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Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske
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oliverOliver:
„Opalholz“ aus Partizanske, Slowakische Republik
Partizanske (manchmal auch Partisanske geschrieben) ist bekannt für oft sehr kontrastreich gefärbte (beinahe schwarz-weiße) Opal- bzw. Kieselhölzer.
Um ein solches, für Partizanske typisch kontrastiertes, handelt es sich bei dem folgenden Stück:
Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske
oliverOliver:
Mein zweites Partizanske-Holz ist ebenfalls ein kleines (aber leider sehr rissiges) Endstück. Es ist etwas heller bzw. bräunlicher, zeigt aber außen wiederum einen schönen hell-dunkel-Kontrast, der jedoch im Schliff leider nicht so gut rüberkommt.
Auch dieses Stück ist nicht wirklich "klassisch" opalisiert, sondern in der Erhaltung dem ersten vergleichbar.
Slowakische Republik: „Opalholz“ aus Partizanske
Andreas-:
Zu deinen Stücken, kann ich nichts näheres sagen, aber:
- Slančík ist ein eigener Fundort im Osten der SK und hat NICHTS mit Partizankse zu tun (auch gibt es bei P. wohl keinen gleichnamigen "Subfundort").
- Slančík: die Hölzer von dort sind nicht opalisiert, sondern verkieselt (tw auch schlecht versteinert bzw leicht ins kohlige übergehend)
- Partizanke-Hölzer sind opalisiert; die Farben variieren stark.
oliverOliver:
hallo Andreas,
danke für die Infos zu Slancik !
und:
--- Zitat ---Partizanke-Hölzer sind opalisiert;
--- Ende Zitat ---
ja, heißt es immer - ich kann aber nicht so recht daran glauben, dass wirklich alle eher "verkieselten" (und nicht deutlich opalisierten) Hölzer, die (angeblich?) aus Partizanske stammen, unter einer falschen Fundstellenbezeichnung laufen ....
Ausschließen kann man zwar (wie leider so oft) rein gar nichts, ich tendiere aber doch eher zu der Annahme, dass in Partizanske eben nicht nur opalisierte, sondern halt auch (teil-)verkieselte vorkommen.
Ist vielleicht so wie bei den (oben als Beispiel angeführten) Csaterbergen - die sind ja eigentlich auch rein als Opalholz-Fundstelle bekannt, und wenn ich nicht selbst die Kieselholzstücke gesehen hätte, die nach verlässlicher Angabe vom Betreffenden dort selbst gefunden worden sind, hätte ich das auch nicht geglaubt .... (nach Info von M. Götzinger sind auf den Csaterbergen drei - wenn auch zeitlich wohl sehr nahe beieinander liegende - Ablagerungsphasen zu unterscheiden, und ich nehme mal an, dass die seltenen "verkieselten" aus der älteren stammen, welche auch den sog. "Jaspis" führt)
oliverOliver:
So, ich hab jetzt mal bei dem kleineren (zweiten) Stück die Härte durch Ritzen mit dem Stahlnagel getestet. Die angewitterte Außenseite lässt sich zwar – nur quer zur Faserrichtung ! - ganz schwach anritzen (also wohl kein echtes Ritzen, sondern eher ein Abbröseln der erhabenen Partien der reliefierten Oberfläche), aber am frischen Bruch hinterlässt der gehärtete Stahlnagel lediglich eine silbrige Abriebspur. Das passt also zum makroskopischen Erscheinungsbild.
Andererseits habe ich gerade bei diesen beiden Stücken keinerlei Zweifel am Fundort, da beide von (unterschiedlichen) seriösen Händlern bezogen wurden, bei welchen mir bezüglich Fundorten noch nie irgendwelche Unstimmigkeiten aufgefallen wären.
Zum Vergleich hab ich mit dem gleichen Nagel verschiedene Csaterberg-Opale getestet: die ließen sich, wenn auch mit Mühe, (meist) schwach ritzen – mal besser, mal schlechter, aber in keinem Fall hinterließ der Stahl eine „Silberspur“.
Das einfache Ritzverfahren mit Stahl ist zwar gerade in diesem Härtebereich etwas problematisch, sagt aber im Vergleich m.E. doch was aus.
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