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Autor Thema: Nickelin mit Schwerspat von "Alter Schnepfenflug"  (Gelesen 3478 mal)

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Offline jkstar

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  • Wulfenit Tsumeb
Hallo,

ich habe zwei dickere Brocken Nickelin vor langer Zeit erstanden und der Sammler sagte mir damals der Fundort ist "Alter Schnepfenflug".
Leider ist er verstorben, ich finde diesen Fundort nicht...

Habt Ihr eine Idee ?

Viele Grüße
Julian

Offline carsten slotta

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Offline jkstar

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  • Wulfenit Tsumeb
Re: Nickelin mit Schwerspat von "Alter Schnepfenflug"
« Antwort #2 am: 03 Oct 16, 18:31 »
Danke! Schnepfenbusch und schnepfenbach haben wir schon mal, gibt es evtl noch andere oder den genannten Fundort?

Vg
Julian

Offline Alcest

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Re: Nickelin mit Schwerspat von "Alter Schnepfenflug"
« Antwort #3 am: 03 Oct 16, 19:20 »
Ist der Nickelin von anderen grauen-silberner Arseniden umwachsen? Ich würde spontan auch an die Grube Schnepfenbusch denken. Sonst fällt mir nix ähnliches mit Arseniden ein. Falls du die Stücke mal abgeben willst, kenne ich da einen Interessenten... ;) (Sorry für das Thread-Hijacking)

Offline jkstar

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  • Wulfenit Tsumeb
Re: Nickelin mit Schwerspat von "Alter Schnepfenflug"
« Antwort #4 am: 03 Oct 16, 19:55 »
Ich mach morgen mal ein Foto und stelle es ein.

Viele Grüße
Julian

Offline jkstar

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  • Wulfenit Tsumeb
Re: Nickelin mit Schwerspat von "Alter Schnepfenflug"
« Antwort #5 am: 04 Oct 16, 15:44 »
Das sind die Bilder, das große Stück wiegt 1 kg und das kleinere 650 g

Ob weitere Arsenide dabei sind kann ich leider nicht beurteilen

Gerne hätte ich die Stücke irgendwie gereinigt, da werden die meißten von Euch  wieder die Hände über den Kopf zusammenschlagen ?!

Besonders der grüne Belag stört mich

Viele Grüße
Julian

Offline Alcest

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Re: Nickelin mit Schwerspat von "Alter Schnepfenflug"
« Antwort #6 am: 04 Oct 16, 15:49 »
Hallo,

es sieht schon aus, als ob da andere Arsenide bei sind. Ich würde da ohne schlechtes Gewissen die Grube Schnepfenbusch ranschreiben. Das Grüne ist bestimmt Annabergit und Annabergit ist mit Schwefelsäure leicht "zu besiegen" (es sollte sich bei dem weißen Mineral dann natürlich um Baryt und nicht um Calcit handeln!). Die Abwässer musst du natürlich fachgerecht entsorgen ;) Dann glänzt der Nickelin wieder wie frisch nach der Genese.

Offline jkstar

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  • Wulfenit Tsumeb
Re: Nickelin mit Schwerspat von "Alter Schnepfenflug"
« Antwort #7 am: 04 Oct 16, 15:57 »
Toll wie schnell das hier geht !  :)

Es kann auch Baryt sein, die Bruchflächen glänzen sehr, ich habe leider keinerlei Säuren um das rauszufinden.
Gibt es andere Bestimmungsmerkmale ?
Wird Calcit in der Schwefelsäure gelöst und Baryt nicht ?
Wieviel Prozent sollte die Schwefelsäure haben und wie lange kann das Stück drin liegen, ich werde das mal jemand anderen machen lassen...

Viele grüße
Julian

Offline Alcest

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Re: Nickelin mit Schwerspat von "Alter Schnepfenflug"
« Antwort #8 am: 04 Oct 16, 16:06 »
Hallo,

ja, manchmal bin ich sehr schnell ;D

Calcit kannst Du einfach mit Salzsäure von Baryt unterscheiden. Calcit verursacht die klassische Blasenbildung (Freisetzung von CO2), bei Baryt sollte gar nix passieren. Ich habe Calcit noch nie mit Schwefelsäure kombiniert, denke aber, dass sie Calcit angreifen sollte. Ich gehe bei Deinen Stufen aber zu 95% von Baryt aus. Von der Grube Schnepfenbusch kenne ich Nickelin nur in Baryt.

Da aber keine Säuren zur Verfügung stehen:
Baryt ist mit der Mohshärte 4 härter als Calcit mit der Härte 3, dafür aber wesentlich schwerer. Angesichts der Erzmenge wirst Du die Dichte aber nur schwer abschätzen können.
Bei Annabergit sollte verdünnte Schwefelsäure (5-10%) reichen. Du wirst eine unspektakuläre Blasenbildung sehen. Einige Minuten bzw. wenige Stunden sollten reichen, um den Annabergit vollständig loszuwerden. Nach dem Säurebad bzw. währenddessen solltest Du mit einer Bürste hin und wieder auf das Stück "einschrubben". Dabei muss die Entsorgung der entstehenden Lösung natürlich fachgerecht durchgeführt werden ;-)

LG Jan


Offline Alcest

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Re: Nickelin mit Schwerspat von "Alter Schnepfenflug"
« Antwort #9 am: 04 Oct 16, 16:13 »
Und wenn wir schon dabei sind: besonders bei der Verdünnung von Schwefelsäure gilt: "erst das Wasser, dann die Säure - sonst geschieht das Ungeheure!"

Also informiere Dich bitte über diese Geschichte, bevor Du den Selbstversuch wagst ;-)

 

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