser harten braunen "Masse" zusammengebacken sind (siehe Bild 1).
Bild 2 zeigt diese braune Schicht im Detail.
Die Steine lagen weit verteilt in dem Weinberg.
Ich wäre Euch dankbar, wenn Ihr mir erklären könntet,wie so etwas entstehen kann.

freundliche Grüße
Lothar



guefz:
Hallo,

das sieht nach Stücken aus einem Sandstein-Konglomerat aus. So etwas entsteht aus Flusskies-Ablagerungen wenn diese lange genug liegen bleiben und auch von anderen Sedimenten abgedeckt werden. In Laufe der Zeit sickern Lösungen mit Bindemitteln durch diese Ablagerungen und die einzelnen Körner werden zusammen geklebt. Die braune Farbe kommt durch den Eisengehalt, der in Limonit (Rost ) umgewandelt wurde.

Günter

Lothar M:
Hallo,

Danke für die prompte Antwort.

Lothar

Lothar M:
Hallo,
unterhalb der obersten Terrasse über Oestrich-Winkel/Rheingau fand ich eine größere Anzahl Steine wie den auf Bild 1 und 2.
Teils Konglomerate, teils einzelne Steine mit der braunen Schicht komplett oder nur zum Teil überzogen.  In einem der Konglomerate steckte der Brocken auf Bild 3 und 4. Der Brocken ist gebrochen. Die Bruchfläche(Bild 4) ist 26mm breit von der Bruchfläche aus gemessen ist er 25mm tief.
Über die rechte Ecke des Brockens bin ich mehrmals mit der Feile gefahren. Die Fläche glänzt dann silber metallen, nach längerem Feilen sieht man dann kleine Riefen. Auf die Fläche habe ich Essig aufgebracht, nach kurzer Zeit wurde die Fläche stumpf und dunkel. Der Brocken ist nicht magnetisch.
Mich würde sehr interessieren, aus welchem Material der Brocken besteht. Den Brocken habe ich nun erst nach längerem Suchen wieder gefunden, sonst hätte ich ihn mit dem ersten Stein reingesetzt.

Grüße
Lothar

Lothar M:
Hallo,

dieser Tage habe ich folgendes erfahren. Oberhalb der Stelle, an der ich die Steine fand, wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts
Eisen verhütet. Unweit dieser Stelle liegt Johannisbeg. Ebenfalls ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde bei Johannisberg
Brauneisenstein und Manganerz abgebaut. Ist es möglich, dass es sich bei dem Brocken um Mangan handelt?

Grüße
Lothar

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