Das ist richtig, dass viele U-Mineralien nur durch EDX nicht auseinander gehalten werden können. Aber in diesem Fall hoffe ich, zusammen mit Farbe und Kristallform daraus eine Zuordnung ableiten zu können. Ich dachte immer, dass der Wassergehalt nicht das Mineral ändert, sondern zu seinen Meta-Formen führt?
Im Buch von Markl habe ich zu aller erst nachgesehen. Dort habe ich kein Kasolit-Bild gefunden (oder ich bin blind). Mich haben vor allem die spitz zulaufenden Kristallenden und der schmale, transparente Rand um manche Kristalle stutzig gemacht, daher ging mein erster Gedanke Richtung Kasolit. Die anderen, von Sebastian genannten Minerale kenne ich von Menzenschwand nicht mit so spitz zulaufenden Kristallenden (mit ausnahme von Uranospathit). Allerdings muss das nichts heißen. Da das Mineral auch eine recht starke Fluoreszenz unter UV@365nm zeigt, tendiere ich im Moment allerdings eher Richtung Uranospathit, auch wenn die Fluoreszenzangaben in der Literatur eher mit Vorsicht zu genießen sind, wie sich in letzter Zeit des öfteren gezeigt hat...

Gruß Markus
Edit: Sollte man mit EDX nicht weiter kommen, müsste man mal noch Raman machen. Alles andere wird dann gleich sehr viel aufwändiger. Allerdings befindet sich mein eigenes Ramanspektrometer noch im Bau, und Joy hat im Moment auch keines parat. Da müsste sich dann erst noch eine Möglichkeit auf tun...