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Fund nahe des Donaurandbruchs
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Avalon2000:
Hallo zusammen,
ich habe diesen Fund vor über 30 Jahren an einem Baggersee nahe Kirchroth in Niederbayern gemacht.
Der Stein ist ziemlich hart und schwer (über 150kg). Nichtsdestotrotz hat er viele Aushöhlungen und Löcher.
Nun ziert er seit vielen Jahren als Blickfang meinen Gartenteich.
Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir bei der Bestimmung helfen könnt!
Gesteine
Bei den Gesteinen sind diese Fragen von Bedeutung:
1.) Die wichtigsten Eigenschaften
a.) Ist der Stein homogen oder inhomogen?
Er ist inhomogen
b.) Blasen?
Hat der Stein kleine Blasen? Welche Form haben die Blasen? Hat der Stein Poren? Oder gleichmäßige Risse?
Aushöhlungen.
c.) Wechselwirkung mit Magneten
Wenn man einen Magneten, z.B. Whiteboard-Magneten, an den Stein hält, bleibt der Stein oder der Magnet hängen? Oder spüre ich eine deutliche Anziehung, wenn ich mit dem Magneten über den Stein gehe?
Nicht magnetisch.
e) Das Erscheinungsbild
Wie ist der Glanz? Schillert der Stein? Wie ist das Gefühl in der Hand, z.B. staubig, speckig...
Hart und mit Kanten und Rundungen. Er ist ockerfarben/hellbraun.
f.) Oberfläche anders als Inneres?
Wenn eine Ecke abgeschlagen wird, ist das Innere wie das Äußere? Wo sind Unterschiede?
Das Innere ist wie das Äußere.
g.) Sind Kristallite erkennbar?
Wie sehen die aus? Möglichst gute Beschreibung Farbe, Ränder, Farbverläufe!
h.) "Härte"
Der Stein ist schon relativ hart.
i.) Größe in etwa, besonders bei den Fotos die geschätzte Bildbreite.
80x30cm
j.) Spaltbarkeit - Schieferig?
Der Stein lässt sich leicht in dünne Lagen zerlegen oder nicht.
Lässt sich nicht in dünne Lagen zerlegen.
Ich freue mich über Eure Hinweise :-)
Danke und viele Grüße
Blackminer:
Ich sag mal durch Karstprozesse ausgelaugter Kalkstein.
GA
guefz:
Und durch eisenhaltiges Wasser braun gefärbt.
Günter
oliverOliver:
hmm, wär mir da bei Kalk nicht so ganz sicher - wenn ich mir die Bruchflächen anschaue ...
probier mal mit etwas Essig oder besser Essigessenz auf einer glatten Bruchfläche, ob das schäumt bzw. zumindest kleine Bläschen bildet ...
smoeller:
Hallo,
Könnte auch Dolomit sein. Gerade in der Frankenalb gib es häufiger Dolomite, Reste ehemaliger Schwammriffe. Die haben oft solche löchrigen Formen. Auch in den Alpen gibt es Dolomite. Ansonsten evtl. auch Sandstein.
Mal die Härte prüfen. Dazu mit einem Messer über eine Stelle an dem Stein kratzen. Dolomit ist weicher als der Stahl des Messers, sollte also deutlich gekratzt werden können. Das Pulver sprudelt dann mit Salzsäure (10 %), während massiver Dolomit das nicht macht. Calcit (Hauptbestandteil von Kalkstein) sprudelt mit Salzsäure immer. Quarz (Hauptbestandteil von Sandstein) ist wesentlich härter und lässt sich mit entsteht ein Messer oder Feile nicht ritzen, es entsteht ein knirschendes Geräusch.
Glück Auf!
Sebastian
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