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Warum ist Schwefel nicht gelb ?

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Axinit:
... da taeuschst Du Dich ziemlich  ;D!

GA

Harald

alfredo:
Es passiert oft dass orange-farbene Schwefel in Sammlungen als "Selenschwefel" etikettiert wurde, ohne jeglicher analytische Beweis. Nachdem ich in drei Vulkanen in Japan beobachtet habe dass natürlich-geschmolzene Schwefel orange-farbig geworden ist nachdem es wieder fest geworden ist, und bleibt dann jahrelang orange, und vermutlich inzwischen kein Se zu sich angenommen hat, habe ich an mehrere Probestücke "Selenschwefels" Se gesucht... und überhaupt keine gefunden. Ein weitere Sammlermythos.  :'(

Collector:
Hallo

eine dunklere oder orangerote Färbung wird nicht durch Selen hervorgerufen. Die Farbe von braunem Selenschwefel beruht nicht auf dem Se-Gehalt; im Gegenteil - manche blassgelben Selenschwefel können einen weitaus höheren Se-Anteil als die braunen haben.

Es ist jedoch bekannt, dass die S6-Modifikation orangerot ist / sein kann. 

Steht übrigens alles im Schwefel-Portrait in diesem Mineralienatlas. Muss man nur lesen.

Gruß
collector

scheidewasser:
Hallo,

vielen Dank für die Informationen.

Viele Grüße

cmd.powell:
Moin

Es ist in der Tat richtig, das es orangerote bis rote und gar anderfarbige Schwefelallotrope gibt (S2 = violett; S3 = blau, z.B. im Sodalith; S4 = rot; S5 und S6 = orangerot; ab S7 sind die höheren Allotrope mehr oder weniger intensiv gelb), allerdings sind die Allotrope kleiner S8 allesamt instabil bzw. maximal wenige Stunden bis Tage haltbar (S6, S7). Lediglich S8, S12, S18 und S20 scheinen auch über geologische Zeiträume hinweg stabil zu sein, sind jedoch wie S8 gelb. Wenn die "bunten" Allotrope allesamt über länger Zeiträume instabil sind, wie können sie dann für die Farbgebung von Schwefelstufen über Jahre hinweg verantwortlich sein? Gibt es dort stabilisierende Ionen oder Moleküle, welche die z.B. S6-Ringe stabilisieren, ähnlich wie es mit dem S3 im Sodalithkäfig geschieht? Weiss da jemand Näheres oder besteht da sogar noch Forschungsbedarf?

Anmerkung: Die Informationen über die Farbigkeit der S-Allotrope und deren Stabilität sind aus Holleman-Wiberg, "Lehrbuch der anorganischen Chemie", 102. Auflage übernommen.

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