Mineralien / Minerals / Minerales > Gemischte Bildbeiträge

Bildausschnitt bei Mikrofotos?

<< < (22/95) > >>

Harald Schillhammer:

--- Zitat von: etalon am 23 Jan 16, 11:58 ---Wieso musst Du mit höherer ISO arbeiten?
--- Ende Zitat ---

Weil unser Museum ständigen Mikrovibrationen durch den Strassenverkehr ausgesetzt ist und ich daher Verschlusszeiten von mindestens 1/250 o. 1/320 benötige um Verwacklungen auszuschalten. Das schränkt mich natürlich in gewissen Situationen gewaltig ein. Ich hatte z.B. die erste Nikon D800E in Österreich eine Woche zum Testen (Vorteil wenn man NPS-Mitglied ist). Ergebnis: durch die Vibrationen ein Übersprechverhalten von mind. 2 Pixeln, d.h. kein Auflösungsgewinn gegenüber der D3 aber 3 Mal so große Dateien (bei den mittelalterliche PCs in unserem Institut auch nicht gerade vorteilhaft - mache deswegen das ganze stacking und editing zu Hause auf meiner Xeon-workstation). Hab mich dann für die D4 entschieden. Allerdings, vom Dynamikumfang her konnte ihr damals keine andere Kamera das Wasser reichen und die Farbverläufe waren zum Niederknien.


--- Zitat von: etalon am 23 Jan 16, 11:58 ---Aber die gibt es leider nicht ohne mechanische Verschlüsse in handelsüblichen System/DSLR-Kameras
--- Ende Zitat ---

Von Sony gibt es sowas. Der Stefan Wolfsried arbeitet mit einer Sony EVIL im Vollformat.

lg
Harald

Harald Schillhammer:

--- Zitat von: geni am 23 Jan 16, 12:32 ---Hallo Markus,

schau doch mal nach einem 40 mm Luminar von Zeiss. Bildbreiten von 2,0 bis 6,0 mm möglich.
Ganz großer Vorteil: Du mußt nicht mehr so viele Bilder machen weil die eine eingebaute Blende haben.
Das Objektiv ist eines meiner Favoriten und Du kannst es sogar in Retro Stellung benutzen und bekommst
eine größere Bildbreite.

--- Ende Zitat ---

Ist aber gar nicht so leicht heutzutage noch ein anständiges zu bekommen. Ich hatte mal vor Jahren eines gekauft - das war dreckig und die Blende war festgefressen.
Mein Favorit unter den Luminaren ist das 63-er. Optisch noch einen Tick besser, aber noch schwerer zu finden.

lg
Harald

etalon:
Hallo Gerhard,


--- Zitat ---ps. es muß nicht immer ein Mitus sein  ;)
--- Ende Zitat ---

Ich habe mich lange damit beschäftigt, was für Optiken für mich sinvoll wären und bin für mich zum Schluss gekommen, dass die Mitus meine Ansprüche am besten Abdecken. Dazu folgende Überlegungen:

Pro Luminare:

- Variabler Abbildungsmaßstab durch variierende Auszugslänge
- großer auskorrigierter Bildkreis

Kontra Luminare:

- Werden sehr teuer gehandelt (dafür bekomme ich 1 bis 1,5 Mitus auf dem Gebrauchtmarkt)
- Irisblende in Zeiten von Focusstacking zur Erweiterung der Schärfentiefe nicht sinnvoll, da dadurch massiv das Auflösungsvermögen der Optik eingeschränkt wird (wenn das nicht ohne Abblenden diverse Abberationen eh schon tun ;) )
- Optimale Abbildung nur für die berechnete Auszugslänge (160mm)
- Altes Optikdesign und alte Gläser/Beschichtungen (was nicht heißt, dass sie nicht trotzdem funktionieren können)
- Endlichkorrigiertes System


Pro Mitus:

- Aktuelles optisches Design
- Aktuelle Glassorten und Beschichtungen
- Ausreichend großer auskorrigierter Bildkreis
- Apochromatisch
- Sehr hohe NA für den Arbeitsabstand
- Äußerst gute Schärfe

Kontra Mitus:

- Auch teuer, wenn auch nicht so krass wie wenn Zeiss draufsteht
- Auch bei Bedarf neu erhältlich
- Geeignete Tubuslinse erforderlich

Da ich mein System nun auf unendlich korrigierte Optiken ausgelegt habe, ist es für mich der geringere Aufwand, entsprechend nur die Objektive zu wechseln. Für andere Optiken muss wieder alles mögliche umgeschraubt werden. Das fängt schon bei zusätzlichen Adaptern (RMS-Gewinde) an. Dies ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung. Andere halten das anders...  ;)

Ich habe gestern auch mal mit dem Componon-S 4/80 und der neuen Kamera fotografiert, um ein etwas größeres Bildfeld zu bekommen (muss die Bilder aber noch bearbeiten). Nun, wenn man das Mitutoyo mal gewohnt ist, verursacht das Componon mittleren Augenkrebs was die Abbildungsleistung angeht.  :P
Daher meine Entscheidung zu den Mitutoyos. Gerade im Hinblick auf die längeren Brennweiten selbiger ist der kleinere Kamerasensor nun wieder ein Vorteil, da der auskorrigierte Bildkreis für einen VF-Sensor dann nicht mehr reicht...

Grüße Markus

etalon:
Hallo Harald,


--- Zitat ---Weil unser Museum ständigen Mikrovibrationen durch den Strassenverkehr ausgesetzt ist und ich daher Verschlusszeiten von mindestens 1/250 o. 1/320 benötige um Verwacklungen auszuschalten.
--- Ende Zitat ---

Das erklärt manches... ;)

Hast Du keine Problem mit Vibrationen durch die großen Shutter? Bei mir ging das gar nicht...  :-\ (siehe den beigefügten Link in einem meiner obigen Posts)

Grüße Markus

Sebastian:
Es gibt ja nicht nur Luminare, auch mit einem 25 Photar bekommt man sehr variable Abbildungsmasstäbe. Das die Luminare so teuer sind wie 1,5 mitus glaube ich kaum. Klar muss man bei eBay etwas schauen. Gerade der Variable Arbeitsabstand macht einen flexibler ohne diverse Objektive zu kaufen. Und ja sie sind auf 160mm korrigiert, die Auflösung nimmt aber mit sinkender Vergrößerung zu.
Im sehr kleinen Maßstab würde ich auf Mikroskopobjektive ausweichen, für etwas geringere Vergrößerungen dann Lupenobjektive.
Mich würde aber mal interessieren was du für die mitus ausgegeben hast und wo die Bezugsquelle war. Am besten per pm.
Beste Grüße,
Sebastian

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln