Ja, Leute, wenn das alles so einfach wäre ?
@Christian (brodi)
Leider nicht mehr ganz up-to-date, was Du erläuterst. Die von Dir im Foto gezeigten Quarze sind zwar authigen, aber die rote Farbe wird nach neuesten Untersuchungen (JENARO GIL, 2013) nicht von Eisen, sondern von Tonmineralen hervorgerufen. (mir liegen die Analysen vor).
Gerade die bekannten spanischen Jacintos de Compostela enthalten nur Spuren (bis max. 0,3%) Fe, sodass man diese Quarze weder als Eisenkiesel noch als eisenhaltig bezeichnen kann.
@Klaus (kks)
Der olle Klockmann ist sehr oberflächlich. Roten Quarz (Hyazinthen von Compostela) von Oviedo gabs nicht, gerade zu Klockmanns Zeit kamen die besten roten "Hyazinthen" aus der Provinz Valencia, es gab sehr viel Untersuchungen und Literatur darüber, nur kannte die Herr Klockmann nicht. Wenn man die einschlägige Literatur aus der Zeit Klockmanns liest, stellt man zudem fest, dass einer falsch vom anderen abgeschrieben hat, vor Ort gesammelt hat bestimmt keiner. Im übrigen definiert Klockmann nicht zwischen "enthaltenem" Eisen oder äußerlich gefärbten Kristallen. Ich vermute, dass war auch ihm nicht so ganz klar. Insofern kann ich den Klockmann nicht als Diskussionsgrundlage empfehlen.
Alles in allem sehe ich es auch so wie Ihr anderen, nämlich dass hier ein historisch gewachsenes Definitionsproblem besteht, welches sich nicht ad hoc lösen lässt.
Für mein eigenes Verständnis füge ich mal drei Bilder von "roten Quarzen" bei, mit der Bitte um Eure Einschätzung, ob diese nun Eisenkiesel sind oder Quarze mit Eisenoxid-/Hydroxidüberzug.
Danke und Gruß
Peter