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Mineralien kaufen in Südafrika
Bea77:
Hallo
Bei unserer nächsten Reise nach Südafrika möchten wir gerne Kaktusquarz und evtl. Aquamarine mit Schörl erwerben.
Weiß da jemand ein Geschäft, Laden oder Markt? Oder der dies vor Ort vertreibt ?
Danke für Tipps und Infos.
robodoc:
Hallo Bea,
ich weiß ja nicht, ob Ihr auch nach Namibia kommt, denn die Aquamarin-Schörl-Stufen kommen aus dem Erongo-Gebirge. Man kann sie theoretisch bei den sog. small-miners in der Nähe von Usakos erwerben, ist aber nicht immer ganz ohne und hängt auch von den Wochentagen oder auch dem Umstand, dass Geld reinkam und Alkohol gekauft werden konnte, ab (eigene Erfahrung und Berichte von Einheimischen).
Absolut geordnet geht es im "House of Gems" in Windhoek, das von dem Urgestein Sid Pieters gegründet und von Herbert Naegele fortgeführt wurde, zu. Nach dem Tod von letzterem wurde der Laden glaube ich von seinem Schwiegersohn weiter betrieben und firmiert mittlerweile auch unter der Homepage NamRocks. Dort ist das gesamte Spektrum namibischer Mineralien inklusive der Aquamarin-Schörl-Combo vertreten.
Bei meinem letzten Besuch 2006 hatten die auch die "Kaktusquarze" von Boetenhouthoek in Südafrika. Im Laden selbst ist wesentlich mehr geboten wie auf der Homepage.
In Südafrika selbst war ich noch nicht und habe keine Empfehlung auf Lager, vielleicht meldet sich ja noch ein Kenner zu Wort.
Beste Grüße und viel Erfolg
Robert
Eike Pätz:
Hallo,
"The house of gems" in Windhoek ist seit Ende August 2015
leider nicht mehr existent.
mfg
Eike Pätz
giantcrystal:
Hallo aus Mittelfranken
das kommt ganz drauf an, wo ihr hin wollt. Südafrika ist groß ::)
In Südafrika gibt es auf jedenfall eine ganze Reihe Mineralienläden. Interessant ist für euch vielleicht der Besuch der FOSAGAMS Seite : http://www.fosagams.co.za/
Da gibt es reichlich Informationen und Kontakte
Glück Auf
Thomas
Detlef:
Hallo Bea,
das Mineraliensammeln in RSA tist bereits ein paar Jahre her. Ich hatte damals Kontakt zum Pretoria Mineral and Gem club. Der bereits verstorbene Chairman Horst Windisch empfahl mi die Stufen alsBüchersendung in mehreren Einzelsendungen wegen dem Gewicht als Büchersendung zu deklarieren und nach Hause zu schicken.
Es kamen auch alle Sendungen an. Das Porto war auchrelativ günstig. Ob das heute noch so möglich ist,
kann man Dir dort sicherlich mitteilen. Dort wirst Du bestimmt Hilfe aus erster Hand bekommen. Du kannst Dich in Englischer Sprache melden, jedoch müssten auch einige Mitglieder deutschsprachig sein. Vielleicht hilft man Dir auch beim Sammeln weiter und fährt mit Dir zu einem Fundpunkt. Ich habe dort über Jahre mit Mitgliedern getauscht. Da Namibia ein eigener Staat ist haben auch die Südafrikaner das Problem der Ausfuhr. Vielleicht kann man Dir dort diesbezüglich ebenfalls weiterhelfen. Anbei der Link zum Pretoria Mineral and em club http://www.pgmc.co.za/ContactUs.asp Bei der Mineralien Ausfuhr aus Namibia habe ich mir vor Reisebeginn beim Ministry of Mines and Energie (Adresse im Telefonbuchvor Ort nachsehen oder an der Hotelrezeption erfragen)ein Formblatt zur Ausfuhrerklärung geholt. Während der Reise habe ich dort wo Mineralien im Geschäft gekauft wurden Rechnungen geben lassen. Diese habe ich als Kopie den Mineralien beigelegt. Da jedoch ein Grossteil der Stufen bei Kleinminern an der Straße gekauft wurden(oft des Lesen und Schreibens nicht mächtig) kann man natürlich nichts vorlegen Dies wurde im Formular so erwähnt.
Das Formular bestand aus einer Auflistung der gefundenen Stücke, sowie deren Herkunft.Dieses legt man dann im Ministerium vor und bekommt eine gestempelte und unterchriebene Exportbescheinigung. Dies war früher sogar kostenlos.
Da ich mit Kollegen gesammelt habe, haben wir Seefracht bei Transworld Cargo in Windhoek gemacht. Man bezahlt den Preis für 1 Kubikmeter oder alternativ einer Tonne Gewicht. Nach etwa sechs Wochen konnte ich dann in Norderstedt bei Hamburg die Kartons abholen. Die Einfuhr Umsatzsteuer wurde dort dann vorab von der Spedition entrichtet. Bezahlt wurde damals bei ca. 230 KG etwa 2,50 DM/KG.
Die Steine wurden in kleine Kartons, diese dann in Schuhkartons und zum Schluß in Weinkartons die bei Geschäften und Firmen erbettelt wurden mit alten Zeitungern verpackt. Empfindliche Stufen werden mit Klopapier eingewickelt. Große Kartons wurden dann in der Spedition mit auf die Palette gebunden. Steine nimmt man dort gerne als Fracht an, da kleines Volumen und großes Gewicht. Diese verpackt man dann mit Jagttrophähen- Großes Volumen und kleines Gewicht und kassiert so die Fracht zweimal. Auspacken brauchte ich bei zwei Reisenim Ministerium bisher nichts. Es war nur wichtig den Formalismus einzuhalten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich minestens ein bis zwei Tage in Winhoek zu verweilen(kann man mit Besuch der Aris quarry verbinden). Zur Abreise sollte man sich ebenfalls mindestens zwei Tage Zeit nehmen. In Windhoek kann man auch Hilfe beim Geological Survey bekommen Dieser wird durch Frau Dr. Gabi Schneider geleitet(Kontakt über das Internet). Zu weiteren Informationen kann man auch
Marius Steiner zu erreichen über seine Gästefarm kontaktieren. Sein Vater Karl Steiner in Winhoek hat Jahrelang Mineralien nach Deutschland geschickt.
Wichtig ist nur: Keine Fossilien sowie versteinertes Holz dürfen gesammelt bzw.ausgeführt werden. Diamanten und Golderz sind ebenfalls tabu.
Dem namibianischen Staat ist es nur wichtig, wer was aus dem Land bringt. Die Problematik mit den Smallminers ist bekannt. Der Staat fördert aber deren Aktivitäten. Man hat auch erkannt, das ein erheblicher Anteil der Touristen geowissenschaftlich interessiert ist und Mineralien sammelt.
Du solltest aber keine Steine im Handgepäck haben. Ausnahme nur mit gestempelten Exportpermit. Du musst unbedingt Stufen aus Südafrika dort versenden und namibianisches Material in Namibia abwickeln.
Wetere Tips kann man in St. Marie und in München auf der Mineralienbörse von den entsprechenden Austellern bekommen.
Eine schöne und steinreiche Reise wünscht Dir
Frank-Detlef Paul
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