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Kennzeichnung von gefährlichen Mineralien auf Börsen
loismin:
Hallo.
Die Radioaktivität von Mineralien hat hier in dem Thread eigentlich nichts zu suchen, das ist dem Kontrolleur nämlich völlig wurscht !!
Hier gehts einzig um die Giftigkeit von Mineralien und der Herr Beamte ist Chemiker und hat eine kleine vorläufige Liste erstellt,
nach der er das Verbot ausspricht !!
Dazu gehören unter anderem Proustit, Bleiglanz, Antimonit, Arsenkies, Realgar, Auripigment , Krokoit usw usw.
Die wären am Stand mit dem Giftsymbol zu kennzeichnen und für Kinder unerreichbar zu präsentieren !!
Habe die gesamte Liste leider noch nicht !
Hier müßte mal wirklich jemand ( Chemiker) eine Gegendarstellung offiziell machen was nun wirklich so giftig ist, daß es gekennzeichnet
werden muß !
Oder halt ein unabhängiges Gremium, das so eine Liste vernünftig erstellt !
Loismin
Schatten:
Morjen Loismin,
wenn ich mir die Teilliste so anschaue, könnte es bald ein Problem geben.
Mir scheint der Herr Beamte sortiert nach enthaltenden Elementen (Pb, As), da werden wohl bald noch Pyromorphit, Mimetesit etc. dazu kommen.
Ganz zu schweigen von allen Arsenmineralien und was weiß ich nich noch alles :o
Gruß
Silvio
Schluchti:
Diese Kontrollen wurden letztes Jahr schon auf der Munich Show durchgeführt. Ich kenne Händler die davon betroffen waren. Es blieb letztes Jahr bei Ermahnungen und der Auflage, die "giftigen" Stufen vor dem Zugriff von Kindern zu sichern, z.B. in Vitrinen. Künftig seien diese aber ordnungsgemäß mit Gefahrstoffsymbolen zu kennzeichnen. Es ist natürlich davon auszugehen, dass dieses Jahr die Kontrollen erneut stattfinden. Neben Krokoiten wurden etwa auch Silberstufen mit (gediegen!) Arsenmatrix beanstandet. Es ging also nicht etwa um hochgiftigen löslichen Claudetit oder Arsenolith, oder Pulver oder Stäube, sondern um massives Metall.
Die von den Beamten verwandte Liste giftiger Mineralien, in die einen Blick nehmen konnte, machte, vorsichtig ausgedrückt, einen "halbgaren" Eindruck. Das Thema wurde nach meiner Erinnerung auch in einem Editorial in der LAPIS 1/2015 thematisiert.
EM:
Die Listen beruhen auf den Sicherheitsdatenblättern, die recht einfach im Netz zu finden sind. Für Bleiglanz ist da, neben vielem anderen, zu lesen:
Verwendungsbeschränkung/-verbote:
Darf nicht in den Händen von Kindern gelangen. Nicht an private Endverbraucher ausgeben (ChemVerbotsV §4 und RL 76/796/EWG).
Auch für die anderen Minerale dürfte es einfach sein, die entsprechenden Datenblätter zu finden.
carsten slotta:
Hallo Alois und Alle,
ich hoffe, dass die Leute von der Behörde mit ihrem gefährlichen Halbwissen nicht noch ernsten Schaden an unserem Hobby und den Mineralienmessen anrichten. Es wäre meiner Meinung nach zu begrüßen, wenn kompetente (!) Börsenveranstalter zusammen mit Wissenschaftlern einen Gegenpol zu diesem Treiben bilden würden um mit der Behörde ins Gespräch zu kommen. Hier sehe ich ganz klar den DMF in der Verantwortung tätig zu werden, denn von allein wird sich dieses Problem wohl nicht in Luft auflösen.
Alois, du hast natürlicht recht, dass die Aktivität von Mineralien den Beamten wurscht ist. Ich hoffe, dass das auch noch lange so bleibt, habe da jedoch meine Zweifel, da viele dieser Mineralien auch As, Pb usw. enthalten. Ich selbst habe es schon erlebt, Mineralien vom Stand nehmen zu müssen, weil sich der Veranstalter in Unkenntnis des Sachverhalts unsicher war und um Ärger für ihn als Veranstalter zu vermeiden.
Ich hoffe, dass die Messeveranstalter nicht den für sie bequemsten Weg einschlagen werden und kurzerhand alles was irgendwie schwermetallhaltig und / oder aktiv ist verbieten werden.
Grüße
Carsten
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