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Mikrofotografie mit Motic
Sebastian:
Hallo,
hier möchte ich mal meine Fotoausrüstung für Mikrofotos zeigen.
Es wird ja häufig gesagt das das fotografieren durch das Mikroskop nur bedingt befriedigende
Aufnahmen zulässt. Ich bin in letzter Zeit aber durchaus positiv überrascht was möglich ist.
Aber erstmal zu meiner Ausrüstung:
1x Motic Szm 168 TL. Dies ist ein Triokluar, also mit eingebauten Fotoausgang.
1x Motic Fotoadapter für APS-C Sensor
1x T2 Adapter
1x Canon 550d mit Verbindungskabel für den Computer
Software: Utility, Combine Zp und Gimp.
Erstmal, ohne Stacking geht fast gar nichts, ist aber unkompliziert (bisher). Die eingebaute Beleuchtung ist nicht für Fotos geeignet. Das Hauptproblem waren die Chromatischen Aberationen an den Lichtreflexen. Seit ich mit 2 Lampen experimentiere sind die Ergebnisse wesentlich besser. Die Schärfeebenen peile ich noch per Hand und Grobtrieb an. Das braucht Geduld und ist definitiv das nächste was sich verbessern könnte. Ansonsten geht es einfach, Stufe drunter ausleuchten und fotografieren. Die Ergebnisse sind natürlich besser je geringer die Vergrößerung, denn die Bildfehler werden immer mit vergrößert. Aber auch recht kleine Kristalle lassen sich dokumentarisch ablichten.
Man kann vielleicht keine Wettbewerbe damit gewinnen, aber hat zusätzlich zu seinem Mikroskop eine vernünftige Fotoeinrichtung. Denn zusätzlich noch Stative, Linsen etc. zu kaufen ist deutlich teurer. Man muss halt wissen was man will.
Ich bin mit der Qualität des Mikroskopes sehr zufrieden und wer preislich sind die Mikroskope noch nicht jenseits von Gut und Böse.
Über weitere Vorschläge zur Verbesserung meiner Bilder würde ich mich freuen.
Gruß Sebastian
Mikrofotografie mit Motic
Embarak:
Hallo Sebastian,
Die Ergebnisse können sich sehen lassen ! :)
Für - oder besser gegen - die chromatische Aberration (purple fringing) gibt es für Gimp ein Plugin bzw. ein script.
hier gefunden
http://registry.gimp.org/taxonomy/term/234
Plugin
http://kcd.sourceforge.net/fix-ca.php
script
http://www.farcrydesign.com/GIMP/PurpleFringe.html
http://registry.gimp.org/node/185
Wenn man die Bearbeitung auf einer extra Ebene mit Maske macht, kann man das selektiv einsetzen, ohne das ganze Bild zu verändern.
(Mit Photoshop geht das über Camera Raw oder mit Lightroom.)
Ich experimentiere z.Zt. am Wochenende bei der Arbeit mit einem neuen Zeiss-Mikroskop mit Axiocam 506 color.
Der Preis ist deutlich jenseits von Gut und Böse, aber meine Ergebnisse sind noch erheblich verbesserungsbedürftig...
Habe den Bogen noch nicht richtig raus. Bei dem Preis muss mehr rauszuholen sein.
Gruß
Norbert
waldi:
Hallo Sebastian
Würde gerne ein Bild von deiner Fotoausrüstung sehen!!
Grüße
Walter
Sebastian:
Hallo Norbert,
Danke fürs Feedback.
Ja mit einem Zeiss würde ich auch gerne experimentieren ;)
Aber man sieht den Unterschied schon, wenn da noch was geht freu ich mich auf die Bilder. Die sind jetzt schon nicht schlecht. Danke für den Tipp mit Gimp, muss ich mich mal reinlesen.
Bildbearbeitungsprogramme sind leider unerlässlich. Grade das (Richtige)Schärfen bringt nochmal viel.
Ich habe erst den Fehler gemacht und zu zaghaft geschärft, aber es ist halt ein Unterschied ob man durch ein Mikroskop forographiert oder mit nem 60mm...
Wie gestaltest du das managen des Abstandes beim stacken? Über Utility geht es ja nun leider nicht mehr.
Hallo Walter,
ich werde es nicht vergessen und ein Bild mal hochladen.
Grüße Sebastian
Embarak:
Hallo Sebastian,
--- Zitat ---...Wie gestaltest du das managen des Abstandes beim stacken? Über Utility geht es ja nun leider nicht mehr.
--- Ende Zitat ---
Dieses Zeiss-Teil ist für mich völliges Neuland. Ich fotografie zuhause auch nur mit 60 mm und 100 mm Makro und der Utility.
Ich war bei der Einweisung in das neue Zeiss nicht dabei. Es wurde für Fluoreszenz-Mikroskopie angeschafft.
Ich spiele jetzt in der Freizeit mit Mineralien, um
a) mich mit dem Gerät und der software vertraut zu machen, da ich es auch beruflich nutzen werde,
b) und um zu sehen, wie weit man das für Mineralien "zweckentfremden" kann und was machbar ist. ;)
Sowohl das komplette Mikroskop mit seinen Elektro-Motoren, als auch Kaltlichtlampen, regelbare Ringleuchte und Kamera
werden über joystick und die ZEN-software gesteuert. Stacken kann das Ding auch, hab' ich aber noch nicht raus, weil
das manual-pdf da Fragen offen lässt.
Die Höhe wird auf dem joystick-display in µm angezeigt und ist µm-weise regelbar.
Die Bilder werden im CZI-Format (Zeiss) aufgenommen, in die man unter Verwendung der Mikroskop-Parameter Größenangaben einblenden kann. Für weitere Bearbeitung kann man in 16-bit tif oder (8-bit)-jpg transformieren.
Habe bis jetzt nur tif-Serien in gleichmäßigen Abständen gemacht und dann zuhause wie gewohnt mit Zerene Stacker und Photoshop bearbeitet.
Unten noch ein weiteres Foto-Experiment und das Mikroskop. Ist schon ein tolles Spielzeug, aber wohl eher nix für daheim ... ;D
Grüße
Norbert
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