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Haifischzähne in Talk in McPomm ? / Feuerstein

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kohlenjockel:
Hi Markus, die links helfen meinem Verständnis wenig.

Ich sehe und fühle zwei verschiedene Materialien. Geschrieben wurde hier von Flint / Calcedon. Ich dachte nun, bei Calcedon handelt es sich um die sich speckig anfühlende, helle Grundmasse und beim Flint um die "Zahnstücke" ...
Flint kommt m.W. in Kalksedimenten vor bzw bildet sich dort, Calcedon ist aber meinem Verständnis nach kein Sediment.
Und evtl liege ich damit gaanz falsch, und deshalb fragte ich.

Viele Grüße
kohlenjockel

Johannes Kalbe:
Hallo Jochen,

Zu Deinem Fund evtl. Folgendes: es handelt sich um einen Flint/Feuerstein, der sich zwar ursprünglich in einem Kalkstein gebildet hat, dann aber von den Gletschern der Eiszeit aus dem weicheren Kalkstein herausgearbeitet und bei Dir in der Gegend abgelagert wurde. Die Oberfläche erscheint scheinbar "speckig", weil der Feuerstein, nachdem das Eis abgetaut war, auf der Oberfläche gelegen hat und durch die Staubstürme in der damaligen Kältewüste so speckig poliert wurde. Wenn Du eine Ecke das Steines mit dem Hammer abschlagen würdest, würdest Du auf der frischen Bruchfläche sehen, dass er eigentlich nicht speckig glänzt.

Der von Dir vermutete Haizahn ist leider keiner. Das gelbliche Gebilde auf "2 Uhr" müßte man sich direkt ansehen, über die Bilder hier im Forum wirst Du da keine belegbare Auskunft bekommen können.

Im Großraum Vorpommern gibt es 3 Anlaufpunkte (Sammlergruppen) die sich regelmäßig treffen und an die Du Dich wenden könntest, in Neubrandenburg, in Greifswald und etwas ähnliches auf Rügen. Wenn Du von einer dieser Möglichkeiten, Dein Stück direkt vorzuzeigen Gebrauch machen willst, kann ich Dir gerne per PN die Kontaktdaten schicken.

Um es aber vorweg zu nehmen, Dein Fund ist zwar evtl. ein hübscher und für Dich interessanter Stein, aber aus Sicht der "Profis" nichts besonderes.

Glück Auf!

Johannes

kohlenjockel:
Hallo Johannes, vielen Dank erstmal. Neubrandenburg wäre für mich am Nächsten, aber sooo bedeutend ist mir das eigentlich nicht. Ich wüsste es halt gern genauer.
Die Verlagerung durch die Eiszeit ist mir klar ... aber das es Feuerstein ist, leuchtet mir noch nicht ein, den kenne ich nur dunkel gefärbt.
Ich habe noch weitere Bilder gemacht, auch von den Bruchseiten. Auf den Bildern, im hellen Sonnenlicht und Nahaufnahme, sieht das Material deutlich gleichartiger aus, zumindest was den Glanz und eine mögliche Transparenz angeht. Strichfarbe auf Beton ist übrigens Weiß.

Viele Grüße
kohlenjockel

Detlef:
Hallo Jochen,
ist Feuerstein. Die Farbe ist auch typisch. In dieser und anderen Farbnuancen wird er bei uns in Kiesgruben und auf Äckern  als Geschiebe aus der Kreidezeit massenweise gefunden.
Feuerstein kann die verschiedensten farben haben, von grau über Beige zu blaugrau und Dunkelgrau. Er kommt mit homogener Farbe, fleckig, gebändert und grau mit beiger Oxidationsrinde vor.
Gruß
Frank-Detlef Paul

MK:
Hallo,

so ist es. Auch bei uns in Schleswig-Holstein kommt Feuerstein in Massen vor (ist hier einer der häufigsten Steine!) - und entsprechend auch in vielen Farbnuancen (neben Unterschieden in der Grundfarbe je nach Umständen der Entstehung zusätzlich durch Verwitterungen / Überkrustungen / Patina-Überzüge verursacht).
Ein Buchtipp dazu: "Feuersteine Hühnergötter" von Rolf Reinicke (Demmler Verlag) -->gibt einen ganz guten Überblick.
(Ein noch besseres Buch über Feuerstein ist hier in Schleswig-Holstein bereits verfasst, aber leider noch beim zuständigen Verlag in der Warteschleife...)

Viele Grüße
Markus

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