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Autor Thema: Strandfundbestimmung / Schmelztuff  (Gelesen 4823 mal)

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Offline Paps

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Strandfundbestimmung / Schmelztuff
« am: 21 Aug 15, 14:12 »
Hallo ihr
Ich bitte um eure Hilfe bei der Bestimmung von Strandfunden in Griechenland
Hier die ersten Bilder

danke schonmal
« Letzte Änderung: 14 Apr 21, 21:05 von oliverOliver »

Offline Paps

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Re: Strandfundbestimmung
« Antwort #1 am: 21 Aug 15, 14:22 »
Ergänzende Infos.
Fundort Kos Hotel Atlantis Strand beim Schnorcheln im Wasser einige Funde in meinem Besitz.
Der Äußere Stein ist von brüchiger Struktur Einschlüsse von glänzend,schwarzem Material und Mineralähnlichen Steinchen,die so hart sind,das sie Glas schneiden können.

Offline Collector

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Re: Strandfundbestimmung
« Antwort #2 am: 21 Aug 15, 16:02 »
Hallo

Das ist Ignimbrit, d.h.  entweder Tuff oder Bims mit eingeschlossenem vulkanischem Glas (Obsidian).

collector

Offline Paps

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Re: Strandfundbestimmung
« Antwort #3 am: 21 Aug 15, 19:52 »
Danke für die schnelle Antwort

Offline michaelh

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Re: Strandfundbestimmung
« Antwort #4 am: 22 Aug 15, 14:12 »
Bei Kos gibt es auch eine Insel auf der der Bimsstein abgebaut wird - da das Material sehr leicht ist, wird es dann auch oft bis Kos angeschwemmt.

Grüße Michael

Offline Paps

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Re: Strandfundbestimmung
« Antwort #5 am: 22 Aug 15, 19:06 »
Leicht ist es,aber viel spröder,als Bimsstein und mit der Hand zu zerbrechen.Was mich wundert sind die Einschlüsse (schwarz und glizernd) und das Vulkanglas,kenn ich vom Bimsstein nicht so.

Online stoanklopfer

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Re: Strandfundbestimmung
« Antwort #6 am: 23 Aug 15, 06:58 »
Das ist Ignimbrit, d.h.  entweder Tuff oder Bims mit eingeschlossenem vulkanischem Glas (Obsidian).

Das ist etwas irreführend: es ist tatsächlich Ignimbrit. Das ist ein sog. Schmelztuff, der fast zur Gänze aus geschmolzenem Glas besteht (die Grundmasse!). Der glänzende Einschluss ist kein Glas, sondern ein Quarzkristall (kommt oft vor), das schwarze dürften höchstwahrscheilich kleine Dunkelglimmer sein (auch nichts Besonderes).

Offline Collector

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Re: Strandfundbestimmung
« Antwort #7 am: 23 Aug 15, 10:38 »
Hallo Volkmar

ich habe diesen vermeintlich für Dich irreführenden "Allgemeinbegriff"  Ignimbrit absichtlich gewählt, im Bewusstsein, dass eben dieser Begriff nicht eindeutig ist.

Ignimbrit kann sowohl  Bims als auch Aschetuff als auch Schmelztuff sein - ergo Ignimbrit.  Je nach Auslegung oder wie mans wo gelernt hat.  (s..u.)

Ich habe auch absichtlich Bims angeführt.  Bims ist ein sehr poröses oder schaumiges Glas, welches bei explosiven Vulkanausbrüchen aus gasreichem Magma entsteht.  Auch Reticulit, ein extrem poröses und leichtes, basaltisches vulkanisches Glas käme infrage, ist jedoch aufgrund eines Fotos nicht nachweisbar.

Zitat:
"...Ignimbrit  ist ein relativ unscharfer Begriff aus der Sedimentologie, Vulkanologie und Petrografie. Er bezeichnet bims- oder auch aschereiche Ablagerungen von pyroklastischen Dichteströmen, die zunächst locker abgelagert, oder bei hohen Temperaturen später auch verbacken („verschweißt“) worden sind. Alternative, z. T. auch präzisere Begriffe sind Bimsstrom, oder wenn die Aschenfraktion überwiegt,  auch Aschenstrom, oder Schmelztuff wenn die Ablagerungen verschmolzen bzw. verschweißt sind... "Quelle: Hans Ulrich Schmicke: Vulkanismus. 3. überarbeitete Aufl., 264 S., Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2010 ISBN 978-3-534-23628-2

Auf und um Kos gab es miozänischen Vulkanismus und dementsprechenden Ablagerungen von Pyroklastiten jeglicher Art. Wovon, wie michaelh unten schrieb, u.a. der Bimssteinabbau zeugt.
Im übrigen: Bims und Obsidian können durchaus neben-drüber-untereinander vorkommen - daher meine Vermutung, dass es sich bei den Einschlüssen um Glas handeln (kann). Doch Du magst Recht haben: Es könnte auch Quarz sein.

Gruß
collector

Offline Paps

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Re: Strandfundbestimmung
« Antwort #8 am: 23 Aug 15, 12:37 »
Ich danke den mitwirkenden recht herzlich.
Ich werde mich noch etwas mit Vulkanismus beschäftigen,interessantes Thema

Offline Emil Box

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Re: Strandfundbestimmung
« Antwort #9 am: 23 Aug 15, 23:14 »
Aus "Geologie von Griechenland" Volker Jacobshagen 1986:
'Jungquartäres Alter haben die kalkalkalischen Laven von Südwest Kos und eine bis 30 m mächtige, von Kalymnos bis Tilos über
2500 km2 nachgewiesene Ignimbrit-Decke, die das Plateau von Mittel-Kos abdeckt. Der Riesen-Ausbruch, bei dem dieser Plateau-Tuff entstand, erfolgte vermutlich südöstlich der Küste von Südwest Kos, wo die bathymetrischen Karten Krater oder Calderen vermuten lassen (Keller 1969).
Es ist dies die Richtung, in der man 15 km weiter auf Yali, abermals 5 km weiter auf Nysiros stößt, beides junge Vulkane.'
Er erwähnt auch Perlit auf Kos (Kefalos)
Kann es ev. Perlit sein?
Gruß
Milo

 

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