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Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Harald Schillhammer:
Andere Theorie: in welchem Farbraum arbeitest du und welchen verwendest du zum Hochladen? Viele Betriebssysteme sind mittlerweile Farbraum-sensitiv (so wie PS) aber bei Forensoftware bin ich mir da nicht so sicher. Das heisst, wenn du in Adobe RGB arbeitest und die Fotos in diesem Farbraum auf ein Forum hochlädst das nur sRGB versteht kann es zu Farbverschiebungen kommen. Das Runtersamplen hat, glaube ich, kaum einen visuell feststellbaren Einfluss auf die Farbe, natürlich aber auf Schärfe und Farbverläufe (Tonwertabrisse kann man immer wieder nach dem Hochladen beobachten).
Stefan:
Hallo,
da wir .jpg oder .png als Bildformat verwenden ist je nach Kompression eine mehr oder weniger sichtbare Verschlechterung der Bildqualität vorhanden. Im Idealfall wird das menschliche Auge dies nicht feststellen.
Bei Verkleinerungen treten IMMER Farbverschiebungen auf. Im Idealfall wirkt das kleine Bild ähnlich dem Originalbild. Probleme gibt es bei stark vorgeschärften und bearbeiteten Bildern. Die werden beim verkleinern oft sehr unansehnlich, da hier die normalen Algorithmen zum verkleinern Probleme bekommen.
Kurz zum allg. vorgehen hier im Mineralienatlas.
Es werden immer automatisch aus der Originaldatei zwei Vorschaubilder generiert. Ein kleineres und ein größeres. Diese werden im System als Cache abgelegt und werden nur einmal generiert. Hierbei kommt es zu Qualitätsverlusten (Kompression, Verkleinerung). Bilder in Vorschaugröße hochzuladen ist kontraproduktiv und würde eher zum löschen des Bildes führen. Separate Vorschaubilder etc. sind nicht vorgesehen.
Was die Kalibrierung der Monitore etc. angeht. Auch mein Monitor ist kalibriert was aber nichts über die Qualität der Anzeige und die reale Farbtreue aussagt. Es stellt eine Verbesserung dar. Welchen Farbraum kann der Monitor überhaupt abdecken. Bildschirme mit z.B. LED Backlight etc. sind schon rein technisch eingeschränkt und Einbrüche unvermeidbar. Eine Kalibrierung kann bestenfalls Farbverschiebungen ausgleichen. Selbst wenn der koomplette RGB Farbraum dargestellt würde sagt das nichts über Höhen und Tiefen in der Anzeige aus. Der Apple 30" Monitor z.B. ist da z.B. eher schlecht. So wie Apple allgemein schlechter als Windows (nur 8 statt 10 Bit pro Farbkomponente) geeignet ist was die meisten MAC Nutzer nicht wissen.
Die Darstellung im Browser ist natürlich auch noch extrem vom Browser und nebenbei dem Betriebsystem, Grafikkarte etc. abhängig. Hier solltest Du mal mit Beispielen trumpfen und je ein Beispiel zeigen wo es besser passt und wo es nicht so gut passt. Also ein paar Links posten zu den verschiedenen Quellen mit gleichem Bild und Auflösung.
Generell hat ein Vorschaubild nicht den Anspruch als Qualitätskriterium heran gezogen werden zu können. Dies weder bei uns noch woanders. Ich z.B. empfinde die Vorschaubilder bei uns durchaus realistisch, was aber auch die Subjektivität einer Bildbetrachtung zeigt.
Viele Grüße
Stefan
Harald Schillhammer:
--- Zitat von: Stefan am 29 Jan 16, 11:01 ---Eine Kalibrierung kann bestenfalls Farbverschiebungen ausgleichen. Selbst wenn der koomplette RGB Farbraum dargestellt würde sagt das nichts über Höhen und Tiefen in der Anzeige.
--- Ende Zitat ---
Stimmt nicht ganz, denn eine gute Kalibrierung berücksichtig auch Helligkeit und Kontrast. Ist normalerweise das erste das man korrigiert, denn die meisten Monitore sind ab Werk meist zu hell und zu kontrastreich eingestellt (selbst bei meinem EIZO musste ich die Helligkeit auf 23% runterschrauben). Erst wenn das passt sollte man sich an die Farbkalibrierung machen.
Stefan:
Die schiebst den Kontrast und die Helligkeit aber erst mal mehr oder weniger linear herunter. Tiefen und Höhen werden mitgenommen. Je besser die Kalibrierung desto stärker werden die Täler und Höhen später ausgeglichen und Farbwerte korrigiert. Spider 3,4.. sind sicher gut und nützlich, aber gute Colorimeter kosten mnd. 10 mal soviel wie diese Produkte. Da sind wir dann auch bei der GRafikkarte die das generierte Farbprofil dann auch noch richtig umsetzen muss. Aber das beste Kolorimeter kann nicht herzaubern was der Monitor nicht kann ;) Vergessen wir nicht die Brillenträger, deren "farblose" Brille dann auch noch je nach Beschichtung etc. Verfäschungen rein bringt. Und das liebe Alter tut unseren Linsen meist auch nichts Gutes.
Aber egal, wenn Du so einen ColorEdge Eizo Monitor hast, bist Du sicher sehr gut aufgestellt und ich würde sehr gerne ein paar Vergleiche aus verschiedenen Quellen sehen. Wir Web-Entwickler kochen alle nur mit Wasser und nutzen meist die selbe Technik.
Viele Grüße Stefan
Harald Schillhammer:
--- Zitat von: Stefan am 29 Jan 16, 11:23 ---Da sind wir dann auch bei der GRafikkarte die das generierte Farbprofil dann auch noch richtig umsetzen muss.
--- Ende Zitat ---
Aber nur wenn der Monitor nicht hardware-kalibrierbar ist.
Dazu muss man aber sagen, dass viele Monitore, zumindest ab der mittleren Preisklasse, ab Werk schon so gut kalibriert sind, dass es meist reicht mit Hilfe eines Graukeils Helligkeit und Kontrast zu korrigieren. Ich habe im letzten Jahr einige Monitore so ab der 400€-Klasse aufwärts kalibriert, die waren alle nicht hardware-kalibrierbar (Farbe) und die Kurvenabweichungen des Profils das dann in der Grafikkarte gespeichert wurde waren so minimal, dass man schon ein sehr kritisches Auge brauchte um den Unterschied festzustellen.
--- Zitat von: Stefan am 29 Jan 16, 11:23 ---Wir Web-Entwickler kochen alle nur mit Wasser und nutzen meist die selbe Technik.
--- Ende Zitat ---
Ich hab mich ja auch nicht beschwert ;). Ich hab mich mit der Tatsache, das im WWW meist eh alles (mehr o. weniger geringfügig) anders ist als in PS schon längst abgefunden - vielleicht m.A. von Kompressionsartefakten, die mich manchmal schon sehr nerven. Fotos an die jeweiligen website-Bedingungen individuell anzupassen ist mir den Aufwand nicht wert und diejenigen denen das überhaupt auffällt haben eh genug Ahnung um die Qualität von Fotos trotzdem richtig beurteilen zu können.
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