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Autor Thema: Bestimmung: Dunkelgrüner Porphyr mit lila Einsprenkelungen?  (Gelesen 2559 mal)

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Offline wbecker1953

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Hallo zusammen,

ich habe den Stein im Anhang an der Ostsee (in Wustrow) am Strand gefunden.
Ist das ein Porphyr und wenn ja, welcher?

Vielen Dank!

Offline oliverOliver

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    • naja ....
Rhombenporphyr ?
Allerdings hab ich von Geschieben keine Ahnung .....
vgl.:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Rhombenporphyr

eventuell eine Ähnlichkeit zu dem Stück rechts oben:
Bestimmung: Dunkelgrüner Porphyr mit lila Einsprenkelungen?


Allerdings sehen mir die Einsprenglinge bei deinem Fund im Vergleich zu den Fotos im Atlas sehr unscharf abgegrenzt aus.
« Letzte Änderung: 27 Feb 17, 18:06 von oliverOliver »

Offline Harzsammler

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Dieses Stück mit dunkelgrüner Grundmasse und rosa Feldspäten lässt mich an einen Särna-Tinguait denken.

Allerdings kann ich auf dem Foto keine Ägirin-Nadeln erkennen die für dieses Gestein eigentlich typisch sind.

Grüße,
Michael

Offline Sprotte

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Sieht interessant aus. Allerdings ist anhand dieses einen Bildes keine Bestimmung möglich

Eine Datailaufnahme (wobei eine Fläche des Steins senkrecht zur Digitalkamera stehen muss --- bitte kein Handyfoto) wäre hilfreich. Auf ausreichende Ausleuchtung achten. Der Stein sollte leicht (!) befeuchtet sein.

Ist das Gestein magnetisch?

Viele Grüße
Sprotte

Offline wbecker1953

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Hallo, Sprotte! Gestein ist nicht magnetisch. Habe drei solcher Exemplare vom gleichen Strandabschnitt. Werde die Fotos noch mal reinstellen.

Offline wbecker1953

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Hier noch mal zwei grüne Exemplare

Offline Sprotte

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Hallo,

sicher ist, dass alle drei Geschiebe ein porphyrisches Gefüge aufweisen. Da ich anhand der Fotos keinen Quarz erkennen kann, würde ich - bei aller Vorsicht -  für porphyrische Monzonite plädieren, die insgesamt stark alteriert bzw. metasomatisch überprägt sich. Dabei werden die dunklen Minerale (wie Glimmer - z.B. Biotit - und Pyroxene - z.B. Augit) in grüne Minerale wie Chlorit, Epidot u.a. umgewandelt. Der Anorthit-Anteil im Plagioklas "vergrünt" dabei ebenfalls. Die teils rechteckigen (idiomorphen) Feldspateinsprenglinge bestehen wohl aus Alkalifeldspat, der recht widerstandsfähig gegen Alteration und Metasomatose ist. Die Rotfärbung stammt von Hämatiteinlagerugen (rot gefärbte Alkalifelspäte sind geratezu typisch für Fennoskandia, wenn man sich die vielen roten Granite am Ostseestrand ansieht).

Nun stellt sich natürlich noch die Frage nach der etwaigen Herkunft. Außer, dass es auf keinen Fall Rhombenporphyre sind, lässt sich die Herkunft derzeit nicht eingrenzen (aber vielleicht habe ich noch eine Idee).

Viele Grüße
Sprotte