Fossilien / Fossils / Fósiles > Sonstige Lokationen u. Themen / Other Locations a. Themes
Uranvererzte Hölzer - Bilder ? Infos ?
oliverOliver:
angeregt durch dieses Thema:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,43147.msg310100.html#msg310100
ließ ich mich zu diesem Kommentar hinreißen :-X: bin ich froh dass ich nix von dem Zeug habe .... >:D
aber: es gab da mal vor Jahren in irgendeinem thread ein paar Anmerkungen zu uranvererzten paläozoischen Hölzern -
da könnt ich ja beinahe wieder schwach werden - ::)
hat jemand sowas und könnte da vielleicht ein paar Fotos zeigen ?
oder ein paar weitere Infos dazu liefern ?
edit:
ich hab jetzt den Beitrag gefunden:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,35798.msg265680.html#msg265680
Demnach stammen solche Stücke aus dem Zechstein Thüringens - könnte mir aber vorstellen, dass das nicht die einzigen derartigen Funde sind.
Geomartin:
G'day mate,
in Thueringen kenne ich diese Hoelzer aus dem Uranlagerstaetten bei Culmitzsch (Tagebaue Gauern, Sorge und Culmitzsch, nun mit Tailings aus Seelingstaedt gefuellt). Stuecke davon sind in der Lagerstaettensammlung der Wismut auf dem Schacht 371 in Hartenstein ausgestellt, und wenn mich mein Gehirn nicht truegt auch in der Lagerstaettensammlung der TU Freiberg. Hartensteiner Stuecke in nicht allzu toller Qualitaet im Anhang, im zweiten Bild sind die Stuecke falsch zugeordnet, sollte das zweite von rechts sein.
Einige Informationen dazu u.a. in:
Tonndorf, Helmut. Metallogenie des Urans im ostdeutschen Zechstein: Ein Beitrag zum Nachweis und zur Charakteristik hypergener stofflicher Umverteilungs-und Anreicherungsprozesse. Vol. 53. VCH, 1994.
Wismut GmbH 1999. Chronik der Wismut
Dahlkamp 2016. Uranium Deposits of the World - Part III Europe - Springer Heidelberg
oliverOliver:
hallo Martin -
danke für die Infos, ist doch schon mal was ! ;)
geomueller:
Hallo,
hier ein Zitat aus der Beschreibung zur geologischen Karte des Culmitzscher Halbgrabens: "Im Nordteil des Tagebaus Culmitzsch wurden in den 1960er Jahren innerhalb einer Senke im Basiskonglomerat, auf einer Fläche von etwa 30 x 80 m, 40 Stück vererzte inkohlte Coniferenstämme gefunden. Die unregelmäßig eingelagerten, bis 2,5 m langen Hölzer zeichneten sich durch eine intensive Uranvererzung (Uranpechblende-Nastruran) und durch Sulfidanreicherungen aus. Als Sulfide traten nach Häufigkeit geordnet auf: Galenit, Sphalerit, Chalkopyrit, Bornit, Chalkosin, Covellin, Pyrit, Bournonit, Fahlerz, Kobaltglanz und Argentit." Soweit ich weis sollen dabei die Zellwände überwiegend in Uraninit und das Zellinnere in Sulfide, vor allem Galenit und Sphalerit, erhalten gewesen sein.
Bei der Sanierung einer Halde des ehemaligen Tagebaues Culmitzsch fand ich das abgebildete inkohlte Aststück innerhalb des Basalkonglomerates, leider völlig Uraninit nur mit etwas Chalkopyrit. So ein Aststück war als Fund schon eine Seltenheit, meist lag nur unsortierter inkohlter Pflanzenhäcksel vor.
stoanklopfer:
Ich muss mal schauen, ob ich noch einige Stücke finde, die ich vor vielen Jahren von einer Geländeaufnahme mitgebracht habe. Ich hatte im Osten Nordtirols einen vererzten Baumstamm und einiges an Aststücken aus dem Oberperm (Gröden Formation) gefunden. Anschliffe für die Erzmikroskopie und zur Bestimmung wurden damals (vor ca. 25 bis 30 Jahren) hergestellt. Ich erinnere mich, dass v.a. Kupfererze und Uranminerale die Zellstruktur der Hölzer gut konserviert haben. Leider habe ich keine Bilder mehr, aber ich würde die Stelle wahrscheinlich wieder finden (wenn sich nicht zu viel verändert hat). Eine Publikation ist daraus leider nicht entstanden, da ich vom Paläobotaniker, dem ich die Proben damals geschickt habe, nichts mehr hörte.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln