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Bestimmungssicherheit bei Mineralienbildern

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Axinit:
Servus,

Peter, Klaus und Guenter haben voellig recht.

Die Art der Bestimmung bzw. die entscheidenden Schlussfolgerungen sollten immer kurz angegeben werden.

Auch bei visuellen Bestimmungen gibt es Kriterien (Habitus, Tracht, typische Paragenesen) die fundorttypisch (sein koennen) und nicht fuer jedermann offensichtlich sind -  auch so kann jeder noch etwas lernen.

GA

Harald

Schatten:
Morjen.

Ich denke die 2. Methode ist der richtige (wenn auch nicht der ultimative) Weg.
Die MMM leisten eine tolle Arbeit und ich bedanke mich speziell für die Fotos von Harzer Mineralien.

Mit Hilfe der Fotos (ob nun die MMM oder Andere) habe ich schon so manches Stück (visuell) eingrenzen bzw. "bestimmen" können.
Dies ist nicht möglich, wenn nur einwandfrei analysiertes Material im Atlas zur Verfügung stehen würde.
50.000 Quarzbilder helfen mir bei einem Parasymplesit oder einem Schulenbergit nun mal nicht weiter.
Der Zusatz "visuell bestimmt" reicht mir persönlich um bei meinen Stücken ein ? zu setzen, bis eine "sichere" Bestimmung möglich ist.


Für mich gilt: 100%ige Sicherheit zum Fundort ist mir wichtiger als eine sofortige 100%ige Bestimmung, denn Letzteres kann man auch später noch nachholen.  ;)

Gruß
Silvio

2045:
Der Mittelweg wäre vermutlich das beste. Zwischen ich stelle alles ein und ich stelle nicht mehr ein gibt es auch etwas dazwischen. Viele Stücke sind (hoffentlich) ziemlich sicher. Bei kritischen Stücken sollte man von einem Anlegen entweder absehen oder gleich den Hinweis dazu geben, das die Bestimmung nicht klar ist. Dazu benötigt man aber im Vorfeld jemanden, den das auffällt!. Das heißt, derjenige muss das Sammelgebiet kennen. Ob das bei Lithothek so funktionieren kann, wo alles von überall gesammelt wird, ist eine andere Frage, die ich nicht beantworten kann. Die Grundidee ist ja sehr gut. Sammlungen ein neues zu Hause zu geben. Hauptbezugsquellen dürften ja hauptsächlich Spenden von Sammlern sein und von Erben von Sammlungen. Wirklich sehr gute Sammlungen sind da wahrscheinlich aber nicht dabei. Sehr gute Systematiksammlungen, die dann auch einen dementsprechenden Wert besitzen, da Stück nur von wenigen spezialisierten Händlern, oft mit dazugehöriger Analyse erworben wurden, werden in der Regel nicht verschenkt oder günstig verkauft. Die werden meistens noch vom Besitzer verkauft. Sehr gute regionale Sammlungen landen zumindest in Österreich auch nicht als Schnäppchen am Markt. Die gehen entweder für viel Geld als gesamtes an einem anderen Sammler oder an ein Museum. Übrig bleiben die vielen 0-8-15 Sammlungen, oftmals schlecht dokumentiert. Vieles durch Tausch vor vielen Jahren erworben, mit ungenauen Fundortangaben, dann gekauftes aus diversen, meisten nicht nachvollziehbaren Quellen und dazwischen zahlreiche Eigenfunde, großteils selbst bestimmt. Als Krönung vielleicht noch billig im Internet ohne Fundort gekaufte Stücke,  wo dann über ein Forum passende Fundorte gesucht werden und natürlich diese Fundortvorschläge dann ohne Einschränkung als definitiv vergeben werden. Natürlich sind diese Stücke zu schade im Müll zu landen. Aber wenn man jemals so eine Sammlung übernommen hat, weis man, was da an Arbeit dahintersteckt um das halbwegs sinnvoll aufzuarbeiten. Ich habe 2x kleine Teile aus solchen Sammlungen übernommen, nur eingeschränkt auf mein bevorzugtes Sammelgebiet. Und da war vieles trotz meiner Kenntnisse aus Österreich nicht auflösbar oder sehr rätselhaft. Sowohl Fundort als auch Bestimmungsmäßig. Wenn solche Sammlungen übernommen werden, und dann Fotos (die sind ganz toll, wäre froh wenn ich das so zustande bringen würde!!!) eingestellt werden, dann sollte man schon etwas kritisch sein. Und wenn es der Hinweis visuell bestimmt ist. Wenn natürlich dann bei jedem Stück visuell bestimmt steht, ist das ganze auch nicht sinnvoll. Mein Wunsch für das Lexikon wäre lieber etwas weniger, dafür mehr Qualität. Das gilt nicht nur für Mineralien/Fossilienbilder sondern auch für die Fundstellen. Das Massenanlegen von Fundstellen aus einer Literatur ohne irgendeine Kenntnisse von der Fundstelle zu haben, ist nicht mein Ding. Aus diesem Grund habe ich meine eine Zeitlang doch recht intensive aktive Mitarbeit im Lexikon seit einiger Zeit wieder stark reduziert. Das ist eine Grundsatzentscheidung ob ich Masse oder Qualität will.
Das Lexikon und das Forum sind eine tolle Sache, aber gesicherte Qualität steckt hinter sehr vielen Einträgen leider nicht.
Das ist meine persönliche Meinung, möchte damit niemand beleidigen und hoffe das das trotz der eher kritischen Ansicht nicht zu einer Grundsatzdiskussion führt.

LG Markus

Uwe Kolitsch:
"Dann kommt entweder "musst Du analysieren lassen" oder anderes Geschwätz."

Das kann ich so nicht stehen lassen. Wenn man es genau wissen, muss man einfach eine Analysen machen lassen (und sich aber auch überlegen, welche Methode(n) hier zielführend sind und wem man das Stück zur Analyse schickt). Alles Andere wäre Geschwätz und reine Mutmaßung.
Fragezeichen hinter einen Namen zu setzen ist völlig legitim und außerdem ehrlich.
Auch in Mindat lassen wir "(visual identification)" oder "(visually identified)" meist gelten, es sei denn, es handelt sich um seltene oder sehr seltene Mineralien.

Münchener Micromounter:
Liebe Forumgemeinde,

eigentlich wollte ich eine Art Facit zur Diskussion schreiben, nachdem neue Beiträge nicht mehr zu erwarten sind. Dabei stellte ich aber fest, daß ich vor drei Jahren schon einmal eine Diskussion zu diesem Thema angestoßen habe. Ich schiebe es auf das Alter, bedanke mich aber bei allen dafür, daß sie teilgenommen haben, ohne mich auf beginnenden oder fortgeschrittenen "Alzheimer" hinzuweisen.

Wir machen also weiter wie bisher nach bestem Wissen und Gewissen, d.h.: eine möglichst genaue Beschreibung einer physisch vorhandenen Stufe und Offenheit für Kritik und Anregungen.

Weiterhin viel Spaß beim Umgang mit Euren Steinen
Manfred

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