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Für den Erhalt des privaten Sammelns! - Faktensammlung
cmd.powell:
--- Zitat von: kks am 17 Apr 16, 11:30 ---
--- Zitat von: geomueller am 16 Apr 16, 20:41 ---
Wenn dieses sogenannte "Kulturschutzgesetz" wirklich so kommt werden es auch wieder "nur" Einzelfälle sein wo der Staat eingreift, und so haben wir wieder Parallelen zum oben gschriebenen.
--- Ende Zitat ---
Wird wohl so kommen. Nennt sich dann DDR 2.0 ...
MfG
Klaus
--- Ende Zitat ---
Moin
Da sich die Einmischung und Bevormundung des Staates in meinen Augen nicht nur auf das Privatleben sondern auch massiv auf die Meinungsäußerungen der Bürger bezieht, bleibe ich bei meiner Formulierung Faschismus 2.0, DDR 2.0 ist noch viel zu harmlos.
Sebastian:
Ohje das Niveau hier sinkt. Anstatt simple Parolen zu äußern sollte man vielleicht doch zum Kernthema zurückkommen. :-\
Aber wenn sich nur 44.000 tausend melden, selber schuld. Nicht jeder Protest hat Erfolg. Damit muss man leben, Kompromisse
sind das Ideal einer Demokratie, aber wenn sich kaum jemand dafür einsetzt kann es keinen Kompromiss geben.
Gruß Sebastian
Detlef:
Es ist zwar nichts Neues,
jedoch beantwortet der Abgeordnete Sigmund Ehrmann jetzt meine Frage aus dem November 2015.
Aus dem zweiten Teil der Antwort keimt die Hoffnung auf, daß die Sorge und Nöte der kleinen Sammler auch im Kulturausschuß der SPD angekommen sind.
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-778-78085--f446142.html#q446142
Gruß
Frank- Detlef Paul
cmd.powell:
--- Zitat von: Sebastian am 21 Apr 16, 17:02 ---Ohje das Niveau hier sinkt. Anstatt simple Parolen zu äußern sollte man vielleicht doch zum Kernthema zurückkommen. :-\
Aber wenn sich nur 44.000 tausend melden, selber schuld. Nicht jeder Protest hat Erfolg. Damit muss man leben, Kompromisse
sind das Ideal einer Demokratie, aber wenn sich kaum jemand dafür einsetzt kann es keinen Kompromiss geben.
Gruß Sebastian
--- Ende Zitat ---
Moin
Naja, wenn Proteste nichts helfen, darf man seiner Frustration auch mal Ausdruck verschaffen. Ich persönlich habe viel Zeit und Geld in meine Sammlung investiert und ich kann die persönlichen Auswirkungen des neuen Gesetzes noch gar nicht übersehen. In den düstersten Visionen werde ich quasi vollständig enteignet und stehe dabei sogar noch als Verbrecher mit evtl. Strafen dar - ich wüsste nicht, wie ich in dem Falle reagieren würde, aber ich schließe erst mal nichts aus (denkt euch darunter was ihr wollt). Ich schätze auch, das sich nur die wenigsten Sammler wirklich der Konsequenzen und Tragweiter dieser Novellierung in ihrer härtesten Form klar geworden sind. Viele denke wahrscheinlich sehr opportunistisch und meinen "Mich wird es schon nicht betreffen". Darum sind auch nur 44.000 Unterschriften zusammen gekommen. In seiner härtesten Form wird das Gesetz aber alle betreffen. Ich frage dabei immer noch, wie weit das gehen würde. Kennt jemand "Bares gegen Rares" oder Formate wie "Die Trödelprofies" - was wird den z.B. aus Leuten, die in solchen Sendungen ihre "Schätze" veräußern ? Stehen die quasi mit einem Bein im Gefängnis und setzen sich die Produzenten solcher Sendungsformate nicht automatisch der Strafverfolgung aus ? Je länger man darüber nachdenkt, desto mehr merkt man, wie weit solch ein Gesetz in unseren Alltag eingreift, nicht nur bei uns Mineraliensammlern. Jeder Flohmarkt ist dann ein Umschlagplatz für potentielle "Hehlerware". Auf der anderen Seite muss man sich mit ansehen, wie sich die Politik immer weiter vom Volk entfernt und sich dann sogar noch wundert, wenn sie bei Wahlen keine Zustimmung bekommt. Schnell wird dann die Allzweckwaffe des "rechten Gedankenguts" ausgepackt, um kritische Meinungen auszubremsen.
Mag sein, das es nichts zur Sache beiträgt, aber wenn man mit ansieht, das alle Bemühungen so sachte den Bach runter gehen und man sich nur noch an wage Hoffnungen klammern kann, darf man doch mal frustriert sein.
Johannes Kalbe:
@ cmd.powell & agatefreak:
als einer von denen, die sich (auch für euch alle) in den letzten Monaten hunderte Stunden nicht gerade erquickliche Arbeit um die Ohren gehauen und ordentlich privat Auslagen für Fahrtkosten u.ä. gehabt haben erlaube ich mir zu schreiben: ihr könnt natürlich gerne schimpfen. Ganz bequem vom Sessel aus. Helfen tut das allerdings an keinem Punkt. Genau so wenig, wie demokratisch gewählten Politikern mit Pseudoalternativen zu drohen. Aber es freut mich, wenn Ihr dadurch Dampf ablassen könnt und euch besser fühlt. Ihr seid prima.
Für alle anderen: Vernunft hing in der bisherigen Diskussion nicht zwingend am Parteibuch. Und wir haben in allen demokratischen Parteien und besonders in den beiden für uns relevanten Bundestagsausschüssen ("Kultur und Medien" & "Bildung, Forschung und Technickfolgeabschätzung") Abgeordnete gefunden, die nach einer gewissen Aufwärmphase für sachlich, höflich und begründet vorgetragene Argumente ein Ohr gefunden haben. Für die naturwissenschaftlichen Sammler gleich von Beginn an übrigens die GRÜNEN. Die Argumente aus den Geowissenschaften sind im beratenden Auschuss angekommen. Sie werden ernst genommen und in den oben gut charakterisierten demokratischen Prozess einbezogen. Die oben in Kopie eingestellte "Gegenstellungnahme zur Gegenstellungnahme" zeigt, wie sehr das Büro der Kulturstaatsministerin zu agieren versucht/gezwungen ist, und wie unsachlich das Ministerium selber in nicht öffentlichen Argumentationsketten wird.
Ich muß an dieser Stelle auch sagen, dass ein wenig mehr Hilfe von Seiten der breiten Masse der Sammler dem Erfolg dienlicher gewesen wäre, einzelne "Spitzenkräfte" konnten das nur zum Teil rausreißen.
Die nächsten Monate ist auf alle Fälle noch (mehr) Einsatz gefragt, wer uns da aktiv unterstützen will, kann sich gerne an mich oder Sönke wenden. Die Messen sind noch nicht alle gesungen und wir benötigen für alle geowissenschaftlichen Sammler zusammen soviel seriöse Hilfe wie möglich.
Glück Auf!
JK
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