Mineralien / Minerals / Minerales > Fluoreszenz, Lumineszenz / Fluorescence, Luminescence
Fluoreszierender Uranophan???
Lynx:
Hallo Markus, hallo Georg
Wenn bei Fluorit der Peak oberhalb 650 nm so ausgeprägt und keine 2. Ordnung ist, dann...
.. würde ich vielleicht Sm2+ als Aktivator vorschlagen.
Sm2+ in Fluorit: grüne Färbung des Fluorits - passt hier nicht :-(
Anregung: breit bis ca 400 nm, dann eine zweite Bande zentriert um 440nm und eine weitere Band um 600 nm
Emission eine breite Bande mit Maximum 750nm (Dixie 2014; Sils 2009)
.. oder alternativ vielleicht F2 (M)-centers (siehe dazu auch im Mineralienporträt)
mit breiter Anregung um 560 nm (wie weit die reicht, weiss ich nicht) und breiter Emission um 690nm (Sils 2009).
Das erscheint ebenfalls sehr plausibel.
Dixie, L. C., Edgar, A., & Bartle, C. M. (2014). Samarium doped calcium fluoride: A red scintillator and X-ray phosphor. Nuclear Instruments and Methods in Physics Research Section A: Accelerators, Spectrometers, Detectors and Associated Equipment, 753, 131-137.
Sils, J., Hausfeld, S., Clauß, W., Pahl, U., Lindner, R., & Reichling, M. (2009). Impurities in synthetic fluorite for deep ultraviolet optical applications. Journal of Applied Physics, 106(6), 063109.
Beide Artikel sind sehr instruktiv. Sils 2009 gibt eine gute Zusammenfassung der Aktivatoren in CaF2 (mit Angabe der Anregungs- und Emissionsbanden).
Liebe Grüße, Martin
etalon:
Hallo zusammen,
--- Zitat ---.. würde ich vielleicht Sm2+ als Aktivator vorschlagen.
Sm2+ in Fluorit: grüne Färbung des Fluorits - passt hier nicht :-(
Anregung: breit bis ca 400 nm, dann eine zweite Bande zentriert um 440nm und eine weitere Band um 600 nm
Emission eine breite Bande mit Maximum 750nm (Dixie 2014; Sils 2009)
--- Ende Zitat ---
Hmm, da passt die Farbe wirklich nicht...
--- Zitat ---.. oder alternativ vielleicht F2 (M)-centers (siehe dazu auch im Mineralienporträt)
mit breiter Anregung um 560 nm (wie weit die reicht, weiss ich nicht) und breiter Emission um 690nm (Sils 2009).
Das erscheint ebenfalls sehr plausibel.
--- Ende Zitat ---
Das ließe sich eventuell mit einer ramanspektrometrischen Messung mit 532nm Anregung abklären. Das Spektrometer sollte allerdings bis ca. 5000 cm-1 messen können (ich weiß, das ist etwas sportlich 8)). Dann würde man den Emissionsberg als Fluoreszenzuntergrund erkennen können (vorausgesetzt, die Auswertesoftware glättet diesen nicht)...
Grüße Markus
Fabian99:
Hi,
da hast du recht. Ich hatte meist schon Probleme mit den beiden Cr-Banden im Rubin etc. 5000cm-1 ist echt sportlich.
LG
etalon:
Hallo zusammen,
--- Zitat ---5000cm-1 ist echt sportlich
--- Ende Zitat ---
Ich sehe schon, ich muss auch noch ein Raman basteln... ;D (hatte ich aber eh mal vor)
Gestern habe ich noch eine Aufnahme und ein Spektrum des Sklodowskits aus Musonoi/Kongo gemacht. Diesmal sogar mit UV-Sperrfilter ;)!
Das Spektrum ist diesmal deutlich weniger strukturiert, und auch die Peaklagen scheinen teilweise deutlich anders zu liegen, als bei dem Sklodowskit aus der Grube Clara. Bei dem 513nm Peak scheint es sich um ein Multiplett zu handeln. Weiß jemand, woher das resultiert? Sind da andere Elemente, welche eine Peaküberlagerung verursachen, oder kann das auch durch Gitterschwingungen/Molekülschwingungen verursacht sein? Das ist mir bei dem Uranocircitspektrum auch aufgefallen...
Sklodowskit xx unter UV@365nm aus Musonoi/Kongo. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:
Fluoreszierender Uranophan???
Grüße Markus
etalon:
Hallo zusammen,
Martin, auf Deinen Hinweis hin habe ich mal heute ein paar Tests gemacht, in wie weit die Peakmarkierung die Ermittlung des Peakschwerpunktes beeinflusst, und musste leider feststellen, dass das doch deutlichen Einfluss hat. Daher habe ich alle Spektren noch mal neu ausgewertet, so dass die Peaklagen jetzt passen sollten. Da habe ich wohl etwas geschlampert... :P
Hier noch mal alle Spektren, jetzt aber korrekt:
Fluoreszierender Uranophan???
Fluoreszierender Uranophan???
Die anderen Spektren habe ich zum Löschen frei gegeben, da das sonst sehr verwirrend wird...
Grüße Markus
P.S.: Der erste Peak bei dem Fluoritspektrum liegt bei 4346,49 Angström. Da ist die Peakbenennung etwas abgeschnitten.
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