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Identifikation und Reinigung von Funden - Hilfe gesucht !

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Johannes Kalbe:

--- Zitat von: Harzsammler am 28 Aug 17, 21:33 ---
--- Zitat von: loismin am 28 Aug 17, 21:15 ---Das sind Schneckenreste

--- Ende Zitat ---
...nein, das sind Orthocerenreste, deutlich sichtbar ist der Siphonalkanal auf dem ersten Bild.

Zu reinigen und zu ätzen ist da übrigens nichts, allenfalls kann man solch Stücke sägen und schleifen.

Das Zeitalter ist das Ordovicium, das Gestein ist Roter Orthocerenkalk.

Trilobiten können in diesem Gestein vorkommen, ich sehe auf den Bildern aber keine.Das was Dir vielleicht Trilobiten vorgaukelt sind dünne Tonplatten, die typisch sind für dieses Gestein

--- Ende Zitat ---

Hallo,

fast richtig... Die Anschnitte gehören zu Gehäusen von Kopffüßern, aber nicht zu Orthoceren (deren Siphonalkanal liegt zentral im Gehäuse, ist deutlich kleiner in Relation zum Gehäusedurchmesser und auch die Siphonaldüten setzen anders an). Der Sipho liegt hier ventral, wodurch einige andere Cephalopoden-Gruppen in Frage kommen. Endoceras und Anthoceras sind da mögliche Vertreter, jedoch bei Weitem nicht die einzigen Möglichkeiten.

Die herausgewitterten "Wellenlinien" sind entweder sekundäre (Druck-)Lösungsflächen oder primäre "Hardgrounds", beides kommt in allen roten Orthocerenkalken nicht selten vor. "Tonplatten" (Tongallen?) sehe ich da in dem Stück jetzt nicht, habe ich in diesen Kalken aber allgemein auch noch nicht bewusst wahrgenommen (weder im Geschiebe noch im Anstehenden).

Um aus dem Stück optisch etwas mehr "herauszuholen" würde ich empfehlen es schichtparallel zu spalten, und, falls da etwas auftaucht ggf. nachzupräparieren. Sägen und schleifen ist deutlich aufwändiger und lohnt sich m.E. bei diesem Stück nicht (es sei denn man hat ein ausgeprägtes Faible für Karbonatsedimentologie, dann kann man an solchen Stücken so einiges entdecken.)

Besten Gruß

JK

Heiko Bondieck:
Ja, also für die sehr plausible geologische Einordnung in das Ordovizium sind wir Beide schon einmal aufrichtig dankbar .

Anbei gibt es noch einmal ein paar Detail-Lichtbilder der einzelnen Inklusen / Fossilien sowie vom Material selbst.


Wir habe nun an einer unauffälligen Stelle probiert das Fossil mit einem Pinsel zu reinigen und mussten dabei feststellen, dass der Pinsel zu grob war, d.h. dass der gesamte Boden + Fossilien damit leicht "zerkratzt" und abgelöst wird .

Ich selbst würde es nun noch einmal mit einem viel weicheren Pinsel aus dem Schmink-Bedarf meiner Frau probieren ...

Unsere Hoffnung ist, dass das umgebende Material eine geringfügig vom Fossil abweichende Feinstruktur aufweist und somit etwas weicher als dieses ist .

Wir befürchten jedoch, dass dies ggf. ein Trugschluss sein könnte !?

Wir haben auch gelesen, dass man zur Hervorhebung mit verdünntem Ponal (Holzleim) arbeiten kann ?

Härtet dieser das Fossil etwas aus, so dass der Bereich um selbiges herum abgetragen werden kann oder ist dies lediglich um die Lichtbrechung zu ändern (bessere Optik) .

Es scheint uns an einer Stelle des Objektes auch so, als wäre das Sediment um einen massiven Stein abgelagert (hier hat wohl eine Baggerschaufel Schaden angerichtet) ?


An dieser Stelle ist -schemenhaft- zu erkennen, dass auch in dem Gestein selbst Inklusen enthalten sein könnten !?


Wie verhält es sich hiermit ?

Wir befürchten, dass wir im Zweifelsfall lediglich den hier als Orthocerenkalk klassifizierten Meeresgrund abtragen würden und zum Schluss ein blosser "Stein" übrig bleibt .

Wir möchten definitiv nichts beschädigen und da die Form des gesamten Objektes eigentlich sehr schön ist wollen wir eigentlich auch nicht wirklich daran "herumsägen" ...

Einzig eine sehr saubere Trennung entlang der Längsachse käme für uns ggf in betracht da uns schon sehr interessiert, was sich wohl noch so in seinem Inneren befindet...

Letztlich stehen wir Zwei ein wenig hilflos da und wären wie obig bereits dargestellt sehr froh darüber, wenn uns jemand mit sachdienlichen Tipp's weiterhelfen würde .

Weiter Bilder werden folgen !

Danke nochmals !

LG

Heiko + Dörthe

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