Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations

Bestimmungshilfe Taunusmineral / Pseudomorphose nach Fougèrit

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Runenstein:
Werte Forumbeteiber und Forumgemeinde,

zunächst einmal herzlichen Dank an die Betreiber des Mineralienatlas für die Möglichkeit hier im Gastforum etwas fragen zu können.

Ich komme gleich zur Sache. Seit langer Zeit wartet u. a. das Mineral auf dem Foto darauf, identifiziert zu werden. Bin leider kein Fachmann.

Nach dem Aufschlagen eines handstückgroßen Fundstückes waren unter dem Mikroskop stellenweise dünntafelig sechseckige Kristalle in Gruppen zu sehen.

Fundort: Grube Vereinigung, Eisenbach, Taunus, Hessen, Deutschland. Bildbreite ca. 2 mm. Meine Vermutung und nach den Mineralienlisten dieser Lokalität geht nach Susannit oder Leadhillit.

Besten Dank schon mal.

Runenstein

Uwe Kolitsch:
Da es aus einer Schlacke kommt, mit großer Sicherheit eine Pseudomorphose von Limonit oder einem amorphen Fe-Hydroxid nach Fougèrit oder einem Fougèrit-ähnlichen Mineral.
Sehr häufig in Fe-reichen Schlacken. Die Pseudomorphisierung geschieht normalerweise innerhalb von Stunden oder Tagen nach Aufschlagen von Brocken mit solchen xx (sie sind ursprünglich schwarz und metallisch glänzend).

Mabu:
Hallo,

stammt das Stück mit Sicherheit aus einer Schlacke?
Ich habe dort häufiger gesammelt und so gut wie nie Schlacken gefunden.

Wie sieht die Matrix aus? Ein Foto der ganzen Stufe könnte auch noch hilfreich sein.

Falls die Matrix reich an Bleiglanz sein sollte, könnte es auch etwas anderes sein.


Gruß,
Marko

Runenstein:
besten Dank für eure Einschätzungen. Über den Hinweis zu Fougèrit bin ich bei Ferrihydrit gelandet. Bild Nr. 1397662887 von Ferrihydrit aus "Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Goslar/Grane Stausee/Ochsenhütte" hier im Mineralienatlas trifft es optisch sehr gut (ich bin nicht sicher, ob man hier verlinken darf). Wenn es verifiziert werden könnte, wäre es wohl neu für diese Lokalität und sicher erwähnenswert.

Die Kristalle waren unmittelbar nach dem Aufschlagen vorhanden. Ein paar schwarze waren auch mal dabei. Das Handstück ist natürlich in etliche Einzelteile zerbrochen und auf einigen davon waren m. o. w. diese Kristallnester zu finden. Bleiglanz nicht dabei. Aber alles sehr klein und nicht alle so schön. Auf Schlacke als Matrix will ich mich nicht festlegen, ist aber so mein Eindruck. Der Matrixstrich ist graphit bis schwarzbraun. Ein Foto eines dieser Teilstücke ist am Ende des Textes angehängt.

Besten Dank,

Runenstein

smoeller:
Hallo,

Definitiv Schlacke, wohl Eisenschlacke. Dann kann ich Uwe bezgl. der Bestimmung nur zustimmen. Ähnliche Bildungen kenne ich auch von Joldelund. Erst waren die Kristalle schön schwarz (wie Hämatit oder Ilmenit) und dann bald ockerbraun (Limonit).

Glück auf!
Sebastian

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