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Autor Thema: Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske  (Gelesen 2286 mal)

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Offline oliverOliver

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„Opalholz“ aus Partizanske, Slowakische Republik

Partizanske (manchmal auch Partisanske geschrieben) ist bekannt für oft sehr kontrastreich gefärbte (beinahe schwarz-weiße) Opal- bzw. Kieselhölzer.
Um ein solches, für Partizanske typisch kontrastiertes, handelt es sich bei dem folgenden Stück:

Slowakei/Trenčín, Kraj/Partizánske, Okres/Partizánske
Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske
 
Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske
 
Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske


Es zeigt aber offenbar nicht eine völlig charakteristische Opal-Mineralisation, sondern es sieht großteils eher wie eine „übliche“ Verkieselung/Einkieselung (Chalzedon/Quarz) aus, bzw. könnte eventuell eine Mischerhaltung vorliegen, sprich der Opal entwickelt sich bereits in Richtung Quarz. – Die Frage ist, wie weit hier eine Differenzierung überhaupt Sinn macht, da ja bei Fundstellen, auf welchen beide Erhaltungszustände vorkommen (wie z.B., was nur wenige wissen, auch auf den Csaterbergen im Burgenland), ohnehin oft oder fast immer stufenlose Übergänge vorliegen.
(Ich wäre daher eher dafür, allgemein die Bezeichnung Kieselholz zu verwenden – auch der Opal ist ja schließlich SiO2, wenn auch in anderer Form.)

einige Links zu Partizanske:
bei Peter Huber: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.259154964150011.65900.214606828604825&type=3
bei Wolfgang: http://www.yamadori-bonsai.info/Pu_VerstHolz350.html
« Letzte Änderung: 25 Feb 16, 20:39 von oliverOliver »

Offline oliverOliver

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Re: Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske
« Antwort #1 am: 25 Feb 16, 11:12 »
Mein zweites Partizanske-Holz ist ebenfalls ein kleines (aber leider sehr rissiges) Endstück. Es ist etwas heller bzw. bräunlicher, zeigt aber außen wiederum einen schönen hell-dunkel-Kontrast, der jedoch im Schliff  leider nicht so gut rüberkommt.
Auch dieses Stück ist nicht wirklich "klassisch" opalisiert, sondern in der Erhaltung dem ersten vergleichbar.

Slowakei/Trenčín, Kraj/Partizánske, Okres/Partizánske
Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske
 
Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske
 
Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske


Hier muss ich kurz eine Auffälligkeit ansprechen: auf der Website von Sandra Niemirowska ist ein Holz von einem anderen slowakischen anderer Fundort, nämlich Slančik, zu sehen, welches beinahe aussieht wie mein helleres aus Partizanske (das ich von einem Händler hab, der es dort – angeblich – selbst gesammelt hat). http://www.skamienialky.nazwa.pl/galeria/pictures/slow4_jpg.html
Andererseits gibt es auf der Website von Wolfgang eines aus Slančik, das sehr ähnlich aussieht wie die „schwarzweißen“ aus Partizanske ( http://www.yamadori-bonsai.info/Pu_VerstHolz81.html ).

Das ist nun schon seltsam – sowohl bei den stark kontrastierten, als auch bei den „bräunlichen“, zweimal beinahe exakte Übereinstimmungen zwischen Partizanske und Slančik.
Denn die Stadt Partizanske liegt in der Region Trenčín, etwa 110 km östlich von Bratislava, während Slančik (ungarisch: Kisszalánc) südöstlich von Košice in der Ostslowakei liegt. Da ist nun entfernungsmäßig doch eine gewisser Abstand dazwischen!

Meine Fragen dazu:
- Sind das reine Zufälligkeiten – bedingt durch (annähernd) gleiches Alter, vergleichbare Fossilisations-Bedingungen und ähnliches geochemisches Milieu?
- Oder könnte eventuell Slančík - zusätzlich zum Namen des Ortes bei Košice - auch eine Lokalbezeichnung in/bei Partizanske sein? Wer kennt sich da aus?
- Oder wie sind diese auffälligen Gemeinsamkeiten bei großer Entfernung der Fundorte sonst zu erklären? Hat jemand Ideen oder Infos dazu?
« Letzte Änderung: 25 Feb 16, 20:40 von oliverOliver »

Offline Andreas-

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Re: Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske
« Antwort #2 am: 25 Feb 16, 17:47 »
Zu deinen Stücken, kann ich nichts näheres sagen, aber:

- Slančík ist ein eigener Fundort im Osten der SK und hat NICHTS mit Partizankse zu tun (auch gibt es bei P. wohl keinen gleichnamigen "Subfundort").
- Slančík: die Hölzer von dort sind nicht opalisiert, sondern verkieselt (tw auch schlecht versteinert bzw leicht ins kohlige übergehend)
- Partizanke-Hölzer sind opalisiert; die Farben variieren stark.

Offline oliverOliver

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Re: Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske
« Antwort #3 am: 25 Feb 16, 18:26 »
hallo Andreas,
danke für die Infos zu Slancik !

und:
Zitat
Partizanke-Hölzer sind opalisiert;

ja, heißt es immer - ich kann aber nicht so recht daran glauben, dass wirklich alle eher "verkieselten" (und nicht deutlich opalisierten) Hölzer, die (angeblich?) aus Partizanske stammen, unter einer falschen Fundstellenbezeichnung laufen ....
Ausschließen kann man zwar (wie leider so oft) rein gar nichts, ich tendiere aber doch eher zu der Annahme, dass in Partizanske eben nicht nur opalisierte, sondern halt auch (teil-)verkieselte vorkommen.
Ist vielleicht so wie bei den (oben als Beispiel angeführten) Csaterbergen - die sind ja eigentlich auch rein als Opalholz-Fundstelle bekannt, und wenn ich nicht selbst die Kieselholzstücke gesehen hätte, die nach verlässlicher Angabe vom Betreffenden dort selbst gefunden worden sind, hätte ich das auch nicht geglaubt .... (nach Info von M. Götzinger sind auf den Csaterbergen drei - wenn auch zeitlich wohl sehr nahe beieinander liegende - Ablagerungsphasen zu unterscheiden, und ich nehme mal an, dass die seltenen "verkieselten" aus der älteren stammen, welche auch den sog. "Jaspis" führt)
« Letzte Änderung: 25 Feb 16, 20:46 von oliverOliver »

Offline oliverOliver

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Re: Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske
« Antwort #4 am: 26 Feb 16, 11:27 »
So, ich hab jetzt mal bei dem kleineren (zweiten) Stück die Härte durch Ritzen mit dem Stahlnagel getestet. Die angewitterte Außenseite lässt sich zwar – nur quer zur Faserrichtung ! - ganz schwach anritzen (also wohl kein echtes Ritzen, sondern eher ein Abbröseln der erhabenen Partien der reliefierten Oberfläche), aber am frischen Bruch hinterlässt der gehärtete Stahlnagel lediglich eine silbrige Abriebspur. Das passt also zum makroskopischen Erscheinungsbild.
Andererseits habe ich gerade bei diesen beiden Stücken keinerlei Zweifel am Fundort, da beide von (unterschiedlichen) seriösen Händlern bezogen wurden, bei welchen mir bezüglich Fundorten noch nie irgendwelche Unstimmigkeiten aufgefallen wären.

Zum Vergleich hab ich mit dem gleichen Nagel verschiedene Csaterberg-Opale getestet: die ließen sich, wenn auch mit Mühe, (meist) schwach ritzen – mal besser, mal schlechter, aber in keinem Fall hinterließ der Stahl eine „Silberspur“.
Das einfache Ritzverfahren mit Stahl ist zwar gerade in diesem Härtebereich etwas problematisch, sagt aber im Vergleich m.E. doch was aus.

 

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