Fossilien / Fossils / Fósiles > Kopffüßer / Cephalopoda
Unbestimmter Jura-Ammonit
draconis:
Hallo
Der Ammonit ist aus Opponitz (nähe Waidhofen/Ybbs), ca 6cm Durchmesser und weist eine kaum sichtbare Längsriffelung auf. Das Gestein an der Fundstelle ist Klauskalk.
Hoffe ihr könnt mir helfen
Lg Heidi
RMB:
Hallo Heidi,
ich würde ihn unter Vorbehalt mal den Phylloceratidae zuordnen, bin aber bei alpinen Ammos eher unbeleckt. Vielleicht hilft dir folgender Link weiter :
http://www.oeaw.ac.at/cgi-bin/austrofossil/query?gener=&chrono1=&litho=Klauskalk&speci=&refer=&taxo=amm&repo=
Er sollte eine Faunenliste des Klauskalk anzeigen. Ist eine Query in der österreichischen Fossiliendatenbank
( zu finden unter http://www.oeaw.ac.at/austrofossil/search.htm ).
Grüße
Rainer
Joachim:
Hallo Heidi
Das ist ein Cladiscites quadratus!
Schau mal hier unter Fossilien-Trias!
http://my.heim.at/oskar
Gruss Joachim
RMB:
Hallo Joachim,
ich hatte zuerst eigentlich auch eher an etwas Triassisches gedacht, aber wenn Heidi's lithologische Angabe "Klauskalk" (= Aalenium - Oxfordium, entspricht also in etwa unserem Dogger) korrekt ist und das Teil nicht "fremddeponiert" wurde, dann fällt der Cladiscites leider durch das Raster.
Grüße Rainer
amaltheus:
Wenn mit der Längsriffelung eine "Spiralstreifung" gemeint ist,
dann liegt höchstwahrscheinlich doch ein Ammonit aus dem Trias vor
und die Bestimmung von Joachim paßt dann wieder.
Bei den Phylloceraten im Jura ist mir momentan keine Spiralstreifung
bekannt.
Spiralstreifung als Hauptgestaltungsmerkmal von Ammonitengehäusen
ist im Jura praktisch nicht verbreitet.
Bei den Trias Ammos dagegen schon.
Dann stammt das Stück jedoch nicht aus dem Klauskalk sondern
ist an den Fundort "transportiert" worden.
Da die geologischen Schichten in den Alpen ziemlich "gestört" sind,
kann das Stück durchaus auch von einer höheren Stelle heruntergekullert sein
und ist dann auf sog. Klauskalk zum Liegen gekommen
- Thomas -
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