Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations
Erzanschliff stark strahlend / Uraninit
Panmineral:
Hallo,
beim Review meiner kleiner Steinsammlung ist mir dieses Stück wieder unter die Hände resp. unter den Geigerzähler gekommen. Die Handstufe wiegt ca. 200 Gramm und misst an den längsten Stellen 10 x 5 x 5 cm. In der Tüte gibt's einige Krümel. Ich tippe mal auf ein Uranmineral.
Mit einem Gamma-Szintillator messe ich (aufgelegt) 58 µS/h, mit dem Inspector Exp USB (mit offenem Fenster) in ca. 2 cm Entfernung 780 µS. Kann einer sagen, um welches Gestein es sich genau handelt?
Die zweite Frage, eigentlich eine Irritation: wer macht bei einem solch stark strahlenden Mineral einen Anschliff? Oder gibt es dafür staubdichte Spezialschleifmaschinen?
Dank im voraus und happy Weekend
Peter
Fremdverlinkte Fotos entfernt, siehe https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Hilfe%20und%20Information/BilderUploadHilfeForum
Sorry, wenn die Bilder hier doppelt auftauchen sollten, bei mit den Anhängen hat es wohl nicht so geklappt.
Walpurgin:
Schaut aus wie Pechblende aus dem Erzgebirge, scheint ein typischer Erzanschliff zu sein.
Alcest:
Hallo,
das ist Pechblende (Uraninit), vermutlich aus dem Erzgebirge.
Solche Anschliffe werden häufiger mal angeboten. Ich habe nie nachgefragt, wer diese herstellt. Ich glaube aber kaum, dass eine Privatperson diese staubdicht bearbeiten kann.
Ich habe im Netz aber auch schon einige Spezialisten für andere "besondere" Behandlungsmethoden gesehen. Ein Amerikaner hat in seiner Garage mal einen Swimmingpool mit Säure gefüllt, um eine 1,5 Meter große Quarzstufe zu reinigen.
Gruß
Jan
Panmineral:
Hallo,
Danke für die Antworten. Vermutlich wurde die Pechblende unter Wasser geschliffen. Ich vermute auch mal, dass derjenige nicht unbedingt wusste, was er da bearbeitet, denn die Frage ist ja: was passiert mit dem Wasser, den im Filter gebundenen Stäuben etc.
Wie auch immer. Ich werde das Teil mal unters Mikroskop legen. Es ist natürlich eine attraktive kleine Stufe.
Gruß
Peter
Nathan:
Hallo Peter,
jemand der anschliffe herstellt, weiß sicherlich was er tut. Nass-schneiden/-schleifen ist sicher die beste Methode. Ich habe ein eigenes Labor, wo ich auch Mineralien behandeln kann. Schwermetallhaltige Abfälle insbesondere Flüssigkeiten sammele ich in Kanistern, welche ab und an an Sammelstellen abgegeben werden können. Die meisten, werden dies aber sicher in den Abfluss kippen, was nicht sonderlich gesund ist.
Als ich anschliffe an erzstufen vorgenommen habe, bin ich vorher auch mal mit meinem Geigerzähler darüber geangen, damit ich keine Pechblende schneide. Ich habe nämlich trocken gearbeitet. Da waren schon die Schwermetallarsenide grenzwertig.
Grüße
Philipp
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