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Autor Thema: Objektiv in Retrostellung und was daraus wurde  (Gelesen 31209 mal)

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Offline Josef 84,55

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #15 am: 29 Jul 17, 22:34 »
Hallo Stefan,
ich bin mir der Tatsache bewußt, dass mein selbtgebastelter Aufbau bei einigen Verwunderung hervorruft. Solange mich die Provisorien nicht beim Fotografieren stören, sind sie OK für mich.
Die Steuerung für den Schrittmotor habe ich von hier:  http://www.ryleeisitt.ca/articles/building-a-focus-stacking-controller/
Ich glaube es gibt mittlerweile auch Anleitungen bei denen nicht gelötet werden muss.

Offline Josef 84,55

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #16 am: 29 Jul 17, 22:59 »
Bei den Objektiven bin ich durch viele Gelegenheitskäufe auf einen ganz ordentlichen Stand. Die Kombination aus Vergrößererobjektiv Durst Neonon 80mm und meiner am häufigst verwendeten "Tubuslinse" Roynox DCR 250 ist meine bislang beste Kombination für Bildbreiten über 10mm.
Aber wie oben schon angedeutet, der Unterschied vom Lomo 8x 0.20 zu dem Mitutoyo-Nachbau ist bei weitem nicht mehr so groß wie der vom Retroobjektiv oder Stereomikroskop zum Lomo.

Schöne Bastel-Grüße Josef

Offline Josef 84,55

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #17 am: 30 Jul 17, 09:55 »
Hallo Markus,
Allerdings ist darauf zu achten, dass (vor allem bei älteren Mikroskopobjektiven) nicht zwingend ein voll korrigiertes Bild nur durch das Objektiv alleine entsteht. Oftmals werden Herstellerabhängig manche Aberrationen erst durch Tubuslinse und/oder Okular korrigiert. Dadurch eignet sich auch nicht jedes Mikroskopobjektiv zu Fotografie. Am wichtigsten dafür ist es, dass ein Mikroskopobjektiv ein ebenes Bildfeld zur Verfügung stellt. Das ist in der Regel mit dem Namenszusatz "plan" gekennzeichnet...

da hast Du völlig recht, nicht jedes Mikroskopobjektiv ist gut geeignet. Die alten Leitz-Objektive haben so starke Farbsäume, das der Regler bei der RAW-Entwicklung diese nur halbieren kann. Bei wenigen Aufnahmen mit meinem Leitz L 25x/0.40 oo/0 habe ich mit Gimp die CA's korrigiert, wobei derjenige der den Objetiv-Korrektur programmierte, ein Problem mit Windows-Benutzern hat und die Einstellungen nicht speicherbar sind. Jedes Bild des Stack's einzeln...
Weniger schlimm für die Mineralfotografie finde ich es wenn ein Objektiv nicht plankorrigiert ist. Mineralien sind nicht flach wie ein Objektträger und beim stacken entstehen ja auch oft Verzerrungen die sogar eine falsche Symmetrie eines Kristalls vortäuschen können wie z.B. bei dem Perloffit der nicht triklin ist aber durch schlecht gewählte Orientierung so wirkt.
Bei den Tubuslängen habe ich früher immer die Tubuslinse auf unendlich gestellt. Heute spare ich mir den Aufwand weil ich bei etwas kürzeren oder längeren Abständen keinerlei zusätzliche Bildfehler erkennen konnte. Ich messe lieber nach.
Grüße Josef

Offline etalon

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #18 am: 30 Jul 17, 12:39 »
Hallo Josef,

Zitat
Bei wenigen Aufnahmen mit meinem Leitz L 25x/0.40 oo/0 habe ich mit Gimp die CA's korrigiert, wobei derjenige der den Objetiv-Korrektur programmierte, ein Problem mit Windows-Benutzern hat und die Einstellungen nicht speicherbar sind. Jedes Bild des Stack's einzeln...

Uii, da warst Du aber beschäftigt  :D. Bietet Gimp keine Möglichkeit der Batchverarbeitung? Ich kenne Gimp nicht, da ich mit PS arbeite. Dort gibt es diese Funktion, so dass das automatisiert ablaufen kann. Da wird man ja sonst bescheuert...  :P

Zitat
Weniger schlimm für die Mineralfotografie finde ich es wenn ein Objektiv nicht plankorrigiert ist. Mineralien sind nicht flach wie ein Objektträger

Naja, im Stack stimmt das schon, aber Dir fehlen je nach Start- und Endposition scharfe Bildanteile im Bild, welche durch die Bildfeldwölbung in der Unschärfe liegen. Wie schlimm das ist, hängt vom Betrag der Bildfeldwölbung, der Schärfentiefe des Objektivs und nicht zuletzt auch von dem abgelichteten Objekt ab. Fotografierst Du nur einen einzelnen Kristall in der Bildmitte (wie in Deinem Beispiel), dann mag das nicht auffallen. Bei Objekten, welche sich über das gesamte Bildfeld erstrecken, kann dann am Anfang oder Ende etwas fehlen...
Das lässt sich zwar umgehen, wenn man entsprechend zu dem eigentlichen Stackbereich vorne und hinten noch ein paar Ebenen dranhängt, aber dazu muss man zum Einen den Betrag der Bildfeldwölbung kennen (oder selbigen experimentell ermitteln), zum Anderen kann man sich den zusätzlichen Zeit- und Rechenaufwand auch sparen, wenn man einfach plane Objektive verwendet...

Zitat
Heute spare ich mir den Aufwand weil ich bei etwas kürzeren oder längeren Abständen keinerlei zusätzliche Bildfehler erkennen konnte.

Wie schnell Du Bildfehler erkennen kannst, ist sehr vom Optikdesign abhängig. Aber es stimmt auf jeden Fall der Abbildungsmaßstab außerhalb des Unendlichfokus nicht mehr. Außerdem ändert sich damit auch der Arbeitsabstand des Objektivs. In Grenzen ist das aber sicher alles kein Problem...

Grüße Markus

Offline Stefan

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #19 am: 04 Aug 17, 17:08 »
Hallo Josef,

das ist ja ein cooler Aufbau. Dein Antrieb gefällt mir, sowas wollte ich an meinem Stemi auch mal machen.

Ich habe mir bei Ebay die Tage für wenig Geld ein "Mikroskope Nomo UDSSR Biolam P1Y42 mit Präparatorführer (Objektträger-Kreiztisch) und Objektiven geschossen. Der Preis war extrem günstig und nach deutlicher Pflege scheint es nun wieder ganz gut zu tun. Ich wollte eigentlich nur ein Objektiv kaufen, das wäre aber deutlich teuerer gewesen als das ganze Mikroskop mit allem allem drum und dran. Mal sehen wie weit meine Bastellust so geht.

Viele Grüße
Stefan

Offline Josef 84,55

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #20 am: 09 Aug 17, 20:20 »
Hallo Stefan,

kaum ist man ein paar Tage weg... Schön dass Du es angehst.
Das Biolam ist noch ein Mikroskop das dem Benutzer zutraut, selbst etwas zu reparieren. Es lässt sich mit einem Schraubenzieher komplett zerlegen und das ist nicht bei jedem Mikro so. Du kennst das ja von Deinem Stemi 2000. Leider lässt sich der Grob- und Feintrieb nicht für die Mikrophotographie nutzen, weil er einerseits getrennt ist und daher der Feintrieb nur einen minimalen Hub hat (falls er noch geht), und andererseits sich nicht der Tisch, sondern der Arm mit Tubus und Objektivrevolver bewegt. Brauchbar, abgesehen vom 8x0.20 oder 9x0.20 ist der Objektivrevolver, der sich mit der Verschraubung vom Tubus leicht mit einem M42-M39-Ring von beiden Seiten genutzt, an einen Balgen Adaptieren lässt. Allerdings fehlt bei der Verwendung des Revolvers meist der Platz für den unbedingt notwendigen Diffusor, deshalb nutze ich in nur noch für den Aufbau den ich beim Besstimmungsstand in Kötzting nutze (HP-Scanneroptik ca.50mm, Seibert 5x0.18, Lomo 8x0.20 und JML 20x0.30).
Ein Feintrieb zum stacken sollte, wie beim Zeiss Standard 14, durchgehend die selbe Schwalbenschanzführung benutzen und am selben Knopf (kleineres Rad) bedienbar sein. Von den Meisten namhaften Mikroskopherstellern gibt es solche Stative, welche falls der Feintrieb noch leichtgängig ist, ähnlich gute Eigenschaften haben sollten. Und solltest Du, wie ich, viel zu viel auf den Trieb stellen, hilft ein Schaumstoffblock um ihn etwas zu entlasten.

Viele Grüße
Josef

Offline Stefan

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #21 am: 09 Aug 17, 23:16 »
Hallo Josef,

ich traue mich gar nicht das Mirkoskop auszuschlachten. Es läuft alles wieder wie Butter in der Sonne. Auch der Feintrieb funktioniert wieder. Ich habe alles zerlegt, gereinigt und neu geschmiert. Ein wirklich nettes Mikroskop. Jetzt muss erst mal alles geliefert werden wa sich so zusammen bestllt habe. Teile aus aller Welt und dann schau ich mal was ich daraus bastel.

Viele Grüße
Stefan

Offline Bernd Seydel

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #22 am: 22 Aug 17, 01:33 »
Ich habe mit Reverseaufnahmen keine guten Erfahrungen. Ein Makroobjektiv löst einfach besser auf. Anbei ein Beispiel von Goethit, das ein befreundeter Mineraliensammler uns gab. Ich selbst bin Fotograf und erst durch einen Auftrag für Mineralien begeistert worden.

Offline Josef 84,55

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #23 am: 22 Aug 17, 22:34 »
Hallo Herr Seydel,

schöne Aufnahme, kontrastreich ausleuchtet, was die Strukturen gut zur Geltung bringt.
Bis 1:1 sind moderne Makroobjektive das Mittel der Wahl, bei kleineren Bildbreiten ist die Auswahl an Objektiven, die für diesen Zweck gebaut sind eher gering (MPE65). In diesem Bereich leisten Mikroskopobjektive wie die Mitutoyo's an den Raynox DCR250 und DCR250 die besten Ergebnisse, es gibt aber auch einige die preiswert zu bekommen sind und trotzdem gute Qualität leisten. Wichtiger als die Technik sind aber die Qualität der Stücke und einer der das Motiv erkennt und umsetzt.

Viele Grüße
Josef


Offline Stefan

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #24 am: 24 Aug 17, 21:31 »
So hab mich mal wieder ein wenig gespielt. Es geht langsam aber stetig voran. Ich bin zwar noch weit von dem entfernt wo ich hin möchte, aber es wird langsam besser.

Spanien/Región de Murcia/Murcia, Provinz/Altiplano, Comarca/Jumilla, Municipio/La Celia/Nuestra Señora del Carmen Mines (Minas La Celia)
Objektiv in Retrostellung und was daraus wurde

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Viele Grüße
Stefan

Offline Stefan

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #25 am: 24 Aug 17, 22:24 »
Hi Josef,
wenn Du das Lomo 8x verwendest, hast du dann noch weitere Linsen zwischen Kamera und Lomo?
Meine Bilder sind nur mit Balgen und Lomo aufgenommen.
Viele Grüße
Stefan

Offline loismin

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #26 am: 25 Aug 17, 06:38 »
Hi Stefan.

Bist du dir sicher, daß die gelben Kristalle von Jumilla Apatite sind ?
Ich hätte sie eher für Diopsid oder sowas gehalten.

Lois

Offline Stefan

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #27 am: 25 Aug 17, 08:36 »
Hast natürlich Recht, das war mein Fehler.
Vielen Dank und Grüße
Stefan

Offline Josef 84,55

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Re: Objektiv Reversausfnahme
« Antwort #28 am: 25 Aug 17, 18:17 »
Hallo Stefan,

ja, es ist schon ein gutes Stück besser. Die farbigen Ränder und die aus den hellen Bereichen herauswachsenden Fahnen kann man durch eine noch weichere Beleuchtung etwas abschwächen.
Für das Lomo braucht man keine Zwischenoptik, es hat eine endliche Tubuslänge von 160mm. Ich habe die Länge Balgen-Chip auf ca. 150mm eingestellt. Für die moderneren, unendlich korrigierten Objektive (z.B. Nikon CFI60 10x/0.25 WD 10,5 oo/-  eBay 261584040052) würde ich die Raynox DCR250 als "Tubuslinse" empfehlen. Die Nikon Objektive haben aber auch meist einen schwachen blauen Farbsaum um die Reflexe, der beim zusammenrechnen oft verschwindet.

Mit welcher Mechanik hast Du gestackt. Kannst Du ein Bild von Deinem Aufbau machen?

Grüße Josef

Offline Stefan

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #29 am: 25 Aug 17, 22:58 »
Ist schon eine echte Frickelei so Bilder zu machen. Die Bilder sind ähnlich schnell gemacht wie beim Stemi, aber das Motiv einstellen  :P

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Aufbau folgt noch...

 

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