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Objektiv in Retrostellung und was daraus wurde

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Josef 84,55:
Hallo Stefan,
ich bin mir der Tatsache bewußt, dass mein selbtgebastelter Aufbau bei einigen Verwunderung hervorruft. Solange mich die Provisorien nicht beim Fotografieren stören, sind sie OK für mich.
Die Steuerung für den Schrittmotor habe ich von hier:  http://www.ryleeisitt.ca/articles/building-a-focus-stacking-controller/
Ich glaube es gibt mittlerweile auch Anleitungen bei denen nicht gelötet werden muss.

Josef 84,55:
Bei den Objektiven bin ich durch viele Gelegenheitskäufe auf einen ganz ordentlichen Stand. Die Kombination aus Vergrößererobjektiv Durst Neonon 80mm und meiner am häufigst verwendeten "Tubuslinse" Roynox DCR 250 ist meine bislang beste Kombination für Bildbreiten über 10mm.
Aber wie oben schon angedeutet, der Unterschied vom Lomo 8x 0.20 zu dem Mitutoyo-Nachbau ist bei weitem nicht mehr so groß wie der vom Retroobjektiv oder Stereomikroskop zum Lomo.

Schöne Bastel-Grüße Josef

Josef 84,55:
Hallo Markus,

--- Zitat von: etalon am 29 Jul 17, 11:17 --- Allerdings ist darauf zu achten, dass (vor allem bei älteren Mikroskopobjektiven) nicht zwingend ein voll korrigiertes Bild nur durch das Objektiv alleine entsteht. Oftmals werden Herstellerabhängig manche Aberrationen erst durch Tubuslinse und/oder Okular korrigiert. Dadurch eignet sich auch nicht jedes Mikroskopobjektiv zu Fotografie. Am wichtigsten dafür ist es, dass ein Mikroskopobjektiv ein ebenes Bildfeld zur Verfügung stellt. Das ist in der Regel mit dem Namenszusatz "plan" gekennzeichnet...

--- Ende Zitat ---

da hast Du völlig recht, nicht jedes Mikroskopobjektiv ist gut geeignet. Die alten Leitz-Objektive haben so starke Farbsäume, das der Regler bei der RAW-Entwicklung diese nur halbieren kann. Bei wenigen Aufnahmen mit meinem Leitz L 25x/0.40 oo/0 habe ich mit Gimp die CA's korrigiert, wobei derjenige der den Objetiv-Korrektur programmierte, ein Problem mit Windows-Benutzern hat und die Einstellungen nicht speicherbar sind. Jedes Bild des Stack's einzeln...
Weniger schlimm für die Mineralfotografie finde ich es wenn ein Objektiv nicht plankorrigiert ist. Mineralien sind nicht flach wie ein Objektträger und beim stacken entstehen ja auch oft Verzerrungen die sogar eine falsche Symmetrie eines Kristalls vortäuschen können wie z.B. bei dem Perloffit der nicht triklin ist aber durch schlecht gewählte Orientierung so wirkt.
Bei den Tubuslängen habe ich früher immer die Tubuslinse auf unendlich gestellt. Heute spare ich mir den Aufwand weil ich bei etwas kürzeren oder längeren Abständen keinerlei zusätzliche Bildfehler erkennen konnte. Ich messe lieber nach.
Grüße Josef

etalon:
Hallo Josef,


--- Zitat ---Bei wenigen Aufnahmen mit meinem Leitz L 25x/0.40 oo/0 habe ich mit Gimp die CA's korrigiert, wobei derjenige der den Objetiv-Korrektur programmierte, ein Problem mit Windows-Benutzern hat und die Einstellungen nicht speicherbar sind. Jedes Bild des Stack's einzeln...
--- Ende Zitat ---

Uii, da warst Du aber beschäftigt  :D. Bietet Gimp keine Möglichkeit der Batchverarbeitung? Ich kenne Gimp nicht, da ich mit PS arbeite. Dort gibt es diese Funktion, so dass das automatisiert ablaufen kann. Da wird man ja sonst bescheuert...  :P


--- Zitat ---Weniger schlimm für die Mineralfotografie finde ich es wenn ein Objektiv nicht plankorrigiert ist. Mineralien sind nicht flach wie ein Objektträger
--- Ende Zitat ---

Naja, im Stack stimmt das schon, aber Dir fehlen je nach Start- und Endposition scharfe Bildanteile im Bild, welche durch die Bildfeldwölbung in der Unschärfe liegen. Wie schlimm das ist, hängt vom Betrag der Bildfeldwölbung, der Schärfentiefe des Objektivs und nicht zuletzt auch von dem abgelichteten Objekt ab. Fotografierst Du nur einen einzelnen Kristall in der Bildmitte (wie in Deinem Beispiel), dann mag das nicht auffallen. Bei Objekten, welche sich über das gesamte Bildfeld erstrecken, kann dann am Anfang oder Ende etwas fehlen...
Das lässt sich zwar umgehen, wenn man entsprechend zu dem eigentlichen Stackbereich vorne und hinten noch ein paar Ebenen dranhängt, aber dazu muss man zum Einen den Betrag der Bildfeldwölbung kennen (oder selbigen experimentell ermitteln), zum Anderen kann man sich den zusätzlichen Zeit- und Rechenaufwand auch sparen, wenn man einfach plane Objektive verwendet...


--- Zitat ---Heute spare ich mir den Aufwand weil ich bei etwas kürzeren oder längeren Abständen keinerlei zusätzliche Bildfehler erkennen konnte.
--- Ende Zitat ---

Wie schnell Du Bildfehler erkennen kannst, ist sehr vom Optikdesign abhängig. Aber es stimmt auf jeden Fall der Abbildungsmaßstab außerhalb des Unendlichfokus nicht mehr. Außerdem ändert sich damit auch der Arbeitsabstand des Objektivs. In Grenzen ist das aber sicher alles kein Problem...

Grüße Markus

Stefan:
Hallo Josef,

das ist ja ein cooler Aufbau. Dein Antrieb gefällt mir, sowas wollte ich an meinem Stemi auch mal machen.

Ich habe mir bei Ebay die Tage für wenig Geld ein "Mikroskope Nomo UDSSR Biolam P1Y42 mit Präparatorführer (Objektträger-Kreiztisch) und Objektiven geschossen. Der Preis war extrem günstig und nach deutlicher Pflege scheint es nun wieder ganz gut zu tun. Ich wollte eigentlich nur ein Objektiv kaufen, das wäre aber deutlich teuerer gewesen als das ganze Mikroskop mit allem allem drum und dran. Mal sehen wie weit meine Bastellust so geht.

Viele Grüße
Stefan

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