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Autor Thema: Anhydritbruch am Kohnstein  (Gelesen 4533 mal)

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Offline Harzsammler

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Anhydritbruch am Kohnstein
« am: 12 Jul 15, 19:46 »
Hallo,

kennt mir jemand bei diesem Mineral weiterhelfen?

Es handelt sich um 2mm bis 5mm lange nadelige wasserklare Kristalle mit ebenen Endflächen. Diese sitzen in Hohlräumen einer Gips/Anhydritbreccie.
Gips ist auszuschließen - die Kristalle sind extrem spröde. (Leicht)-wasserlöslich sind sie auch nicht, sie halten schon ein paar Regenfälle aus.

Grüße,
Michael

Online giantcrystal

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Re: Anhydritbruch am Kohnstein
« Antwort #1 am: 12 Jul 15, 20:53 »
Hallo

Sehr ähnliches Material wurde mir einmal vor einiger Zeit von einem Händler aus dem Göttinger Raum als "weltbeste" Tuzlaitkristalle verkauft. Leider stellte sich das Mineral dann sehr schnell als Nadelgips heraus.

Auf meinen Anruf bei dem Händler und der Bitte, das Mineral gegen Kostenerstattung doch zurückzunehmen, blockte dieser völlig ab...

Wieder einmal etwas gelernt

Glück Auf

Thomas

Offline Harzsammler

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Re: Anhydritbruch am Kohnstein
« Antwort #2 am: 12 Jul 15, 22:11 »
Hallo Thomas,

von diesem "Tuzlait/Gipsfund" habe ich auch einige Stücke. Die Kristalle sind an diesen Stufen in gewissen Maße biegsam.
Bei den hier gezeigten brechen die Nadeln jedoch sofort ab.

Grüße,
Michael




Offline cmd.powell

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Re: Anhydritbruch am Kohnstein
« Antwort #3 am: 13 Jul 15, 17:46 »
Moin

Laut Dr. Siemroth ist Tuzlait vom Kohnstein extrem selten und Händler neigen gerne dazu, zwecks Gewinnoptimierung jede schwierig zu bestimmende Stufe als eines der selteneren Borate auszugeben (gilt übrigens auch für Sammler, allerdings mehr zu Egobefriedigung als zur Gewinnoptimierung). Traue nichts ohne bestätigende Analyse !!! Das gezeigte sieht schwer nach Gips aus.
Eine einfache Probe (laut Siemroth): Die meisten Borate stechen durch die Haut, Gips nicht. Einfach mal den "Stechtest" machen.

Offline Harzsammler

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Re: Anhydritbruch am Kohnstein
« Antwort #4 am: 13 Jul 15, 20:33 »
Hallo,

welche Analysemethode wäre denn hier zu empfehlen? In den Boraten sind ja Elemente mit recht kleiner Ordnungszahl enthalten.
Und wenn ich nur eine quantitative Zusammenstellung der enthaltenen Elemente erhalte, dann ist mir auch nicht wirklich geholfen.

Grüße,
Michael

Online Günter Blaß

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Re: Anhydritbruch am Kohnstein
« Antwort #5 am: 13 Jul 15, 21:13 »
Hallo,

ich denke eine semiquantitative EDS-Analyse müsste zur Definition reichen,
da bei Tuzlait nur Na+Ca im Verhältnis 1/1 zu detektieren wäre.
Kosten etwa 2o Euro.
Kann ich bei Bedarf auch machen!

MfG und GA
Günter Blaß

Offline Harzsammler

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Re: Anhydritbruch am Kohnstein
« Antwort #6 am: 13 Jul 15, 21:23 »
Hallo Herr Blaß,

danke für die Antwort und das Angebot, werde mich per PN melden.

Grüße,
Michael

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Anhydritbruch am Kohnstein
« Antwort #7 am: 14 Jul 15, 09:31 »
Probertit hätte auch ein Na:Ca-Verhältnis von 1:1, scheint aber dort eher kurzprismatisch als nadelig vorzukommen.
http://www.mindat.org/gallery.php?loc=13527&min=3285

Online Günter Blaß

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Re: Anhydritbruch am Kohnstein
« Antwort #8 am: 14 Jul 15, 12:22 »
Hallo Uwe,
v.D. für den Hinweis.
Würde bei Bedarf auch eine XRD machen lassen.

Gruß
Günter
PS: noch VD für die Corinthia PDF.

Offline cmd.powell

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Re: Anhydritbruch am Kohnstein
« Antwort #9 am: 14 Jul 15, 17:10 »
Moin

Auf ein EDX und das Na:Ca-Verhältniss alleine würde ich mich auch nicht verlassen wollen. Probertit kommt in dem Bruch durchaus auch nadelig vor, wird aber bevorzugt in der prismatischen Form mitgenommen bzw. fotografiert ;-) Für eine wasserdichte Analyse sollte es schon ein XRD sein. Allgemein hatte ich von Dr. Siemroth die Info bekommen, das alle seltenen Borate, also quasi alle außer Hydroboracit, Probertit und vielleicht noch Ulexit nur Einzelfunde waren. Mag sein, das diese Info nicht mehr ganz korrekt ist, allerdings ist der Bruch nur noch sporadisch im Abbau und das es grade jetzt so viel von den ganz seltenen Mineralen geben soll, würde mich seeeeeehr skeptisch machen !

Ich habe damals, als man dort noch offiziell rein konnte, immer erstmal mit dem Klassiker Trimethylborat getestet, ob es sich bei dem fraglichen überhaupt um ein Borat handelt. Leider ist es heutzutage nicht mehr so ganz einfach, an den benötigten Methanol ran zu kommen.

Offline Hydrobora89

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Re: Anhydritbruch am Kohnstein
« Antwort #10 am: 26 Jul 15, 21:00 »
Hallo Michael das ist Mit Sicherheit Gips !
Die Kristalle kommen an jeder oberkannte einer Sohle vor !
Hab ich auch schon untersuchen lassen aber leider nur Gips  :-\
Aber trotzdem Schick
FG Christian

Offline nordic

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Re: Anhydritbruch am Kohnstein
« Antwort #11 am: 22 Aug 15, 23:08 »
Hallo,

ich habe eine Stufe mit ähnlichen xx von dort und die war mit Coelestin ettikettiert,aber das glaube ich eigentlich nicht.

Glück auf,
Holger

 

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