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Achate als echte Wertanlage

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quartzman:
Hallo liebe Sammlerfreunde,
seit jahren bin ich begeisterter Regionalsammler (Saarland) und erfreue mich mittlerweise an einer kompakten aber feinen Sammlung. Wenn es zeitlich bei mir hinhaut besuche ich hin und wieder versch. Börsen. Dort und auch im Netz auf bekannten Plattformen ist unschwer zu erkennen das z.B. die Marokkaner hoch im Preis stehen.
Nun stellt sich mir die Frage ob es Fundstellen gibt, deren Achate Weltweit hoch im Kurs stehen. Ich meine damit wirklich begehrte Gebiete, deren Belege hinter Glas gehören ? Dieses Thema reizt mich schon seit Jahren. Natürlich schliesse ich Edelsteine wie Opal etc. aus. Mir geht es rein um Achate. Das schöne Stücke aus stillgelegten Fundstellen im Wert steigen....sollte klar sein. Vor allem wenn die Die Anzahl der Funde gering war...etc..
Grüße
Christian

Lausitz:
Hallo Quartzman. Ich denke nicht an Fundstellen die einen hohen Wert rechtfertigen sondern an bestimmte Varianten des Achat. Z.B. sind Plumeachate, egal woher, sehr teuer und werden es auch in Zukunft sein.

Gruß aus der Niederlausitz

Walpurgin:
Man sollte nicht vergessen, es sind "nur Steine".
Ob sie werterhaltend belieben hängt immer da von ab ,ob es in Zukunft dafür auch ein Markt bzw. Sammler gibt.
So manch "Sammler" ist schon böse aufs die "12" gefallen als er merkte das sein Sammelgebiet nicht mehr "on Vogue" war.

Klaus Schäfer:
Hallo Christian,

Die Preise von guten Achaten haben aufgrund verschiedener Ereignisse, unter denen die verstärkte Nutzung des Internets von Sammlern und Verkäufern - neben umfangreichen Buchpublikationen und geringer werdenden Fundmöglichkeiten - die Hauptursachen sind, eine schon dramatisch zu nennende Entwicklung genommen. Durch die kontinuierlichen Preissteigerungen wurde eine Schwelle überschritten, die das "Allerweltsmineral" Achat für Sammler interessant gemacht hat, für die ein Basiswert eines Minerals eben sehr hoch sein muß, damit das entsprechende Sammlungsstück (und somit der Sammler) in der Bekanntschaft dieses Sammlers (deren Sammlungen Oldtimer, Kunst und önologische Sensationen umfassen) überhaupt Anerkennung findet. Mit Leichtigkeit überspringen sehr gute Achate (in der Regel als Paare) eine vierstellige Dollargrenze. Außergewöhnlich gute Achate, deren Einzigartigkeit außer Frage steht, erreichen mittlerweile aus dem Stand fünfstellige Dollar-Bereiche.

Um diesen Prozess zu erleichtern, haben die Achathändler (egal ob Marokkaner, Cinesen oder Mexikaner) mittlerweile alle Tricks von den klassischen Mineralienhändlern übernommen. Insbesondere den des "Gegenseitigen Verkaufes von Stücken". Die Preisfindung von Steinen hat so seine Tücken - man kommt eventuell in Argumentationsnot beim Verkauf, kann man nur auf Schönheit und Seltenheit des Stückes verweisen. Wurde das Stück allerdings käuflich erworben - hat es vielleicht sogar eine längere Geschichte von Besitzern, die sich im Preis immer wieder überboten - so hat man einen kaufmännischen Hebel, um die Preisverhandlungen gegenüber dem "Endverbraucher" zu bestimmen.

Dieses Gebaren mag im Einzelfall ja ganz unterhaltsam sein, betrachtet man aber den ganzen Zirkus, stellt man fest, daß versucht wird, überhöhte Preise auch im Bereich mittlerer Qualitäten und dem großen Rest banaler, minderwertiger Stücke durchzusetzen. Dadurch verprellt man dann leider den durchschnittlichen Sammler, der auch mit schönen Belegen zufrieden wäre.

Gruß aus Idar-Oberstein

P.S. Unter amerikanischen Sammlern gibt es strikte Kriterien für "gute Achate". Uneingeschränkt gilt: der Achat sollte mindestens drei deutlich unterscheidbare Farben haben, eine davon gerne weiß; er darf keinen makrokristallinen Quarz in der Mitte aufweisen (gelegentlich werden hier für Amethyst und Rauchquarz ausnahmen gemacht); Risse, Ausplatzer und ähnliches werden keinesfalls akzeptiert; Einschlüsse im Achat (Pseudomorphosen, "Plumes" etc) gelten nur dann als akzeptabel, wenn sie die Wirkung des Stückes harmonisch unterstützen.; der Stein muß in der Regel komplett sein (beide Hälften); der Achat muß eine herausragende Größe besitzen (Angabe oft als Gewicht). Absolut wertsteigernd ist es, befindet sich die Fundstelle im nördlichen Teil Amerikas (Teepee Canyon, Kentucky Agates, Fairburn´s,etc.). Thematisch wird Mexico von den USA eingemeindet, geht es um feine Achate. Fundstellen anderer Kontinente werden mittlerweile akzeptiert, da man vor der Haustüre nur noch wenig findet. Beliebt ist aber hier nur das Bekannte (Botswana, China, Marokko, Australien).

Bestimmte Achattypen (Fairburn Agates, Lake Superior Agates) dürfen keinesfalls geschliffen sei. Das Sättigen mit Babyöl ist aber erlaubt, umso kleine "flaws" unsichtbar zu machen. Ein guter Schliff ist ansonsten gewünscht, aber verhältnismässig selten zu finden.

quartzman:
Hallo Freunde,
schön das ich von Euch eine Antwort bekam. Ja, das die Plumeachate z.T. begehrt sind, habe ich auch schon gehört. Sie sind ja auch wirklich eine Pracht. Was ich ebenfalls in den vergangenen Jahren beobachten konnte waren zunehmend schöne Stücke der Kerrouchen Achate aus Marokko. Diese sind zuweilen auf Börsen kaum noch zu bezahlen.....ich rede natürlich nicht von Radiergummi größe.....wobei die ebenfalls bereits etwas kosten, bei entspr. Güte.
Das die Nachfrage den Preis bestimmt und etwaige Weltkundige Händler ebenfalls an gewissen Preisen nicht ganz unschuldig sind, ist ebenfalls nicht auszuschließen.
Hahaha...ich denke mal wenn David Beckham, Justin Timberlake, Bieber und co. für Baker Ranch Thundereggs werbung machen würden, wären unsere Sammlungen für die Damenwelt nich nur noch unnötige Quader die Platz im Haus nehmen... :D :D   

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