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Korund.

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Harald Schillhammer:
Eine Analyse (RFA) gibt folgendes Ergebnis an: SiO2: 39,25 %, Al2O3: 12,98 %, Fe2O3: 5,94 %, Na2O: 5,32 %, S: 4,09 %, K2O: 1,56 %, CaO: 1,45 %, TiO2: 0,554 %, MgO: 0,188 %, P2O5: 0,176 %. V2O5: 0,0288 %, ZrO2: 0,0275 %

Eine andere Analyse (EDX) erwähnt ca. 0,6% Cr. Die Frage ist auch ob dieses Cr das Al teilweise ersetzt wie es für Rubin üblich ist.

Ich würde "Rubin" bei dieser Lagerstätte eher vermeiden.

Fabian99:
Hallo,

die RFA hat wohl die Matrix mit gemessen. Die EDX vermutlich den Kristall. Ja, Cr ersetzt Al im Gitter.

LG

Harald Schillhammer:

--- Zitat von: Fabian99 am 15 Mar 16, 09:01 ---Hallo,

die RFA hat wohl die Matrix mit gemessen. Die EDX vermutlich den Kristall. Ja, Cr ersetzt Al im Gitter.

LG

--- Ende Zitat ---

Die Analyse bezieht sich nicht auf das Stück auf dem Foto! Es ist relativ leicht Kristallsplitter aus der Matrix herauszubrechen - meist passiert das eh ungewollt ;).

heli:
Kann Harald nur zustimmen. In der gesamten mir zugänglichen wissenschaftlichen Literatur und den Mineralienzeitschriften wird bei Amstall immer nur von Korund geschreiben. Und ich muss zugeben - als Edelstein würde ich keinen jener Korunde die ich bisher gesehen habe ansehen.

Rubin hat sich auf ebay, diversen Händlern usw. "eingeschlichen".

Anmerkung für Fabian: Erkundige dich mal wer Harald ist. Dann wirst du feststellen, dass du davon ausgehen kannst, dass er sehr wohl weis, was er so schreibt.

Grüße
Helmut

Fabian99:
Hallo Helmut,

das Harald kein Nobody ist, ist mir schon klar, siehe auch seine Signatur und älteren Beiträge. Trotzdem ist eine Einleitung mit "Eine Analyse (RFA) gibt folgendes Ergebnis an" für mich etwas irreführend. Oftmals wird bei der RFA einfach der Kristall mit Matrix auf eine Blende gelegt und gemessen. Dann kommen solche Werte schon vor.

"Die Frage ist auch ob dieses Cr das Al teilweise ersetzt wie es für Rubin üblich ist." stammt nicht von mir und ist in der EDX oder XRD eigentlich schnell zu klären. Bei 0.6wt% Cr, selbst gerechnet als Cr2O3, liegst du im Nachweisbereich der XRD für Fremdphasen, wenn es nicht im Rubin eingebaut ist.

Bei der REM-EDX siehst du in der Regel im QBSD entweder die Fremphasen direkt im Materialkontrast oder machst ein Mapping und suchst dann die Inhomogenitäten. Das Wechselwirkungsvolumen der Rückstreuelektronen umfasst den Hauptbereich der Röntgenentstehung, ist aber von der Beschleunigungsspannung abhängig. Da aber Chrom in Oxiden analysiert wurde, wurde wohl die K\alpha verwendet. Damit liegt die Beschleunigungsspannugn bei über 10-11kV, typischerweise um den Detektor voll auszureizen bei >20kV. Dann siehst du einige µm tief in den leichten Al2O3-Kristall und könntest Fremdphasen erkennen.

Glaube mir, eine gewisse naturwissenschaftliche Grundbildung und Praxis liegt auch bei mir vor.

LG

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