Hallo,
ich verwende grundsätzlich nur Bergsteigerschutzhelme. Da ich sowieso zum Klettern und für Höhlentouren (Lampenhalterungen zum Montieren gibts im Fachhandel, z. B. Speleo-Concepts.com oder speleotek.de ) welche habe, nehme ich die auch im Steinbruch. Problem könnte nur sein, das ein Steinbruchbesitzer die Dinger nicht kennt und auf einem normgerechten Bauhelm besteht. Da müsste man absurderweise den besseren Helm gegen den schlechteren tauschen.
Helme, die der Norm für Bergsteigerschutzhelme entsprechen, halten wesentlich höheren Belastungen stand als Bauhelme, u. a. haben sie einen wesentlich bessere Dämpfung (also die Birne kriegt bei gleicher Aufprallenergie weniger mit). Solche Helme werden u.a. auch von den Höhenrettungsgruppen der Feuerwehr eingesetzt. Zudem kann man sie wegen der Beriemung z. B. bei einem Sturz nicht verlieren, ein runtergefallener Helm nutzt nämlich nix mehr. Und wir turnen ja alle gelegentlich im Gelände rum, wo man durchaus runterscheppern kann. Bauhelme sind mir auch schon beim bloßen Hochschauen runtergefallen. Ein Bergsteigerhlm schützt auch beim Fall den Schädel beim Aufschlagen.
Der Sicherheitskreis des Deutschen Alpenvereins warnt seit Jahrzehnten eindringlich vor dem Einsatz von Bauhelmen, es hat reichlich üble Unfälle mit den Dingern gegeben. Auf Baustellen sind sie wohl zugelassen, weil die Norm nur kleiner Flugobjekte (z. B. Schraubenschlüssel) erwartet, das Sturzproblem wurde nicht berücksichtigt. Der Aufprall größerer Brocken, wie sie ja sowohl im Steinbruch als auch im Gebirge vorkommen können, ist für Bauhelme nicht vorgesehen. Ab einer bestimmte Größe der Flugobjekte nutzt natürlich kein Helm mehr.
Alle Kunststoffe altern und werden spröde, daher sollte man jeden Helm nach allerspätestens nach 10 Jahren aus dem Verkehr ziehen.
Ein Produkttipp wäre der Helm Ecrin Rock der Firma Petzl.
Also: Gebt lieber etwas mehr Geld aus und schützt Euren Kopf optimal. Ihr habt nur einen.
Gruß
sigillaria