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Bunte Steine

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Konni:
Vielen Dank schon mal. Hab natürlich schon gegoogelt. Wenn ich das richtig verstanden habe, kommt Oslo-Basalt aus der Gegend um Oslo. Da kann ich mir nicht so recht vorstellen, wie der hier her gekommen sein soll, die Gletscher reichten nicht bis zu uns. Könnte das dann nicht vielleicht Hirschbergbasalt sein? Das liegt irgendwie näher. Und Granit gibt es bei uns weit und breit auch nicht (außer Pflastersteine natürlich). Könnte das nicht auch ein Tertiärquarzit sein, davon gibt es hier jede Menge? Und Wasser stimmt natürlich, wohne direkt am Bach, der ja erst vor ein paar hundert Jahren gezähmt wurde. Ich stoße auch immer wieder auf Brocken Kalktuff.

Liebe Grüße
Konni

MK:
Klar käme auch ein anderer, ähnlicher Basalt in Betracht. Leider kenne ich mich mit Vorkommen in Hessen und Umgebung nicht aus. (Wobei die Maximalvereisungen z.B. der Elster- und Saale-Kaltzeiten schon ganz schön dicht dran waren - ob dadurch aber tatsächlich Oslo-Basalt bzw. Dolerit bis in Deine Umgebung verfrachtet worden sein könnte, weiß ich nicht.) ???

Wie Quarzite sehen mir die Stücke 027, 028 und 037 eigentlich nicht aus. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein Experte zu Wort...
Viele Grüße
Markus

...so ein Beet wie Du hätte ich auch gern...  ;D

smoeller:
Hallo,

Der Basalt schaut sehr nach Skandinavien aus, solche mit großen Feldspatleisen wie gezeigt, sind in den tertiären Vulkanen eher selten. Auch der Granit könnte von dort oben stammen. Neben Gletschern ist auch immer eine Verschleppung, etwa mit Baumaterial, möglich.

Ein Teil der Gesteine (z.B.38 und 14) sind Rhyolite (Quarzporphyre), wie sie im Rotliegenden, etwa im Harz und im Thüringer Wald, vorkommen. Andere sind den Achaten zuzuordnen (37 und 6). Möglich wäre eine Herkunft vom Thüringer Wald (oder Südharz).

Nr. 002 ist entweder ein Karneol vulkanischen Ursprungs (ähnlich Achat) oder geht in Richtung Kellerwaldjaspis aus Hessen (Nordöstlich Marburg).

Könnte evtl. zum Bachausbau (auch als Betonzuschlagstoff) Kies aus einer Kiesgrube im Harzgebiet oder an der Saale verwendet worden sein. In deren Einzugsgebiet wären derartige Gesteine zu erwarten.

Glück Auf!
Sebastian

Harzsammler:
Hallo,

Das ist eine Mischung von Steinchen wie sie im Kaufunger Wald definitiv nicht zusammen vorkommt und auch in den Kiesgruben des Südharzes nicht.

Von den zahllosen Ammoniten würde ich gerne mal ein Exemplar sehen.

Grüße,
Michael

Konni:
Hallo zusammen,

das ist ja mal ein Durcheinander. Ich kann nur sagen, dass ich die Steine alle in meinem Garten gefunden habe und da wurde nie irgendwas gebaut oder so. Es ist ein altes Bauernhaus ohne irgendwelche Spirenzchen. Der Garten befindet sich hinter dem Mühlgraben außerhalb des Bereiches, in dem gebaut werden darf und war immer nur eine Obst-, nach dem zweiten WK Weihnachtsbaumplantage, die riesigen serbischen Fichten müssen wir jetzt mühsam fällen. Wenn ich einen Schnitt mache, kann ich genau sehen, dass das Land mal trocken war, mal unter Wasser stand, also großartig gestört kann es eigentlich nicht sein. Die typisch rote Erde gibt es hier auch, aber ob die aus dem Rotliegenden ist, weiß ich nicht, die Bergleute hier haben es immer einfach Röt genannt, das war beim Tonabbau immer im Weg. Von Basaltvulkanen bin ich hier ja praktisch umzingelt. Ich werde die Steinchen trotzdem weiter einsammeln, einfach weil sie hübsch sind.

Wie auch immer, die Ammoniten kann ich auf jeden Fall zeigen. Ein ganzes Teil habe ich schon verschenkt, ist immer ein nettes Mitbringsel.

Liebe Grüße
Konni

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