Arbeitsmittel / Means for work > Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation)
H2O2 und Co.
uwe:
Ich möchte nun auch meine Meinung zum Thema Gefährlichkeit der Chemikalien beitragen. Ich habe vor vielen Jahren mal den Beruf eines Chemiefacharbeiters erlernt und später Textilchemie studiert. Auch ich habe in meiner Laufbahn Verätzungen erlebt, die aber in der Industrie, mit erheblich größeren Säuremengen erfolgten. Die Fingerhüte voll Säure, die man bei der Analyse braucht und einsetzt stellen so ein Gefahrenpotential nicht dar. Das einzige, auf das man wirklich achten muß ist der Schutz der Augen. Da lege auch ich trotz etwas "schlampigen" Umgang mit der Chemie größte Sorgfalt an den Tag.
Beim Absäuern nimmt man ohnehin zum Schutz der Stufen meist verdünnte Salzsäure. Ins Freie sollte man immer gehen, wenn es schwarze Beläge gibt. Da handelt es sich oft um Mangan und das zersetzt Salzsäure unter Freisetzung von Chlorgas. Man fällt von einer Nase voll nicht gleich um, aber man merkt sich dann hinterher was man tun und lassen soll.
Erstaunt hat mich aber der Hinweis des Sauerländers, das Stufen mit Arsen beim Kontakt mit Wasserstoffperoxyd unter aufbrausen Arsenwasserstoff bilden. Wo soll hier der überschüssige Wasserstoff herkommen ? Wasserstoffperoxyd zerfällt nach meinen Kenntnissen unter Freisetzung von Sauerstoff. Es bildet sich doch eher eine wässrige Arsenoxydlösung. Auch beim Erhitzen habe ich nie eine stürmische Reaktion erlebt.
Glück Auf
Uwe
der Sauerländer:
Hallo Uwe
U. a. tritt AsH³ bei der Naßbearbeitung von Erzen, Schlacken oder Mineralspeisen auf. As ist 3 oder 5-wertig. Bei Einwirkung mit verdünnten Säuren bildet sich Arsenwasserstoff ( siehe Internet ).
Mein Erlebnis: ich habe Seinerzeit einige kg Erz von Hartenstein in den Eimer gepackt und wegen der Hinweise der Sammler in Hartenstein auf Arsenwasserstoff (die waren sich da einig) den Eimer auf meine Wiese hinterm Haus abgestellt. Nach der Zugabe von konzentriertem H2O2 passierte ne ganze Zeit gar nichts. Also bin ich essen gegangen. Mein Sohn rief mich irgendwann ganz aufgeregt raus, weil es so stank. Knoblauch! Oh Shit! Aus dem Eimer quoll ein dickblasiger Schaum, der die abschüssige Wiese runter lief. Ich hab ordentlich Wasser zugegossen und der Spuk hörte auf. Als ich 4 (!) Jahre später auszog, wuchs an der Stelle immer noch nix. Alles braun.
Ach ja.....Silber? Keine Spur.
Gruß der Sauerländer
uwe:
Hallo Wilhelm,
das ist interessant ! Hast Du außer konzentriertem H2O2 noch etwas anders zugesetzt, was evtl. katalytisch wirken könnte ? Vermutlich liegt es bei mir auch an der Konzentration der eingesetzten Chemikalie, daß alles friedlich blieb obwohl nach einigen Tagen die Silberbäumchen besser sichtbar waren.
Glück Auf
Uwe
der Sauerländer:
Hi Uwe
Neh, wüßte ich nicht. Ich hab das Zeug Allerdings auch konzentriert verwendet. Vielleicht war deshalb auch nix mit Silber?
Gruß der Sauerländer
der Sauerländer:
Und noch`n Tipp
Mein bisher bestes Reinigungsmittel ist....die Spülmaschine.
Die Stücke sind astrein sauber bis hinter den letzten Kristall.
Und wenn dann noch Chemie erforderlich ist, anschließend nach kurzer Wässerung, noch mal rein. Und weg sind die, meißt gelben,
Rückstände.
Was meine Frau dazu sagt. Hmmmmh.....dumdidumdidei.....
Gruß der Sauerländer
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