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Uranglimmer eingeatmet - was nun?
Markus Fuchs:
Hallo,
ich muss noch einen Nachtrag liefern, weil ich etwas gemacht habe, was man als seriöser Forennutzer nicht macht. Diese eine Aussage mit den Isotopen stammt nicht vom Toxikologen sondern von einem mir befreundeten Internisten (der offensichtlich was verwechselt hat, bzw. ich habe etwas falsch verstanden). Ich habe diese beiden Stellungnahmen im Übereifer und der Euphorie, dass es wohl doch nicht so schlimm für mich ausgehen könnte, ungerechtfertiferweise vermengt. Dafür möchte ich mich (auch und vor allem bei dem wohl wirklich bekannten Experten, der sich extra für mein Problem Zeit genommen hat) vielmals entschuldigen und dieses klar richtig stellen.
Vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Und einen herzlichen Dank für den Tipp mit den psychosomatischen Folgen, da bin ich Hypochonder genug, dass ich damit wohl mit solchen rechnen kann. Problem ist aber auch Dank deiner Aussage jetzt von mir erkannt und kann so besser eingeordnet und vielleicht umgangen werden.
Euch allen ein schönes Wochenende!
Markus
Uran:
Nur kurz zur Klarstellung. Ich habe nichts übertrieben dargestellt. An den Diskussionen war eindeutig festzustellen, das über die eventuelle Gefährdung durch Uranminerale tiefstes Unwissen und deshalb eine weit verbreitete Hysterie über Radioaktivität herrscht. Ich wollte auch nichts verharmlosen. Wenn der Sammler nicht kiloweise Uranminerale sammelt und die dann auch noch im Wohnzimmer aufbewahrt, obwohl ich das auch schon gesehen habe, ist die Gefährdung faktisch Null. Wir sollten nicht vergessen, das wir hier über Natururan sprechen und nicht über angereichertes Material für Atomkraftwerke. Im Schwarzwald gibt es Halden auf denen man problemlos Pechblende finden kann und trotzdem führen Wanderwege über diese Halden und Mineraliensucher auf der Jagd nach Silbermineralen graben diese Halden um. Auch dabei könnte radioaktiv belasteter Staub entstehen, nur macht sich darüber niemand Gedanken.
bur:
--- Zitat von: Uran am 15 Feb 15, 16:58 ---Bei jedem Urlaubsflug oder Röntgen bist du einer weitaus höheren Dosis ausgesetzt.
--- Ende Zitat ---
Das stimmt nicht zwar, aber irgendwie auch nicht.
Beim Flug und Röntgen kriegt man Gammastrahlung ab. Die ist deutlich weniger gefährlich als Alpha/Betastrahlung und - viel wichtiger - es handelt sich um eine einmalige Dosis.
Wenn sich dauerhaft bestimmte Mengen Alpha- und Betastrahler in einem Organ befinden ist das eine ganz andere Sache. Natürlich, was heißt bestimmte Menge? Ich persönlich denke auch die Menge an Staub (wenn überhaupt was aufgenommen wurde und das bis in die Lunge gelangt sein sollte) ist vermutlich nicht sehr hoch. Trotzdem ist das was völlig anderes als Fliegen und Röntgen. Außerdem ist niemand hier Fachmann und hat annähernd Ahnung welche Mengen ein Risiko darstellen. Wieso muss man entsprechende Sorgen dann lächerlich machen?
--- Zitat ---Die Zahlen die genannt werden sind immer nur eine Empfehlung der WHO. Der Grund? Es gibt bis heute keinen wissenschaftlichen Nachweis in welcher Höhe Radon tatsächlich gesundheitsgefährdent ist.
--- Ende Zitat ---
Auch das ist nur halb richtig. Erstens kann die WHO sowieso nur empfehlen und keine verbindlichen Werte durchsetzen. Das muss immer der nationale Gesetzgeber. Zweitens gibt es sehr wohl Studien zum Risiko durch Radon, dort wird ab 150 Bq/m³ von einer signifikanten Steigerung des Lungenkrebsrisikos um 10% je 100 Bq/m³ Zunahme gesprochen. Siehe hier und hier.
Allerdings in dem Zusammenhang recht interessant: ich habe seit einem Monat testweise eine große Torbernitstufe ohne Abdeckung und mehrere kleine mittelstark strahlende Stufen jeweils in Kästchen in einem Kellerraum stehen. Vorher lag der Wert bei 40-50 Bq/m³. Das Radonmessgerät zeigt mit den Mineralien maximal 80 Bq/m³ an. Durch tägliches 10-Minuten Lüften geht der Wert in 1-2 Tagen wieder auf 50 Bq/m³ runter. Solange man also nicht kistenweise U-Mineralien irgendwo lagert scheinen keine bedeutenden Mengen an Rn auszutreten. Das beunruhigt Sammler ja auch oft. Völlige Sicherheit schafft aber wohl nur ein Messgerät.
edit openpit:
Bezug auf gelöschte Beiträge entfernt.
Markus Fuchs:
Hallo zusammen,
ich hätte noch eine Frage: Kann jemand abschätzen welche Masse in etwa solch ein kleines Glimmerplättchen hat? Ich habe gerade noch eines entdecken können, trotz gründlichster Reinigung. Etwas 1mm lang, 0,5mm breit.
Viele Grüße
Markus
Nathan:
Hallo Markus,
ich würde mal auf wenige Milligramm tippen.
Mich würde jetzt aber doch interessieren, wie du das "große" Stück entsorgt hast.
Gruß
Philipp
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